Diplomarbeit, 2007
111 Seiten, Note: 2
Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft
I VORBEMERKUNGEN UND EINBETTUNG DES THEMAS
I.1 Historischer Kontext
I.2 Literaturgeschichtlicher Kontext
I.3 Der Textcorpus und seine AutorInnen
I.3.1 Die Texte
I.3.2 Die AutorInnen
I.3.2.1 Pius Ngandu Nkashama
I.3.2.2 Maguy Rashidi-Kabamba
I.3.2.3 Jean Claude Kangomba Lulamba
I.3.2.4 Pie Tshibanda Wamuela Bujitu
I.3.2.5 Charles Djungu-Simba
I.4 Fragestellung, Gliederung und Methode
II ASPEKTE DER MIGRATIONSERFAHRUNG
II.1 Ich über mich – Selbstwahrnehmung
II.1.1 Materielle und administrative Schwierigkeiten
II.1.2 Fremdheitserfahrungen und Identitätskrisen
II.1.3 Integration und Ghetto
II.1.4 Sehnsucht nach der Heimat und der Mythos der Rückkehr
II.1.5 Selbstkritik und Selbstreflexion
II.2 Ich über sie - Fremdwahrnehmung
II.2.1 Paradies Europa - Mythologisierung und Entmythologisierung
II.2.2 Europa: Kälte, Technik, Ordnung, Individuum
II.2.3 Darstellung der Europäer
II.3 Sie über mich: Selbstwahrnehmung durch Fremdwahrnehmung
II.3.1 Rassismus bei Fanon und Memmi
II.3.2 Wahrnehmung durch „die Anderen“
II.3.3 Umgang mit Zuschreibungen und Vorurteilen
III CONCLUSIO
Die vorliegende Arbeit untersucht den literarischen Kulturkontakt zwischen der Demokratischen Republik Kongo und Europa anhand ausgewählter französischsprachiger Texte der letzten zwanzig Jahre. Ziel ist es, die spezifischen Erfahrungen kongolesischer MigrationsautorInnen zu analysieren, wobei insbesondere die Konstruktion von Identität und die Auseinandersetzung mit europäischen Lebensrealitäten im Zentrum der Forschungsfrage stehen.
II.3.1 Rassismus bei Fanon und Memmi
Eines der Hauptprobleme in diesem Zusammenhang ist der Rassismus. Fanon und Memmi analysieren zwar den Rassismus im Kontext der Kolonialzeit. Aber meines Erachtens kann man ihre Konzeptionen ohne weiteres auf heutige europäische Gesellschaften übertragen. Der Inhalt ist derselbe, auch wenn sich Form und Intensität geändert haben. Rassismus ist noch immer ein sehr aktuelles und gewichtiges Thema in europäischen Staaten. Dies demonstrieren zahlreiche Berichte beispielsweise der EU Agency for Fundamental Rights (FRA). In Belgien zeigte im Frühling 2007 eine Massenhochzeit von mehr als 650 belgischen Paaren vor einem Standesbeamten mit dunkler Hautfarbe die Aktualität von Rassismus-Fragen auf.
Die EU-Justizminister haben zudem 2007 eine Einigung über einen Anti-Rassismus Rahmenbeschluss erzielt, der Mindeststandards im Kampf gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit vorsieht. Eine Maßnahme, die in einer Gesellschaft ohne Diskriminierung unnötig wäre.
I VORBEMERKUNGEN UND EINBETTUNG DES THEMAS: Dieses Kapitel verortet das Thema historisch und literaturgeschichtlich und führt in die theoretische Methodik der Textanalyse ein.
II ASPEKTE DER MIGRATIONSERFAHRUNG: Der Hauptteil analysiert strukturiert die drei Aspekte der Selbst-, Fremd- und interkulturellen Wahrnehmung anhand der gewählten Texte.
III CONCLUSIO: Das Fazit führt die Ergebnisse der Analysen zusammen und hebt die Bedeutung der untersuchten Literatur für das interkulturelle Verständnis hervor.
Demokratische Republik Kongo, Migration, Exilliteratur, Identitätskrise, Rassismus, Fremdwahrnehmung, Kolonialgeschichte, Integration, Ghetto, Selbstwahrnehmung, Europa-Mythos, Postcolonial Studies, Diskriminierung, Migrationserfahrungen, Identitätsfindung.
Die Arbeit untersucht den literarischen Kulturkontakt zwischen der DR Kongo und Europa durch die Analyse von Exil-Texten, die in den letzten zwanzig Jahren entstanden sind.
Die zentralen Felder sind die Selbstwahrnehmung der Immigranten, ihre Sicht auf Europa (Fremdwahrnehmung) und wie sie durch die Augen der europäischen Gesellschaft gesehen werden.
Ziel ist es, ein vielfältiges Bild der Migrationserfahrungen zu zeichnen und zu zeigen, wie kongolesische Autoren ihre Identität im Spannungsfeld zwischen Heimat und Exil verhandeln.
Die Arbeit nutzt eine komparatistische und literaturwissenschaftliche Analyse, gestützt auf postkoloniale Theorien, insbesondere die Ansätze von Frantz Fanon und Albert Memmi.
Der Hauptteil gliedert sich in drei Analysekapitel, die sich mit der Selbstwahrnehmung, der Fremdwahrnehmung durch die Migranten und schließlich der Selbstwahrnehmung durch die Fremdwahrnehmung beschäftigen.
Wichtige Begriffe sind Migration, DR Kongo, Identitätskrise, Rassismus, Kolonialgeschichte, Exilliteratur und Integration.
Die Kolonialgeschichte dient als historischer Hintergrund für aktuelle Konflikte und Vorurteile; viele Autoren hinterfragen die Schuldfrage und deren Auswirkungen auf das gegenwärtige Leben in Europa.
Die Texte beschreiben häufig einen in Afrika konstruierten "Paradies-Mythos" von Europa, der bei der Ankunft der Immigranten durch die harte Realität von Diskriminierung, Armut und bürokratischen Hürden zerstört wird.
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