Bachelorarbeit, 2006
44 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Begriffsdefinitionen
2.1 Kommunikation
2.2 Interaktion
2.3 Quatäre Interaktion
2.4 virtuell
3. Kommunikation und Interaktion
3.1 Zwischenräume
3.2 Das Konzept Interaktion
3.3 Interaktion
3.4 Kopplung vs. Interaktion
3.5 Hybride Kopplung
3.6 Interfaces und versteckte Interaktion
3.7 Intelligente hybride Systeme
3.8 Sich anpassende Maschinen
4. Theorie der virtuellen Gesellschaft
4.1 Technologie
4.2 Ökonomie
4.3 Sozialstruktur
4.4 Politik und Öffentlichkeit
4.5 Recht und Justiz
4.6 Ökologie
4.7 Kultur
4.8 Geschlechterverhältnis
4.9 Individuen
5. Resümee
Diese Bachelor’s Thesis untersucht die These von Achim Bühl, dass die "Virtualisierung des Seins" den zentralen Transformationspunkt der modernen Gesellschaft im 21. Jahrhundert darstellt. Die Arbeit analysiert verschiedene gesellschaftliche Teilbereiche, um zu prüfen, inwieweit die Virtualisierungsprozesse tatsächlich als fundamentale Ursache für den sozialen Wandel betrachtet werden können.
4.2 Ökonomie
Die virtuelle Gesellschaft zeichne sich durch einen eigenständigen, virtuellen Produktionstypus aus. „Im Kontext kapitalistischer Produktionsverhältnisse ist dieser zugleich Kernstück eines virtuellen Kapitalismus.“ (Bühl 2000, S. 206). Die Virtualisierung gehe zugleich einher mit einer neuen Stufe der Monopolisierung. Der virtuelle Produktionstypus löse die klassischen Branchenstrukturen der Industriegesellschaft auf. Neuformierung der Unternehmen sowie globale branchenübergreifende Substitutionsvorgänge sind die Folge. Diese Monopolisierungsprozesse forcieren Zentralisierungstendenzen und verschärft regionale und globale Ungleichgewichte. Eine Welt des perfekten Wettbewerbs, der dank der neuen Technologien theoretisch möglich wäre, und des universellen reibungslosen Marktes und reibungslosen Kapitalismus bleibe eine futuristische Vision von sog. Bitgiganten, die kritiklos den Profit erhoffen. Die Monopolisierung findet in den Bereichen der Medienunternehmen sowie der Telekommunikation und im Kabelgeschäft statt. Im Kampf um die neuen Märkte wird viel Kapital benötigt, über welches nur die aller größten Konzerne ausreichend verfügen. Weiterhin wird es, wie bereits schon zu Beginn des neuen Jahrtausends, Fusionen und Bündnisse geben. Dies führt dann logischerweise zu einer Monopolisierung der neuen Märkte. (Vgl. Bühl 2000, 147-155)
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die zunehmende Digitalisierung der Lebenswelt ein und stellt die Forschungsfrage zur These von Achim Bühl bezüglich der Virtualisierung des Seins.
2. Begriffsdefinitionen: In diesem Kapitel werden grundlegende Termini wie Kommunikation, Interaktion, quatäre Interaktion und der Begriff "virtuell" definiert und theoretisch eingeordnet.
3. Kommunikation und Interaktion: Hier werden die theoretischen Hintergründe von Kommunikation und Interaktion sowie die Rolle von Zwischenräumen und hybriden Kopplungen detailliert beleuchtet.
4. Theorie der virtuellen Gesellschaft: Dieses Hauptkapitel analysiert die Auswirkungen der Virtualisierung auf Kernbereiche wie Technologie, Wirtschaft, Politik, Recht, Ökologie, Kultur, Geschlechterrollen und das Individuum.
5. Resümee: Das Resümee bewertet die Thesen von Achim Bühl kritisch und fasst die Ergebnisse der Untersuchung zur Transformation der Gesellschaft zusammen.
Virtuelle Gesellschaft, Virtualisierung des Seins, Kommunikation, Interaktion, Quatäre Interaktion, Cyberspace, Informationsgesellschaft, Digitalisierung, Transformation, Sozialer Wandel, Mensch-Maschine-Interaktion, Medienkompetenz, Nationalstaat, Automatisierung, Netzkultur.
Die Arbeit untersucht, ob die These des Autors Achim Bühl, dass die Virtualisierung des Seins den Kern des gesellschaftlichen Wandels im 21. Jahrhundert bildet, wissenschaftlich haltbar ist.
Die Arbeit betrachtet Auswirkungen auf Technologie, Wirtschaft (virtuelle Ökonomie), Sozialstruktur, Politik (Ende des Nationalstaates), Recht, Ökologie, Kultur und individuelle Lebenswelten.
Die zentrale Frage ist, inwieweit die Virtualisierung tatsächlich die maßgebliche Triebkraft für aktuelle gesellschaftliche Transformationsprozesse darstellt und in welchen Bereichen dieser Einfluss direkt oder indirekt spürbar ist.
Die Autor setzt auf eine theoretische Auseinandersetzung mit der Fachliteratur, insbesondere dem Werk von Achim Bühl, ergänzt durch kommunikationstheoretische Konzepte von Manfred Faßler.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Begriffsbestimmung, eine theoretische Herleitung über Kommunikation und Interaktion sowie eine systematische Untersuchung gesellschaftlicher Teilbereiche unter dem Aspekt der Virtualisierung.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Virtualisierung des Seins, quatäre Interaktion, digitale Transformation, virtuelle Ökonomie und Netzwerkgesellschaft charakterisieren.
Die Arbeit verdeutlicht, dass traditionelle industrielle Arbeitsstrukturen durch flexible, projektbasierte "Cyber-Unternehmen" ersetzt werden, was neue Anforderungen an Medienkompetenz stellt und bestehende Arbeitsverhältnisse unter Druck setzt.
Der Autor argumentiert, dass die Virtualisierung zwar patriarchale Muster aufbrechen könnte, jedoch die Gefahr besteht, dass durch Rationalisierung und technologische Segregation bestehende Hierarchien eher reproduziert oder sogar verschärft werden.
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