Diplomarbeit, 2010
100 Seiten
1. Einleitung
2. Energetische Rohstoffe
2.1. Einführung in die Entstehung und Arten von Erdöl
2.1.1. Märkte und Anlagemöglichkeiten für Erdöl
2.1.2. Der physische Markt
2.1.3. Der derivative Markt
2.2. Einführung in die Entstehung und Arten von Erdgas
2.2.1. Märkte und Anlagemöglichkeiten für Erdgas
2.2.2. Der physische Markt
2.2.3. Der derivative Markt
2.3. Einführung in die Entstehung und Arten von Kohle
2.3.1. Märkte und Anlagemöglichkeiten
2.3.2. Der physische Markt
2.3.3. Der derivative Markt
2.4. Einführung in die Entstehung und Arten von Uran
2.4.1. Märkte und Anlagemöglichkeiten
2.4.2. Der physische Handel
2.4.3. Der derivative Markt
3. Marktteilnehmer
3.1. Arbitrageure
3.2. Hedger
3.3. Spekulanten
3.4. Institutionelle Marktteilnehmer
3.4.1. Kartelle
3.4.2. Investmentbanken
3.5. Staaten
3.5.1. Versorgungsrisiko Erdöl/Erdgas
3.5.2. Versorgungsrisiko Kohle
3.5.3. Versorgungsrisiko Uran
3.5.4. China
3.5.5. Afrika
4. Untersuchungen zum Verhalten der Energierohstoffe
4.1. Preisentwicklungen allgemein
4.1.1. Ölpreisnotierungen
4.1.2. Gaspreisnotierungen
4.1.3. Kohlepreisnotierungen
4.1.4. Uranpreisnotierungen
4.2. Krisen
4.3. Sektorspezifische Preisspitzen
4.3.1. Kohle-Spitze
4.3.2. Gas-Spitze
4.3.3. Uran-Spitze
4.3.4. Öl-Spitze
4.4. Allgemeine Korrelationen der Energierohstoffe
4.4.1. Korrelationen zwischen Aktien und Energierohstoffen
4.4.2. Auffällige Vormonatsrenditen
4.4.3. Konjunkturdaten
4.5. Spezifische Korrelationen der Energierohstoffe
4.5.1. Spezifische Korrelationen Erdöl
4.5.2. Spezifische Korrelationen Erdgas
4.5.3. Spezifische Korrelationen Kohle
4.5.4. Spezifische Korrelationen Uran
5. Ausblick und Fazit
Die Arbeit untersucht energetische Rohstoffe als Anlageklasse, indem sie fossile (Erdöl, Erdgas, Kohle) und nukleare (Uran) Energieträger verknüpft, um Interdependenzen aufzudecken und Risikoprofile zu schärfen. Die zentrale Forschungsfrage adressiert dabei, wie sich Preisentwicklungen determinieren und inwieweit Marktteilnehmer, insbesondere Spekulanten und institutionelle Investoren, Einfluss auf diese Preise ausüben.
3.3. Spekulanten
Im Gegensatz zu Hedgern sind Spekulanten vornehmlich weniger daran interessiert, sich mit einem fixierten Preis gegen zukünftige Preisschwankungen abzusichern, als vielmehr an einem generellen Anstieg des Preises am Markt.
Die Meinung über Spekulanten in der öffentlichen Wahrnehmung ist zwiegespalten. Auf der einen Seite versorgen sie den Markt mit zusätzlicher Liquidität. Durch diese zusätzliche Liquidität erleichtern Spekulanten den Hedgern ihre Intentionen zur Absicherung, indem sie deren Risiken übernehmen, weil sie sich davon Profite versprechen. Diese Art der Spekulation wird in der Literatur als „gute Spekulation“ spezifiziert. Sie ermöglicht den Marktkräften eine effizientere Einschätzung der Preise, die zukünftig am Markt erwartet werden.
Auf der anderen Seite stehen jene Spekulanten, die durch Ausnutzung ihrer Marktmacht in einen sich bewegenden Markt eintreten und die Preise in für sie profitable Bereiche manipulieren, um an der Preisdifferenz zu verdienen. Der CFTC nach sind solche Spekulanten definiert als „non-commercials“, also Marktteilnehmer, „die die Commodities weder produzieren noch benutzen, aber eigenes Kapital zum Handel derselben einsetzen, um Profite zu generieren.“
1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die steigende Bedeutung energetischer Rohstoffe als Anlageklasse im Kontext der Preisrallye 2008 und skizziert die wissenschaftliche Zielsetzung der Arbeit.
2. Energetische Rohstoffe: Dieses Kapitel führt in die Entstehung, Märkte und Anlagemöglichkeiten von Erdöl, Erdgas, Kohle und Uran ein, um eine Grundlage für die weitere Analyse zu schaffen.
3. Marktteilnehmer: Hier werden die Akteure auf den Rohstoffmärkten – Arbitrageure, Hedger, Spekulanten, Kartelle, Banken und Staaten – auf ihre Einflussmöglichkeiten hin untersucht.
4. Untersuchungen zum Verhalten der Energierohstoffe: Der Hauptteil analysiert Preisentwicklungen, das Verhalten in Krisenzeiten, Preisspitzen sowie Korrelationen mit Aktien und makroökonomischen Faktoren.
5. Ausblick und Fazit: Das Fazit führt die Ergebnisse zusammen und bewertet die zukünftige Rolle der Energierohstoffe sowie die Auswirkungen der zunehmenden Finanzialisierung auf die Marktstabilität.
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Die Arbeit befasst sich mit der Analyse energetischer Rohstoffe (Erdöl, Erdgas, Kohle, Uran) als Anlageklasse und untersucht deren Preisbildungsmechanismen sowie das Verhalten der verschiedenen Marktteilnehmer.
Die zentralen Felder umfassen die Struktur der physischen und derivativen Märkte, die Rolle von Akteuren wie Spekulanten und Investmentbanken, sowie die empirische Analyse von Preisentwicklungen und Korrelationen.
Ziel ist es, Interdependenzen zwischen den Rohstoffmärkten aufzuzeigen, die Risikoprofile der Anlagen zu schärfen und zu verstehen, wie Marktteilnehmer Einfluss auf die Preisbildung nehmen.
Die Untersuchung basiert auf einer fundierten Literaturanalyse kombiniert mit einer empirischen Auswertung von Preisdaten, Renditen und Korrelationen im Zeitraum von 1991 bis 2010 unter Verwendung von XLSTAT.
Der Hauptteil ist in die Vorstellung der Energieträger, die Klassifizierung der Marktteilnehmer und eine umfangreiche quantitative Analyse des Marktverhaltens unter verschiedenen wirtschaftlichen Bedingungen gegliedert.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie "Finanzialisierung", "Rohstoffpreise", "Spekulation", "Volatilität" und "Interdependenzen" geprägt.
Der Autor zeigt auf, dass Spekulanten einen gewichtigen Einfluss auf die Preisbildung haben können, wobei eine "Spekulationsprämie" bis zu einem Drittel des Preises ausmachen könnte, auch wenn dieser Einfluss kontrovers diskutiert wird.
China wird als rasant wachsender Nachfrager analysiert, der seine Strategie durch Beteiligungen in Afrika diversifiziert und zunehmend auch als einflussreicher Akteur auf den Weltmärkten auftritt.
Aufgrund seines stark regulierten Marktes und fehlender liquider Handelsplätze zeigt Uran oft ein von anderen Energieträgern abweichendes Verhalten, was es für langfristige Planungen und Korrelationsanalysen zu einem Sonderfall macht.
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