Diplomarbeit, 2010
108 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation und Problemstellung
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Das Efficient Consumer Response Konzept
2.1 Die Entstehungsgeschichte von ECR
2.2 Ansätze für die Gestaltung
2.2.1 Konsumentenorientierung
2.2.2 Wertschöpfungsorientierung
2.2.3 Kooperationsorientierung
2.3 Basisstrategien des ECR
2.3.1 Demand-Side / Marketing
2.3.1.1 Efficient Store Assortment
2.3.1.2 Efficient Promotion
2.3.1.3 Efficient Product Introduction
2.3.2 Supply Side / Logistik
2.3.2.1 Supply Chain Management
2.4 Enabling Technologies
2.4.1 Electronic Data Interchange
2.4.2 Identifikationssysteme
2.4.3 Scanning Technologie
2.4.4 Radiofrequenz-Identifikation (RFID)
3 Efficient Replenishment
3.1 Beschaffungs- und Vertriebsstrategien
3.1.1 Computer Assisted Ordering
3.1.2 Integrated Supplier
3.1.3 Nachfragesynchrone Produktion
3.2 Bestands- und Lagerhaltungsstrategien
3.2.1 Vendor-Managed-Inventory
3.2.2 Co-Managed-Inventory
3.2.3 Buyer-Managed-Inventory
3.3 Distributions- und Transportstrategien
3.3.1 Cross Docking
3.3.2 Direct Store Delivery
3.3.3 Transport Pooling
3.3.4 Efficient Unit Loads
3.3.5 Integrated Forwarders
3.3.6 Roll Cage Sequencing
3.4 Einordnung und kritische Anmerkung zu den ERP-Strategien
4 Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment
4.1 Definition von CPFR
4.2 Die Entstehung und Hintergründe von CPFR
4.3 Kooperation - Das Kernstück des CPFR-Konzepts
4.4 Das CPFR-Prozessmodell
4.4.1 Die Planungsphase (Planning)
4.4.1.1 Schritt 1: Entwicklung einer grundsätzlichen Rahmenvereinbarung
4.4.1.2 Schritt 2: Entwicklung eines gemeinsamen Geschäftsplans
4.4.2 Die Prognosephase (Forecasting)
4.4.2.1 Schritt 3: Entwicklung einer Abverkaufsprognose
4.4.2.2 Schritt 4: Erkennen von kritischen Abweichungen
4.4.2.3 Schritt 5: Bearbeitung der Abweichungen und Aktualisierung der Abverkaufsprognose
4.4.2.4 Schritt 6: Entwicklung einer Bestellprognose
4.4.2.5 Schritt 7: Erkennen von kritischen Abweichungen in der Bestellprognose
4.4.2.6 Schritt 8: Aktualisierung der gemeinsamen Bestellprognose
4.4.3 Die Belieferungsphase (Replenishment)
4.4.3.1 Schritt 9: Auftragsgenerierung / Auslösung einer Bestellung
4.5 Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment in Europa
5 Ziele und Faktoren für die Realisierung von CPFR
5.1 Effizienzvorteile von CPFR
5.1.1 Erhöhte Genauigkeit von Verkaufsprognosen
5.1.2 Bestandsreduzierung
5.1.3 Umsatzsteigerung
5.1.4 Kostensenkung
5.1.5 Weitere Potenziale von CPFR
5.2 Das Umfeld für eine erfolgreiche Implementierung von CPFR
5.2.1 Vertrauen
5.2.2 Technologie
5.3 Erfolgsfaktoren für CPFR
5.4 Hindernisse für CPFR
5.4.1 Hindernisse auf der Handelsseite
5.4.2 Hindernisse auf der Herstellerseite
6 Umsetzung von ECR / CPFR
6.1 CPFR Implementierungsleitfaden
6.1.1 Das CPFR-Basismodell
6.1.2 Das CPFR-Partialmodell
6.1.3 Das CPFR-Komplettmodell
6.2 CPFR-Praxisbeispiel
6.3 Aktueller Stand von ECR / CPFR
7 Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht das Efficient Consumer Response (ECR) Konzept als Grundlage für die Weiterentwicklung zu Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment (CPFR). Ziel ist es, die theoretischen Hintergründe beider Konzepte zu erläutern, deren Effizienzvorteile und Hindernisse aufzuzeigen sowie den aktuellen Umsetzungsstatus in der Konsumgüterbranche anhand von Praxisbeispielen darzustellen.
2.4.2 Identifikationssysteme
Die Grundlage für alle zwischenbetrieblichen Waren- und Datenflüsse sind eindeutige und offene Identifikationssysteme. Sie sollen die Kommunikation zwischen den Unternehmen erleichtern und die Rationalisierung von internen und externen Abläufen ermöglichen.
Im Wesentlichen werden die Internationale Lokationsnummer (ILN), die Europäische Artikelnummer (EAN) und die Nummern der Versandeinheit (NVE) zur Kennzeichnung genutzt. Diese drei Identifikationssysteme werden in diesem Abschnitt kurz erklärt.
Internationale Lokationsnummer
Die ILN ist die Grundvoraussetzung für den rationellen, zwischenbetrieblichen Informationsaustausch. Für jeden ILN-Code ist in einer zentralen Datenbank ein kompletter Stammdatensatz hinterlegt. Der ILN-Code kann überall dort zum Einsatz kommen wo mittels Stammdaten Waren papiergebundene Informationen oder elektronische Daten an spezifische Orte geliefert werden müssen. Dies ersetzt die bilaterale Pflege und Kontrolle von Kunden- und Lieferantendaten.
Die Vorteile von ILN sind:
die Vereinfachung von DV-Prozessen,
höhere Effizienz beim Versand und Sortierung von Gütern,
Beseitigung inkompatibler Schnittstellen,
schnellere und genauere Prozessverarbeitung,
Vereinfachung der Stammdatenpflege.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Marktsituation der Konsumgüterbranche und definiert die Zielsetzung der Arbeit, das ECR- und CPFR-Konzept zu analysieren.
2 Das Efficient Consumer Response Konzept: Dieses Kapitel behandelt die Entstehung, die Gestaltungsansätze sowie die vier Basisstrategien des ECR und stellt die für die Umsetzung notwendigen Enabling Technologies vor.
3 Efficient Replenishment: Hier werden die logistischen Strategien des Efficient Replenishment, einschließlich Bestandsmanagement und Transportmethoden, detailliert erläutert.
4 Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment: Das Kapitel definiert CPFR, erläutert dessen Prozessmodell basierend auf dem VICS-Standard und analysiert die Bedeutung der Kooperation als Kernstück.
5 Ziele und Faktoren für die Realisierung von CPFR: Es werden die Effizienzvorteile, notwendige Rahmenbedingungen wie Vertrauen sowie Erfolgsfaktoren und Hindernisse bei der Implementierung von CPFR dargestellt.
6 Umsetzung von ECR / CPFR: Dieses Kapitel präsentiert Implementierungsleitfäden, ein konkretes Praxisbeispiel für CPFR und beleuchtet den aktuellen Umsetzungsstand in der deutschen Wirtschaft.
7 Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und Handlungsempfehlungen zur weiteren Optimierung der Kooperation in der Supply Chain.
Efficient Consumer Response, ECR, Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment, CPFR, Supply Chain Management, Logistik, Kategorie Management, Bestandsmanagement, EDI, Identifikationssysteme, RFID, Kooperation, Wertschöpfungskette, Konsumgüterwirtschaft
Die Arbeit analysiert das ECR-Konzept und seine Weiterentwicklung zu CPFR als Strategien zur Effizienzsteigerung in der Konsumgüterwirtschaft.
Die zentralen Themen sind die kooperative Planung zwischen Handel und Hersteller, der Einsatz moderner Informationstechnologien sowie die logistische Optimierung der Wertschöpfungskette.
Das Ziel ist es, die theoretischen Konzepte von ECR und CPFR zu erläutern und deren Zusammenhänge, Potenziale sowie Hürden bei der praktischen Anwendung aufzuzeigen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, dem Studium von Marktstudien sowie der Auswertung konkreter Praxisbeispiele, wie dem CPFR-Projekt zwischen Delhaize und Masterfoods.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der ECR-Grundlagen, die spezifischen logistischen Strategien (Efficient Replenishment) sowie das neunstufige Prozessmodell von CPFR und dessen Implementierungsmodelle.
ECR, CPFR, Supply Chain Management, Kooperation, Warenversorgung, Bestandsmanagement und Prozessmodellierung.
IT ist als „Enabler“ unverzichtbar, insbesondere durch EDI, Identifikationssysteme wie EAN und NVE sowie RFID, um Daten zwischen Partnern in Echtzeit auszutauschen.
Da Kooperation den Austausch sensibler Unternehmensdaten erfordert, bildet Vertrauen die Basis, um die Hemmschwelle zur gemeinsamen Datenverwaltung und strategischen Planung zu überwinden.
Beim Push-Prinzip wird Ware ungeachtet der Nachfrage durch die Pipeline gedrückt, während das Pull-Prinzip die Produktion direkt durch die tatsächlichen Abverkäufe am Point of Sale steuert.
Trotz theoretisch klarer Vorteile und Potenziale bestehen in der Praxis erhebliche Probleme bei der Umsetzung, die vor allem auf fehlendes Vertrauen, kulturelle Widerstände und hohe Investitionskosten zurückzuführen sind.
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