Forschungsarbeit, 2003
20 Seiten, Note: 2,0
1) Begründung der Themenwahl
2) Definition des Begriffes Rechtsextremismus
3) Beschreibung des methodischen Vorgehens
4) Hauptteil
4.1. Quantitative Inhaltsanalyse
4.2. Qualitative Inhaltsanalyse
5) Zusammenfassung und Schlussfolgerung
Diese Forschungsarbeit untersucht, auf welche Art und Weise das überregionale Massenmedium „Süddeutsche Zeitung“ über die Problematik des Rechtsextremismus berichtet. Das primäre Ziel ist es, die journalistische Darstellungsweise anhand einer systematischen Inhaltsanalyse im Untersuchungszeitraum vom 29. November bis 30. Dezember 2002 kritisch zu beleuchten und den medialen Umgang mit diesem gesellschaftlich relevanten Phänomen einzuordnen.
3) Beschreibung des methodischen Vorgehens
Als Untersuchungsmethode der Berichterstattung über den Rechtsextremismus in der „Süddeutschen Zeitung“ habe ich die Inhaltsanalyse gewählt, wobei quantitative und qualitative Inhaltsanalyse kombiniert werden sollen.
Die Inhaltsanalyse ist laut Mayring (2002) eine „primär kommunikationswissenschaftliche Technik, die in den ersten Jahrzehnten dieses Jahrhunderts in den USA zur Analyse der sich entfaltenden Massenmedien (Zeitungen, Radio) entwickelt wurde.“ (S. 114)
Dem stimmen Brosius & Koschel (2001) zu: „Untersuchungsgegenstand der Inhaltsanalyse sind grundsätzlich sämtliche Formen von textlichen oder visuellen Botschaften, die durch Massenmedien verbreitet werden können. Analysiert werden somit nahezu alle Arten von Medienprodukten, wie etwa Tageszeitungen, Rundfunksendungen oder Filme.“ (S. 157)
Diese Massenmedien sollten mit der Inhaltsanalyse systematisch ausgewertet werden, um etwas über ihren gesellschaftlichen Einfluss zu erfahren. Die Inhaltsanalyse ist demnach die Systematisierung eines alltäglichen Vorgehens, nämlich der Interpretation von Massenmedien.
Da das Erhebungsmaterial festgehalten ist, lässt die Untersuchung eine Überprüfung der Ergebnisse durch Dritte zu.
Die quantitative Inhaltsanalyse konzentriert sich auf formale Kriterien wie
- Häufigkeit der Darstellung,
- Länge der Artikel,
- Platzierung innerhalb der Zeitung,
- Verwendung von Fotos,
- die Menge der veröffentlichten Eigenberichte im Verhältnis zu Meldungen von Nachrichtenagenturen
Bei der qualitativen Inhaltsanalyse werde ich folgende Fragestellungen behandeln:
- Welche Themen werden von den Journalisten bearbeitet ? Welche Ereignisse und Anlässe sind Auslöser für Meldungen, Berichte und Reportagen für Pressemitteilungen mit Rechtsextremismus-Bezug ?
- Welche Ursachen und Erklärungen für rechtsextremistische Phänomene werden thematisiert ?
- Welche Maßnahmen zur Eindämmung oder Aufhebung von rechtsextremistischen Phänomenen werden behandelt ?
1) Begründung der Themenwahl: Die Autorin begründet ihr Interesse an der Untersuchung durch die gesellschaftliche Relevanz des Rechtsextremismus und die kontroverse Frage nach dessen medialer Darstellung.
2) Definition des Begriffes Rechtsextremismus: Dieses Kapitel erörtert die definitorische Schwierigkeit des Begriffs und verwendet die Definition nach Richard Stöss als theoretische Grundlage für die Arbeit.
3) Beschreibung des methodischen Vorgehens: Es wird die Entscheidung für die Inhaltsanalyse als Untersuchungsmethode erläutert und die methodische Vorgehensweise in quantitative und qualitative Analyse unterteilt.
4) Hauptteil: Der Hauptteil präsentiert die empirischen Ergebnisse, unterteilt in quantitative Aspekte wie Häufigkeit und Platzierung sowie qualitative Fragestellungen zur Themenwahl und Ursachenanalyse.
5) Zusammenfassung und Schlussfolgerung: Die Ergebnisse werden synthetisiert, wobei hervorgehoben wird, dass die Zeitung das Thema intensiv behandelt und primär in einen historischen Kontext einbettet.
Rechtsextremismus, Süddeutsche Zeitung, Inhaltsanalyse, Medienberichterstattung, Nationalsozialismus, Fremdenfeindlichkeit, Quantitative Analyse, Qualitative Analyse, Presse, Journalismus, Gesellschaft, Zivilcourage, Antisemitismus, Rechtsradikalismus, Medienethik
Die Arbeit analysiert, wie die „Süddeutsche Zeitung“ über das Thema Rechtsextremismus berichtet und welche redaktionellen Schwerpunkte dabei gesetzt werden.
Im Fokus stehen die Häufigkeit der Berichterstattung, die journalistischen Genres sowie die inhaltliche Auseinandersetzung mit Ursachen und Gegenmaßnahmen zum Rechtsextremismus.
Ziel ist es, die Darstellung des Rechtsextremismus im gewählten Medium während des Untersuchungszeitraums von Dezember 2002 empirisch zu erfassen und zu interpretieren.
Es wird eine kombinierte Methode aus quantitativer und qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring angewendet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine statistische Auswertung formaler Kriterien und eine tiefere inhaltliche Analyse der journalistischen Fragestellungen und Themenbereiche.
Wichtige Begriffe sind Rechtsextremismus, Inhaltsanalyse, Medienberichterstattung, Nationalsozialismus und journalistische Objektivität.
Sie stellt fest, dass der größte Anteil der Artikel im Feuilleton erscheint, was darauf hindeutet, dass die Zeitung das Thema stark historisch und kulturell kontextualisiert.
Mit einer Quote von über 82% Eigenberichten zeigt sich ein starkes eigenes Engagement der Lokalredaktion bei der Aufarbeitung der Thematik.
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