Examensarbeit, 2009
83 Seiten, Note: 2,0
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1 Einleitung
2 Das Drama
2.1 Historischer und didaktischer Hintergrund
2.2 Formen und Wirkungsweise des Dramas
2.3 Romane
2.3.1 Der dramatische Roman
2.3.2 Episierung des Dramas
2.4 Struktur und Handlungsgliederung dramatischer Texte
2.4.1 Plurimedialität
2.4.2 Textschichten
2.4.3 Dramaturgie und Spannung
2.5 Dramendidaktik
3 Der Autor Alessandro Baricco
3.1 Kurzbiografie und Person
3.2 Veröffentlichungen
3.2.1 Land aus Glas
3.2.2 Novecento. Die Legende vom Ozeanpianisten
3.2.3 Seide
4 Das Buch „Novecento. Die Legende vom Ozeanpianisten.“
4.1 Gattungsbestimmung
4.2 Aufbau und Inhaltsangabe
4.3 Charakterisierung der Figuren
4.4 Symboldeutung
4.5 Bezug zur Postmoderne
5 Dramatische Romane im Unterricht der Sekundarstufe I
5.1 Literaturdidaktik
5.1.1 Einbindung von Novecento in den Literaturunterricht
5.1.2 Spannungsfeld Textzugang
5.1.3 Handlungs- und produktionsorientierter Unterricht
5.2 Kriterien für die Buchauswahl
5.2.1 Leseförderung
6 Unterrichtsideen
6.1 Unterrichtsidee 1: Szenisches Spielen
6.2 Unterrichtsidee 2: Novecento im Literatur- und Filmvergleich
6.3 Unterrichtsidee 3: Umfassende Unterrichtseinheit zu Novecento
7 Fazit
Die Arbeit untersucht das didaktische Potenzial des Romans "Novecento. Die Legende vom Ozeanpianisten" von Alessandro Baricco für den Deutschunterricht der Sekundarstufe I, wobei sie insbesondere die Verbindung zwischen dramatischen und narrativen Elementen als Ansatzpunkt für einen handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterricht analysiert.
4.3 Charakterisierung der Figuren
Die Figuren und Charaktere des Romans können in die beiden Bereiche Haupt- und Nebenfiguren geteilt werden. Während der Protagonist Novecento als Hauptfigur alleine steht, gibt es mehrere Nebenfiguren, auf die aufgrund der großen Anzahl nur teilweise eingegangen wird. Hauptsächlich sollen diejenigen genannt werden, die mittels ihrer jeweiligen Art eine wichtige Rolle in Novecentos Leben spielen oder anderweitig Einfluss darauf nehmen.
Der Protagonist Danny Boodmann T.D. Lemon Novecento: Wie es schon der Titel des Romans andeutet, geht es hauptsächlich um die Hauptfigur Novecento und um deren Leben als überragender Pianist. Von unbekannten Emigranten als Säugling auf einem Schiff ausgesetzt, ist Novecento bis zu seinem Tod mit Selbstfindung und Identitätssuche beschäftigt, was er durch das Aufbauen einer eigenen Vorstellungen konstruierten Ersatzwelt zu schaffen hofft. Das ist das Musterbeispiel eines postmodernen Menschen. Die eine Seite seiner Persönlichkeit zeigt einen demütigen, in gewisser Weise weltoffenen, mit dem Leben zufriedenen Menschen, dem nichts zu fehlen scheint, der jede Situation und Schwierigkeit problemlos meistert. Die andere Seite zeigt ihn als suchenden Reisenden, der trotz vieler Möglichkeiten nie an sein Ziel zu gelangen scheint, da er von der Pluralität, von der die Welt bestimmt ist, abgeschreckt wird. Seine Identität scheint sich erst nach und nach aus verschiedensten identitären und kulturellen Einzelteilen zu einer Art „hybride[n] Identität“ zusammenzusetzen.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Literaturunterrichts ein und begründet die Wahl des Romans Novecento als Gegenstand der didaktischen Untersuchung.
2 Das Drama: Dieses Kapitel liefert eine literaturwissenschaftliche Analyse des Dramas als Gattung sowie die theoretischen Grundlagen zur Struktur und Dramaturgie dramatischer Texte.
3 Der Autor Alessandro Baricco: Dieses Kapitel stellt den italienischen Schriftsteller und Philosophen Alessandro Baricco sowie einige seiner Werke vor, um einen Kontext für das Hauptwerk der Arbeit zu schaffen.
4 Das Buch „Novecento. Die Legende vom Ozeanpianisten.“: Dieses Kapitel fokussiert auf die Analyse von Bariccos Roman, beleuchtet Gattungsfragen, Struktur, Figuren und die Symbolik des Werkes.
5 Dramatische Romane im Unterricht der Sekundarstufe I: Dieses Kapitel diskutiert didaktische Ansätze zur Einbindung von dramatischen Romanen in den Deutschunterricht und stellt Kriterien zur Buchauswahl auf.
6 Unterrichtsideen: Dieses Kapitel konkretisiert die theoretischen Überlegungen durch drei praktische Vorschläge für den Unterricht, die von szenischem Spiel bis hin zum Medienvergleich reichen.
7 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse der Arbeit zusammen und bestätigt das didaktische Potenzial des Romans für den Literaturunterricht.
Novecento, Alessandro Baricco, Dramendidaktik, Literaturunterricht, Sekundarstufe I, handlungs- und produktionsorientierter Unterricht, Identität, Postmoderne, dramatischer Roman, Szenisches Spiel, Medienvergleich, Literaturdidaktik, Textzugang, Interpretation, Symbolik.
Die Arbeit befasst sich mit der didaktischen Analyse und dem Einsatz des Romans "Novecento" von Alessandro Baricco im Deutschunterricht der Sekundarstufe I.
Zentrale Themen sind die Gattung des dramatischen Romans, die didaktische Aufarbeitung von Literatur sowie Ansätze zur Identitätssuche und Identitätskonstruktion in der Postmoderne.
Das Ziel ist es, das didaktische Potenzial des Werks "Novecento" für einen motivierenden und handlungsorientierten Literaturunterricht aufzuzeigen.
Es wird eine Kombination aus literaturwissenschaftlicher Analyse des Textes und fachdidaktischer Reflexion auf Basis aktueller literaturpädagogischer Ansätze angewandt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Drama und Roman, eine detaillierte Werkinterpretation und die Entwicklung praxisnaher Unterrichtsmodelle.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Novecento, Dramendidaktik, handlungsorientierter Unterricht, Identität und Literaturvergleich charakterisiert.
Szenisches Spiel ermöglicht den Lernenden, das komplexe, oft indirekte Erzählte im Roman "Novecento" durch Imagination und eigene Interpretation aktiv und räumlich erfahrbar zu machen.
Der Roman weist zwar dramatische Strukturen auf, unterliegt aber nicht der klassischen Akteinteilung und verbindet narrative Elemente mit dramatischen Darstellungsmitteln.
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