Bachelorarbeit, 2010
61 Seiten, Note: 1,6
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Gliederung der Arbeit
2. Präzisierung des Forschungsgegenstandes
2.1 Berufliche Orientierungslosigkeit
2.2 Begründung der Wahl der Interviewpartner
2.3 Hypothesenauftstellung – Gründe für die berufliche Orientierungslosigkeit
2.3.1. Vor dem Studium ist nach dem Abi
2.3.2. Das Studium
2.3.3. Fazit
1) Tabelle
2) Ergebnis
3. Forschungsdesign
3.1 Der Feldzugang
3.2 Form der Datengenerierung
3.2.1. Das leitfadengestütze Interview
3.2.2. Leitfaden
3.3 Methode der Datenanalyse
3.3.1 Die Sequenzanalyse
1) Kontextfreiheit
2) Wörtlichkeit
3) Sequenzialität
4) Extensitivität
5) Sparsamkeit
4. Interpretation
4.1 Sequenzen zur Zeit nach dem Abi und vor dem Soziologiestudium
4.1.1 Resumé
4.2 Sequenzen zur Zeit während des Studiums der Soziologie
4.2.1 Resumé
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen für die berufliche Orientierungslosigkeit bei Soziologie-Studierenden in fortgeschrittenen Semestern an der Bergischen Universität Wuppertal, um zu verstehen, warum dieses Phänomen trotz des Studienfortschritts auftritt.
1. Einleitung
„ Ich hab halt einfach drauflos studiert, aber hab überhaupt nicht drüber nachgedacht, was willst du überhaupt später machen(...)“1
Während der vorlesungsfreien Zeit diesen Jahres (2010) entstand das dieser Arbeit zugrunde liegende Forschungsinteresse. Erschien das Phänomen der beruflichen Orientierungslosigkeit eines Soziologie-Studierenden im fortgeschrittenen Semester an der Bergischen Universität in Wuppertal (BUW) bis zu diesem Zeitpunkt nicht auf eine breite Personengruppe zu zutreffen, so stellte sich während dieser vorlesungsfreien Zeit doch durch einige Gespräche unter Kommilitonen des Studienganges B.A Soziologie heraus, dass dieses, als zuvor individueller Natur wahrgenommene Problem doch viele Soziologie-Studierende beschäftigt. Denn als zunächst lediglich eine Kommilitonin über ihre Probleme bezüglich ihres Studiums sprach, rückten dann nach und nach weitere Soziologie-Studierende mit ihren Ängsten rund um ihr Studium heraus (vgl. Interview S1, S.1, Z.683-687).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsfrage ein und erläutert die Motivation sowie die Entstehung des Interesses an der beruflichen Orientierungslosigkeit von Soziologie-Studierenden.
2. Präzisierung des Forschungsgegenstandes: In diesem Kapitel werden Begriffe definiert, die Relevanz der Zielgruppe begründet und theoretische Annahmen zu den Ursachen des Phänomens aufgestellt.
3. Forschungsdesign: Hier wird der methodische Rahmen erläutert, insbesondere der Zugang zum Forschungsfeld und die Anwendung der objektiven Hermeneutik bzw. Sequenzanalyse.
4. Interpretation: Das Herzstück der Arbeit befasst sich mit der empirischen Auswertung der Interviews, unterteilt in die Phasen vor und während des Studiums.
5. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und reflektiert die Ursachen im Kontext der zuvor aufgestellten Hypothesen.
Soziologiestudium, berufliche Orientierungslosigkeit, Bachelor Soziologie, fortgeschrittene Semester, Berufsfindung, Habituskonzept, Sequenzanalyse, Praxisbezug, Studienwahl, Arbeitsmarkt, universitäre Lehre, Bildungsbiografie, soziale Identität, berufliche Perspektiven.
Die Arbeit untersucht, warum Studierende der Soziologie in höheren Semestern häufig unter einer ausgeprägten beruflichen Orientierungslosigkeit leiden.
Zentrale Felder sind die Studienmotivation, der Einfluss gesellschaftlichen Drucks, die Rolle des universitären Umfelds sowie die persönliche Auseinandersetzung der Studierenden mit ihrer beruflichen Zukunft.
Ziel ist es, die spezifischen Gründe und Ursachen für diese Orientierungslosigkeit durch eine Kombination aus Literaturrecherche und empirischen Interviews zu identifizieren und interpretativ einzuordnen.
Die Autorin verwendet die Methode der objektiven hermeneutischen Textinterpretation, auch bekannt als Sequenzanalyse, um Interviews mit Studierenden tiefgehend auszuwerten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Vorbereitung und eine empirische Analyse, wobei insbesondere die Lebensphasen zwischen Abitur und Studium sowie die Zeit während des Studiums fokussiert werden.
Die wichtigsten Schlagworte sind Soziologiestudium, berufliche Orientierungslosigkeit, Habituskonzept, Bildungsbiografie und methodische Sequenzanalyse.
Das Konzept beschreibt ein Handlungs- und Denkmuster, bei dem Studierende berufliche Entscheidungen vor sich herschieben, anstatt sich aktiv mit ihrem Werdegang zu befassen, was den Habitus festigt und eine Veränderung erschwert.
Es symbolisiert die Unsicherheit und das diffuse Bild der Öffentlichkeit gegenüber Soziologen, das sowohl von den Studierenden selbst als auch von Arbeitgebern verinnerlicht wird und zur Verunsicherung beiträgt.
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