Masterarbeit, 2008
76 Seiten
1. Einleitung
2. Teenagerschwangerschaften in Deutschland
2.1 Durchschnittsalter der „Erstgebärenden“ und das Problem der Teenagerschwangerschaften
2.2 Wieso gibt es schwangere Teenager und sehr junge Mütter in Deutschland?
2.3 Sind Teenagerschwangerschaften ein deutsches Problem?
3. Wieso gelingt es oftmals nicht der Rolle der jungen Mutter gerecht zu werden?
3.1 Die Situation in der Schule/ Ausbildung
3.2 Die Freunde und Peergroups
3.3 Das soziale Umfeld/ Die soziale Situation
3.4 Die Partnerbeziehung (I)
3.5 Die psychische Verfassung
3.6 Die finanzielle Situation
4. Wieso gelingt es dennoch vielen jungen Müttern glücklich und eigenständig mit ihrem Kind zu leben?
4.1 Die Netzwerkbeziehung zu den eigenen Eltern
4.2 Die Partnerbeziehung (II)
4.3 Die emotionalen Gründe
4.4 Die gesellschaftlichen Gründe
4.5 Religiöse Gründe
4.6 Staatliche Hilfen
5. Empirische Untersuchung: Wie gelang es jungen Müttern ihr Leben zu meistern?
5.1 Auswertung der Interviews mit Frauen, die unter 18 Jahren schwanger geworden sind
5.2 Eigene Erfahrung zu diesem Themengebiet
6. Fazit
Die Masterarbeit untersucht die Lebensrealität von jungen Müttern, die bereits im Teenageralter schwanger wurden, und analysiert, unter welchen Voraussetzungen ihnen ein glückliches und eigenständiges Leben mit Kind gelingt.
3. Wieso gelingt es oftmals nicht der Rolle der jungen Mutter gerecht zu werden?
Teenager haben vieles im Sinn: Freunde treffen, Partys besuchen, die Schule beenden oder den Hobbys nachgehen. Mutter zu sein gehört meistens nicht dazu. Das ist meiner Ansicht nach der entscheidende Punkt, warum es vielen Teenagern nicht gelingen kann der Rolle der Mutter gerecht zu werden. Die Rolle der Mutter lässt sich sehr schwer mit dem Leben eines Teenagers verbinden. Partys sind nicht möglich, wenn man zu Hause ein Kind hat, was Nacht alle paar Stunden schreit, weil es Hunger hat. Wenn man seine Freunde treffen möchte, muss man das Kind mitnehmen, was vielleicht am Anfang noch ganz schön ist, irgendwann aber wird es die anderen Freunde sicherlich eher nerven, wenn immer ein schreiendes kleines Wesen mit dabei ist.
Wie soll eine junge Frau zur Schule gehen, wenn sie ein Kind hat? Sie kann es ja schlecht mitnehmen. Also muss die Schule oftmals warten, bis das Kind in einem Alter ist, wo man es in den Kindergarten oder in einen Hort geben kann. Geht aber ein Teenager nicht zur Schule, kann er auch keine sozialen Kontakte knüpfen. Die Freunde sieht dieser Teenager nur noch selten und statt Dinge zu tun, die einem wirklich Spaß machen würden, bleibt man mit dem Kind zu Hause und kümmert sich um das kleine Wesen. Als Teenagermutter ist man also zwangsläufig von den anderen gleichaltrigen Teenagern ohne Kinder isoliert.
Nicht selten kommt es dann sogar dazu, dass sich junge Mütter ihrer Kinder „entledigen“ um womöglich wieder ein „normales“ Leben führen zu können. Dazu hier einige Beispielsätze aus deutschen Tageszeitungen:
1. Einleitung: Einführung in die Problematik von Teenagerschwangerschaften und die damit verbundenen Herausforderungen für junge Frauen in Deutschland.
2. Teenagerschwangerschaften in Deutschland: Statistische Einordnung der Geburtenzahlen bei Teenagern und Analyse der Ursachen wie Bildungsniveau und Aufklärung.
3. Wieso gelingt es oftmals nicht der Rolle der jungen Mutter gerecht zu werden?: Darstellung der sozialen Isolation, schulischer Schwierigkeiten und psychischer Überforderungen, die zum Scheitern führen können.
4. Wieso gelingt es dennoch vielen jungen Müttern glücklich und eigenständig mit ihrem Kind zu leben?: Untersuchung unterstützender Faktoren wie familiäre Hilfe, Partnerbeziehungen und staatliche Unterstützungsangebote.
5. Empirische Untersuchung: Wie gelang es jungen Müttern ihr Leben zu meistern?: Präsentation und Auswertung von Leitfaden-Fragebögen vier junger Mütter sowie Reflexion der eigenen Erfahrung der Autorin.
6. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Erkenntnisse und Appell für einen respektvollen Umgang sowie die Stärkung der Ressourcen junger Mütter.
Teenagerschwangerschaft, junge Mütter, soziale Isolation, Bildungsniveau, familiäre Unterstützung, staatliche Hilfen, Lebensbewältigung, Mutterrolle, Jugendentwicklung, Empowerment, Empirische Untersuchung, Identitätsfindung, Vereinbarkeit von Schule und Kind, Erziehung, Teenagerväter.
Die Arbeit befasst sich mit der Lebenssituation junger Frauen, die ungeplant im Teenageralter Mutter geworden sind, und beleuchtet sowohl die Risiken des Scheiterns als auch die Bedingungen für ein gelingendes Leben.
Zentral sind die sozialen, finanziellen und psychischen Herausforderungen sowie die Bedeutung von Bildungsabschlüssen und sozialen Netzwerken für die betroffenen jungen Frauen.
Die Autorin untersucht, warum es einigen jungen Müttern gelingt, ihr Leben mit Kind glücklich und eigenständig zu meistern, während andere an der Situation zerbrechen.
Die Arbeit kombiniert eine Literaturrecherche zu den soziologischen Hintergründen mit einer empirischen qualitativen Untersuchung mittels standardisierter Fragebögen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Ursachenanalyse für das Scheitern der jungen Mütter und eine Untersuchung der Faktoren, die ein Gelingen ermöglichen, wie z.B. Unterstützung durch Eltern und Partner.
Wichtige Begriffe sind Teenagerschwangerschaft, soziale Benachteiligung, Identitätsbildung, familiäre Netzwerke und die Vereinbarkeit von Ausbildung und Elternschaft.
Die Autorin hebt hervor, dass die Unterstützung durch die eigenen Eltern oder Großeltern als eine der wichtigsten Hilfen gilt, da sie flexiblere Betreuungszeiten ermöglicht als staatliche Institutionen.
Eine stabile Partnerschaft kann der jungen Mutter eine enorme Stütze bieten, während das Fehlen einer solchen Bindung häufig in die soziale Isolation und finanzielle Armut führt.
Staatliche Hilfen wie Elterngeld und Familienhilfe werden als notwendig, aber oft als nicht ausreichend effizient im Vergleich zu privatem familiärem Rückhalt angesehen.
Die Auswertung der Interviews zeigt, dass ein stabiles soziales Umfeld sowie ein hoher eigener Motivationsgrad entscheidende Faktoren für die erfolgreiche Lebensführung trotz früher Mutterschaft sind.
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