Diplomarbeit, 2010
72 Seiten, Note: 1,3
1. ZIEL UND GANG DER UNTERSUCHUNG
2. GRUNDLEGENDE PARADIGMEN DER ÖKONOMIK
2.1 KLASSISCHE ÖKONOMIK
2.2 NEOKLASSISCHE ÖKONOMIK
2.2.1 Grundlagen
2.2.2 Kapitalmarkttheorie
2.2.3 Shareholder-Value-Konzept
2.3 BEHAVIORAL ECONOMICS
2.4 ZUSAMMENFASSUNG
3. GLÜCKSFORSCHUNG
3.1 HISTORISCHE ENTWICKLUNG UND GEGENSTAND
3.2 WESENTLICHE ERKENNTNISSE
3.2.1 Ökonomische Faktoren
3.2.2 Soziale Faktoren
3.2.3 Ökologische Faktoren
3.3 IMPLIKATIONEN FÜR DIE ÖKONOMIK
4. SHAREHOLDER-MOTIVE
4.1 IDEALTYPISCHE ABGRENZUNG VON SHAREHOLDERN
4.1.1 Institutionelle Shareholder
4.1.2 Private Shareholder
4.2 MOTIVE INSTITUTIONELLER SHAREHOLDER
4.2.1 Klassische monetäre Motive
4.2.1.1 Finanzinvestment
4.2.1.2 Strategisches Investment
4.2.2 Nicht-monetäre Motive
4.2.2.1 Mitsprache
4.2.2.2 Macht
4.2.2.3 Social Responsibility
4.3 MOTIVE PRIVATER SHAREHOLDER
4.3.1 Klassische monetäre Motive
4.3.1.1 Existenzsicherung
4.3.1.2 Vermögensaufbau
4.3.1.3 Altersabsicherung
4.3.2 Nicht-monetäre Motive
4.3.2.1 Anreiz
4.3.2.2 Mitsprache
4.3.2.3 Status
4.3.2.4 Social Responsibility
4.4 ZIELKONFLIKTE
5. SHAREHOLDER-HAPPINESS
5.1 PARTIZIPATION
5.2 SOCIAL RESPONSIBLE INVESTMENT
5.3 SHAREHOLDER-HAPPINESS ALS NEUES UNTERNEHMENSZIEL
6. FAZIT
Die Arbeit untersucht die theoretische Notwendigkeit eines Konzepts der "Shareholder-Happiness" als Ergänzung zum traditionellen, rein monetär ausgerichteten Shareholder-Value-Ansatz. Dabei wird analysiert, inwieweit Erkenntnisse der ökonomischen Glücksforschung menschliches Verhalten an Kapitalmärkten besser erklären können als die klassischen neoklassischen Modelle, um daraus Implikationen für die Corporate Governance börsennotierter Aktiengesellschaften abzuleiten.
4.1 Idealtypische Abgrenzung von Shareholdern
Bevor detailliert auf die einzelnen Motive von Shareholdern eingegangen werden kann, bedarf es zunächst einer Abgrenzung unterschiedlicher Shareholder-Gruppen. Privatpersonen können als Anleger einerseits direkt tätig werden, indem sie Aktien von börsennotierten Gesellschaften erwerben oder sie die Investition ihrer Ersparnisse alternativ an professionelle Institutionen delegieren, die darauf spezialisiert sind, das ihnen anvertraute Kapital gebündelt am Finanzmarkt anzulegen. Die Funktion als Kapitalsammelstelle wird auch von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) verwendet, um eine definitorische Trennung von privaten und institutionellen Anlegern vorzunehmen.
Investmentgesellschaften, Banken und Pensionskassen sowie Versicherungen und öffentliche Haushalte werden als institutionelle Anleger zusammengefasst. Deren Bedeutung hat für die internationalisierten Finanzmärkte in den vergangenen Jahren enorm zugenommen, was sich in stetig wachsenden Geldvermögen und steigenden Handelsvolumina auf den Wertpapiermärkten widerspiegelt.
Auch hinsichtlich charakteristischer Unterschiede beider Anlegergruppen erscheint eine Abgrenzung zwischen privaten und institutionellen Shareholder sinnvoll. Institutionellen Shareholdern wird im Vergleich zu privaten Shareholdern eine höhere Rationalität bezüglich des Informationsverhaltens bei Entscheidungsfindung und Zielorientierung nachgesagt. Dies lässt sich dadurch erklären, dass private Anleger meist individuell auf Basis geringerer Informationsquellen teils emotionale Investitionsentscheidung fällen, während in Institutionen große Informationsmengen professionell recherchiert und analysiert werden, bevor in Gruppendiskussionen über eine Investitionsmaßnahme entschieden wird.
1. ZIEL UND GANG DER UNTERSUCHUNG: Dieses Kapitel begründet die Notwendigkeit, das eindimensionale Shareholder-Value-Konzept kritisch zu hinterfragen und um Erkenntnisse der Glücksforschung zu ergänzen, um menschliches Verhalten an Kapitalmärkten realitätsnäher abzubilden.
2. GRUNDLEGENDE PARADIGMEN DER ÖKONOMIK: Hier erfolgt eine historische Einordnung ökonomischer Theorien, von der klassischen Ökonomie über die Neoklassik bis hin zur Behavioral Economics, um die Defizite bestehender Modelle bei der Erklärung tatsächlichen Anlegerverhaltens aufzuzeigen.
3. GLÜCKSFORSCHUNG: Dieses Kapitel stellt die ökonomische Glücksforschung vor, erläutert deren Kernfaktoren (ökonomisch, sozial, ökologisch) und leitet die Bedeutung von individuellem Wohlergehen für ökonomische Fragestellungen ab.
4. SHAREHOLDER-MOTIVE: Hier werden die Investitionsmotive von institutionellen und privaten Shareholdern detailliert analysiert, wobei neben monetären Zielen auch nicht-monetäre Anreize wie Mitsprache, Macht und soziale Verantwortung untersucht werden.
5. SHAREHOLDER-HAPPINESS: Das Kapitel diskutiert das Konzept der Shareholder-Happiness als neues Unternehmensziel, beleuchtet Partizipation und Social Responsible Investment als konkrete Implementierungsansätze und reflektiert deren praktische Umsetzung in der Corporate Governance.
6. FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass die Transformation von reinem quantitativen Gewinnstreben hin zu einer am Glück der Aktionäre orientierten Unternehmensführung notwendig ist, um langfristig Vertrauen und Erfolg zu sichern.
Shareholder-Happiness, Shareholder-Value, Glücksforschung, Behavioral Economics, Kapitalmarkttheorie, Corporate Governance, Investitionsmotive, Social Responsible Investment, Partizipation, Homo Oeconomicus, Verhaltensökonomie, Lebenszufriedenheit, institutionelle Anleger, private Anleger, Nutzenfunktion
Die Arbeit untersucht, ob das traditionelle, auf Gewinnmaximierung fokussierte Shareholder-Value-Konzept durch eine breitere, am Glück der Aktionäre orientierte Unternehmensstrategie (Shareholder-Happiness) ergänzt werden sollte.
Die zentralen Themen umfassen die ökonomische Theoriegeschichte, die verhaltenswissenschaftliche Forschung, die ökonomische Glücksforschung sowie die Analyse von Motiven institutioneller und privater Anleger im Kontext moderner Unternehmensführung.
Das Ziel ist es, die theoretische Notwendigkeit eines Shareholder-Happiness-Konzepts darzulegen und Ansätze zu diskutieren, wie psychologische und soziale Bedürfnisse von Aktionären in die strategische Ausrichtung von Aktiengesellschaften integriert werden können.
Der Autor führt eine theoretische Analyse durch, bei der er bestehende ökonomische Paradigmen und Modelle mit interdisziplinären Erkenntnissen aus der Glücksforschung, Psychologie und Soziologie konfrontiert, um die Limitationen traditioneller Ansätze aufzuzeigen.
Der Hauptteil befasst sich mit der Kritik am Modell des Homo Oeconomicus, der Vorstellung der Glücksforschung als Ergänzung, der systematischen Einteilung von Shareholder-Motiven sowie der Diskussion von Partizipationsrechten und nachhaltigen Investitionsansätzen.
Wichtige Begriffe sind Shareholder-Happiness, Glücksforschung, Behavioral Economics, Corporate Governance, Investitionsmotive und Social Responsible Investment.
Der Autor sieht das Shareholder-Value-Konzept als eindimensional und defizitär an, da es zwar monetäre Anreize adressiert, aber wesentliche psychologische und soziale Bedürfnisse der Investoren sowie die Realität der Kapitalmärkte unberücksichtigt lässt.
Die Corporate Governance fungiert als der institutionelle Rahmen, in dem die Interessen der Aktionäre gegenüber dem Management durchgesetzt werden. Der Autor schlägt vor, diese Strukturen zu reformieren, um eine aktivere Partizipation zu ermöglichen.
Die Forschung zeigt, dass Menschen nicht rein rational-monetär handeln. Durch die ausschließliche Orientierung am Gewinn werden andere glücksfördernde Motive verdrängt, was zu Zielkonflikten und Vertrauensverlusten führen kann.
Während institutionelle Anleger stärker durch organisatorische Vorgaben und professionelle Standardprozesse geprägt sind, weisen private Anleger eine größere Heterogenität auf, bei der oft emotionale Faktoren und persönliche Identifikation eine stärkere Rolle spielen.
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