Bachelorarbeit, 2013
61 Seiten, Note: 1,3
Die Arbeit untersucht, wie die Zweigeschlechterordnung trans und nicht-binäre Personen gesellschaftlich ausschließt und diskriminiert. Theoretische Grundlage bilden die Konzepte von Judith Butler, die auf die Regelungen zur Vornamens- und Personenstandsänderung nach dem Transsexuellengesetz (TSG) angewendet werden. Das TSG galt in Deutschland von 1981 bis 2024. Dennoch werden seine Regelungen – insbesondere die Gutachtenpflicht – weiterhin von Gegner/innen des Selbstbestimmungsgesetzes (SBGG) eingefordert, das das TSG im Jahr 2024 abgelöst hat. Die gesellschaftlichen Narrative, die dem TSG zugrunde lagen, prägen bis heute die Kritik am SBGG und beeinflussen weiterhin die dominanten Perspektiven auf trans und nicht-binäre Personen.
Die Analyse zeigt zudem, dass diese gesellschaftlichen Narrative nicht-binäre Personen besonders stark negativ betreffen und zwar deutlich stärker als binäre trans* Personen, die ebenfalls erheblicher Diskriminierung ausgesetzt sind.
Die in der Arbeit verwendeten Begriffe sind aus heutiger Sicht teilweise veraltet. Der Begriff „nicht-binär“ war im Jahr 2013 kaum gebräuchlich. Entsprechend wären heute andere Bezeichnungen angebracht. Diese Entwicklung ist jedoch aus dem Textzusammenhang nachvollziehbar.
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