Diplomarbeit, 2010
111 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Zielsetzung und Abgrenzung der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Recruiting und Assessment
2.1 Beschaffungswege und -arten im Recruiting
2.2 Konventioneller Prozess der Personalbeschaffung und -auswahl
2.2.1 Beschaffungsmittel und -instrumente im konventionellen Beschaffungsprozess
2.2.2 Konventionelle Personalauswahlinstrumente und -mittel
2.3 Elektronischer Prozess der Personalbeschaffung und -auswahl
2.3.1 Beschaffungsmittel und -instrumente im elektronischen Beschaffungsprozess
2.3.2 Elektronische Personalauswahlinstrumente und -mittel
3 Ein kritischer Vergleich konventioneller und elektronischer Personalbeschaffung und -auswahl
4 Personalbeschaffung und -auswahl aus arbeitsrechtlicher Sicht
4.1 Abgrenzung Arbeitsrecht in Individual- und Kollektivarbeitsrecht
4.2 Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz – die arbeitsrechtlich relevanten Paragrafen des AGG in der Personalbeschaffung und -auswahl
4.2.1 Begriffsbestimmung der Benachteiligung
4.2.2 Stellenausschreibung und die Gefahr der Benachteiligung
4.2.3 Das Arbeitgeberfragerecht vs. das „Bewerberlügerecht“
4.2.4 Assessmentcenter, Einstellungsuntersuchung und psychologische Eignungstests
4.2.5 Der Betriebsrat und seine Beteiligung am AGG
4.2.6 Ansprüche der Betroffenen aus § 15 AGG
4.2.7 Darlegungs- und Beweislast
4.3 Die anonyme Bewerbung
4.4 Bundesdatenschutzgesetz – ein Überblick der arbeitsrechtlich relevanten Paragrafen des BDSG
4.4.1 Anforderungen an datenschutzgerechtes E-Recruiting
4.4.2 Bewerberprofilerstellung im Internet als arbeitsrechtliches Problem
4.4.3 Der Entwurf zum neuen Beschäftigtendatenschutzgesetz
4.5 Rechte und Pflichten des Betriebsrates im Personalbeschaffungs- und Auswahlprozess – die Paragrafen des Betriebsverfassungsgesetzes
4.6 Kostenübernahme bei Bewerbungsgesprächen und die Behandlung von Bewerbungsunterlagen
5 Outsourcing von Recruiting-Prozessen
5.1 Allgemeine Definition von Outsourcing im Recruiting
5.2 Erfolgsfaktoren, Ziele und Kritik
5.3 Einsatz von Personaldienstleistern aus arbeitsrechtlicher Sicht
5.3.1 Die Mitbestimmung des Betriebsrats im auslagernden Unternehmen
5.3.2 Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz und die Haftung Dritter
6 Trendentwicklung
6.1 Mobile Recruiting als Weiterentwicklung des E-Recruitings
6.2 Employer Branding bei der Rekrutierung neuer Mitarbeiter
6.3 Im Zeitalter von Web 2.0 und Social Media
6.4 Recruiting-Games
7 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht den Wandel im Bereich der Personalbeschaffung und -auswahl durch den zunehmenden Einsatz elektronischer Verfahren und analysiert diese im Hinblick auf ihre Potenziale, Grenzen sowie insbesondere die damit verbundenen arbeitsrechtlichen Fragestellungen.
2.2.1 Beschaffungsmittel und -instrumente im konventionellen Beschaffungsprozess
Die interne Beschaffung umfasst eine Reihe von Instrumenten, die auf konventionellem Weg umgesetzt werden können. Eine innerbetriebliche Stellenausschreibung kann unter Umständen aus arbeitsrechtlicher Sicht gem. § 93 BetrVG sogar vorgeschrieben sein. Sie sollte alle relevanten Informationen beinhalten, die eine externe Stellenausschreibung auch enthalten würde. (Nähere Informationen zur Erstellung einer arbeitsrechtlich korrekten Stellenausschreibung siehe Kapitel 4.2.2.) Einzubeziehen sind prinzipiell alle Mitarbeiter des Unternehmens, wobei die zu besetzende Position und deren Qualifikationsanforderung eine entscheidende Rolle spielen. Die innerbetriebliche Stellenausschreibung kann durch einen Aushang am Schwarzen Brett oder durch eine firmeneigene Zeitung publik gemacht werden. Eine weitere Möglichkeit ergibt sich durch die Weiterentwicklung und Fortbildung der eigenen Mitarbeiter, wodurch zusätzliche Ressourcen in Form von Qualifikationen gebildet werden und zu einer internen Besetzung der Stelle verhelfen. Kurzfristige Personalengpässe können durch die Leistung von Mehrarbeit, alternative Arbeitszeitmodelle und/oder Urlaubsverschiebungen überbrückt werden.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema des Wandels in der Personalbeschaffung ein und definiert die Zielsetzung sowie den Aufbau der Diplomarbeit.
2 Recruiting und Assessment: Das Kapitel definiert grundlegende Begriffe und erläutert sowohl konventionelle als auch elektronische Prozesse und Instrumente der Personalbeschaffung.
3 Ein kritischer Vergleich konventioneller und elektronischer Personalbeschaffung und -auswahl: Es erfolgt eine Gegenüberstellung der Potenziale und Grenzen beider Verfahren unter Berücksichtigung von Effizienz und Kosten.
4 Personalbeschaffung und -auswahl aus arbeitsrechtlicher Sicht: Der Hauptteil beleuchtet die arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen, insbesondere das AGG, Datenschutzgesetzgebungen und die Rechte des Betriebsrats.
5 Outsourcing von Recruiting-Prozessen: Dieses Kapitel untersucht die Auslagerung von Recruiting-Prozessen und die damit verbundenen Haftungsfragen sowie die Rolle von Dienstleistern.
6 Trendentwicklung: Abschließend werden aktuelle Entwicklungen wie Mobile Recruiting, Employer Branding, Social Media und Recruiting-Games als zukunftsweisende Ansätze betrachtet.
7 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung und notwendige rechtliche Anpassungen.
Recruiting, Assessment, Personalbeschaffung, Personalauswahl, Arbeitsrecht, Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz, AGG, Bundesdatenschutzgesetz, BDSG, Betriebsrat, E-Recruiting, Outsourcing, Employer Branding, Mobile Recruiting, Datenschutz
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Transformation des Recruitings und der Personalauswahl von klassischen, konventionellen Methoden hin zu modernen, elektronisch unterstützten Verfahren sowie deren arbeitsrechtlicher Einordnung.
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf dem Vergleich zwischen traditionellem und elektronischem Recruiting, der Analyse arbeitsrechtlicher Anforderungen (insbesondere AGG und BDSG) sowie den Implikationen durch Outsourcing und neue technologische Trends.
Das Ziel ist es, die Auswirkungen der elektronischen Personalbeschaffung auf das bestehende Arbeitsrecht zu untersuchen und zu klären, inwiefern diese Prozesse positive oder negative Effekte für Unternehmen und Bewerber mit sich bringen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten literarischen Analyse des aktuellen Forschungsstandes, gesetzlicher Grundlagen sowie der Auswertung von Fachzeitschriften und Studien.
Der Hauptteil gliedert sich in einen kritischen Vergleich der Verfahren, eine detaillierte arbeitsrechtliche Betrachtung inkl. des Datenschutzes und der Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats, sowie eine Untersuchung des Outsourcings von Recruiting-Prozessen.
Die zentralen Schlagworte sind Recruiting, Assessment, Arbeitsrecht, AGG, Datenschutz, E-Recruiting, Betriebsrat und Personalauswahl.
Die anonyme Bewerbung wird als Pilotprojekt diskutiert, um Diskriminierungen bereits im Vorauswahlprozess zu verhindern, indem persönliche Merkmale wie Fotos, Name und Alter gezielt ausgeblendet werden.
Der Autor weist auf die arbeitsrechtliche Problematik hin; während Informationen aus allgemein zugänglichen Quellen unter strengen Voraussetzungen genutzt werden dürfen, wird die Erhebung privater Inhalte kritisch gesehen und der Verstoß gegen das Recht auf informationelle Selbstbestimmung diskutiert.
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