Bachelorarbeit, 2010
129 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemdarstellung
1.2 Ziel der Arbeit
2 Methodisches Vorgehen bei der Literaturrecherche und Analyse der identifizierten Studien
2.1 Ein- und Ausschlusskriterien der Sekundär- und Primärliteratur
2.2 Literaturrecherche
2.3 Literaturselektion, Datenextraktion und Bewertung
2.4 Ergebnisse der Literaturrecherche
3 Medizinischer Hintergrund zur Alzheimer-Erkrankung
3.1 Epidemiologie
3.2 Pathogenese
3.3 Diagnostik
3.4 Verlauf und Prognose
3.5 Medikamentöse Therapien bei Alzheimer-Demenz
3.6 Physische und Psychische Belastungen durch Alzheimer-Demenz
4 Gesundheitsökonomischer Hintergrund
4.1 Kosten der Alzheimer-Demenz
4.2 Das Konzept der qualitätsadjustierten Lebensjahre
4.2.1 Gesundheitsbezogene Lebensqualität
4.2.2 Direkte Messung von Nutzwerten
4.2.3 Indirekte Messung von Nutzwerten
4.3 Die Kosten-Nutzwert-Analyse
4.3.1 Perspektive
4.3.2 Erfassung von Kosten
4.3.3 Diskontierung
4.3.4 Zeithorizont
4.3.5 Modellierung
4.3.6 Sensitivitätsanalysen
4.4 Entscheidungsfindung durch Kosten-Nutzwert-Analysen
4.4.1 Das Schwellenwert-Konzept
4.4.2 Inkrementalbetrachtung
4.4.3 QALY-League-Tables
4.5 Administrative Entscheidungen durch Kosten-Nutzen-Bewertungen des NICE in England und Wales
4.6 Administrative Entscheidungen durch Kosten-Nutzen-Bewertungen in Deutschland
5 Ergebnisse zu Kosten-Nutzwert-Analysen bei Alzheimer-Demenz mit Donepezil-Therapie
5.1 Southampton Health Technology Assessment Center (2005)
5.1.1 Charakterisierung der Kosten-Nutzwert-Analyse
5.1.2 Ergebnispräsentation
5.1.3 Limitationen der Kosten-Nutzwert-Analyse
5.2 NICE (2009)
5.2.1 Charakterisierung der Kosten-Nutzwert-Analyse
5.2.2 Ergebnispräsentation
5.2.3 Limitationen der Kosten-Nutzwert-Analyse
5.3 Neumann et al. (1999a)
5.3.1 Charakterisierung der Kosten-Nutzwert-Analyse
5.3.2 Ergebnispräsentation
5.3.3 Limitationen der Kosten-Nutzwert-Analyse
5.4 Fuh, Wang (2008)
5.4.1 Charakterisierung der Kosten-Nutzwert-Analyse
5.4.2 Ergebnispräsentation
5.4.3 Limitationen der Kosten-Nutzwert-Analyse
5.5 Ikeda et al. (2002)
5.5.1 Charakterisierung der Kosten-Nutzwert-Analyse
5.5.2 Ergebnispräsentation
5.5.3 Limitationen der Kosten-Nutzwert-Analyse
5.6 Teipel et al. (2007)
5.6.1 Charakterisierung der Kosten-Nutzwert-Analyse
5.6.2 Ergebnispräsentation
5.6.3 Limitationen der Kosten-Nutzwert-Analyse
5.7 López-Bastida et al. (2009)
5.7.1 Charakterisierung der Kosten-Nutzwert-Analyse
5.7.2 Ergebnispräsentation
5.7.3 Limitationen der Kosten-Nutzwert-Analyse
5.8 Caro et al (2003)
5.8.1 Charakterisierung der Kosten-Nutzwert-Analyse
5.8.2 Ergebnispräsentation
5.8.3 Limitationen der Kosten-Nutzwert-Analyse
6 Diskussion
6.1 Methodische Aspekte der Kosten-Nutzwert-Analysen bei Alzheimer-Demenz
6.1.1 Modellierung der Alzheimer-Demenz
6.1.2 Berechnung der Übergangswahrscheinlichkeiten und Risiken
6.1.3 Zeithorizont und Perspektive
6.2 Ethische und methodische Limitationen des QALY-Konzeptes
6.2.1 Implizite Annahmen des QALY-Konzeptes
6.2.2 Erhebung gesundheitsbezogener Lebensqualität bei Alzheimer-Demenz
6.2.3 Implikationen für administrative Entscheidungen
6.3 Kritische Würdigung des methodischen Vorgehens
7 Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch die Anwendung des QALY-Konzepts (qualitätsadjustierte Lebensjahre) im Kontext der Donepezil-Therapie bei Alzheimer-Demenz. Das primäre Ziel ist es, die Eignung des Konzepts für eine gerechte Ressourcenallokation zu prüfen, spezifische ethische sowie methodische Limitationen aufzudecken und allgemeine Empfehlungen für administrative Entscheidungsprozesse im Gesundheitswesen abzuleiten.
1 Einleitung
„The difference in my life was outstanding. I was given my life back, albeit changed. From sitting zombie-like all day, I started to be glad to wake up. […] Such joy, such simple things, all courtesy of [one little Aricept tablet a day].“ (Alzheimer´s Society 2005) Dieses Zitat eines Demenzpatienten verdeutlicht die hohen Belastungen, die mit der Alzheimer-Erkrankung einhergehen. Diese Belastungen können psychisch, physisch, sozial sowie finanzieller Natur sein und treten bei den Betroffenen und deren Familienangehörigen auf.
Für ca. 500.000 bis 700.000 der 1.000.000 Millionen Demenzpatienten/-innen1 in Deutschland ist die Alzheimer-Erkrankung die Ursache für das Syndrom Demenz. Prognosen gehen davon aus, dass sich diese Zahlen bis in das Jahr 2050 verdoppeln werden (Jessen et al. 2009: 19). Die Alzheimer-Erkrankung ist bislang nicht heilbar. Für die Betroffenen und deren Angehörige bestand im Jahre 1996 erstmals Hoffnung auf eine Linderung der mit der Krankheit verbundenen Belastungen. In diesem Jahr wurde in Deutschland der Acetylcholinesterasehemmer Donepezil für die Therapie der leichtgradigen und moderaten Alzheimer-Demenz zugelassen (IQWiG 2007: 6). Da kein hochwirksames Verfahren existiert, stellen diese Medikamente für viele Alzheimer-Demenzpatienten im leichtgradigen und moderatem Stadium der Erkrankung bis heute die einzige therapeutische Möglichkeit dar. Durch die signifikante Wirksamkeit der Medikamente kommt es zur Verbesserung im Bereich der Kognition, der Aktivitäten des täglichen Lebens (ATLs) sowie des klinischen Gesamteindrucks (siehe dazu Abschnitt 3.5). Eine Übertragbarkeit dieser Maße auf die patientenrelevanten Ergebnisse wie gesundheitsbezogenen Lebensqualität ist bislang kaum möglich. Zudem führen die AChE-Hemmer nur zu moderaten Verbesserungen, die sich beispielsweise im Vergleich zur Blutdrucksenkung, nur schwer Messen lassen. Diesen moderaten Effekten stehen aber hohe Kosten für das Medikament gegenüber.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Alzheimer-Demenz und die Therapie mit Donepezil ein, stellt die Forschungsfrage und umreißt das Ziel der kritischen Diskussion des QALY-Konzepts.
2 Methodisches Vorgehen bei der Literaturrecherche und Analyse der identifizierten Studien: Dieser Abschnitt beschreibt die standardisierte systematische Literaturrecherche in Datenbanken sowie das Vorgehen zur Datenextraktion und qualitativen Bewertung der Studien.
3 Medizinischer Hintergrund zur Alzheimer-Erkrankung: Es wird ein Überblick über Epidemiologie, Pathogenese, Diagnostik, Verlauf sowie medikamentöse Therapieoptionen und Belastungen bei Alzheimer-Demenz gegeben.
4 Gesundheitsökonomischer Hintergrund: Dieser Teil führt in die Kosten der Alzheimer-Demenz, das QALY-Konzept, Kosten-Nutzwert-Analysen sowie die Entscheidungspraxis des NICE und des IQWiG ein.
5 Ergebnisse zu Kosten-Nutzwert-Analysen bei Alzheimer-Demenz mit Donepezil-Therapie: Hier werden neun identifizierte Studien detailliert hinsichtlich Charakteristika, Ergebnissen und Limitationen präsentiert.
6 Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch reflektiert, insbesondere hinsichtlich der methodischen Limitationen in der Modellierung und den ethischen Problemen bei der Erhebung gesundheitsbezogener Lebensqualität.
7 Zusammenfassung und Ausblick: Diese Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und formuliert den zukünftigen Forschungsbedarf für eine gerechtere Ressourcenallokation.
Alzheimer-Demenz, Donepezil, QALY, qualitätsadjustierte Lebensjahre, Kosten-Nutzwert-Analyse, Gesundheitsökonomie, Ressourcenallokation, NICE, IQWiG, gesundheitsbezogene Lebensqualität, Markov-Modell, Nutzwert, Kosten-Nutzen-Bewertung, Arzneimittel, Versorgung
Die Bachelorarbeit setzt sich kritisch mit der Verwendung von qualitätsadjustierten Lebensjahren (QALYs) bei der Bewertung der Donepezil-Therapie für Alzheimer-Demenz-Patienten auseinander.
Die zentralen Felder sind die gesundheitsökonomische Evaluation, die methodischen Probleme der Kosten-Nutzwert-Analyse, ethische Fragen der Ressourcenallokation sowie die spezifischen Besonderheiten der Alzheimer-Demenz.
Das Ziel ist zu untersuchen, ob das QALY-Konzept für eine gerechte Ressourcenallokation bei Alzheimer-Demenz geeignet ist und welche methodischen sowie ethischen Probleme bei der Anwendung entstehen.
Die Arbeit basiert auf einer systematischen und standardisierten Literaturrecherche in medizinischen und gesundheitsökonomischen Datenbanken sowie einer anschließenden Analyse und Bewertung der identifizierten Studien.
Im Hauptteil werden der medizinische und gesundheitsökonomische Hintergrund erläutert, Kosten-Nutzwert-Analysen internationaler Studien dargestellt und die methodische sowie ethische Eignung des QALY-Konzepts im Alzheimer-Kontext diskutiert.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Alzheimer-Demenz, QALY, Kosten-Nutzwert-Analyse, Ressourcenallokation, Donepezil und gesundheitsbezogene Lebensqualität.
Aufgrund degenerativer Prozesse im Gehirn, die Kognition, Sprache und Erinnerung betreffen, können viele Betroffene ihre Lebensqualität nicht mehr selbst reflektieren oder adäquat äußern.
Fremdbewertungen durch Angehörige oder Pflegekräfte bilden nicht die subjektive Empfindung des Patienten ab und sind zudem von der Beziehung sowie der subjektiven Belastung des Proxys abhängig.
Kritiker führen an, dass QALYs zu einer systematischen Benachteiligung chronisch Kranker und älterer Menschen führen können, da diese aufgrund geringerer Restlebenserwartung oder eingeschränkter Heilungschancen weniger QALYs durch Therapien gewinnen können.
Es dient dazu, soziale und moralische Aspekte sowie die Perspektive der Bevölkerung in den Entscheidungsprozess einzubeziehen, um die demokratische Legitimation der Rationierungsentscheidungen zu erhöhen.
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