Diplomarbeit, 2010
59 Seiten, Note: 2,35
Geowissenschaften / Geographie - Phys. Geogr., Geomorphologie, Umweltforschung
1. Einleitung
2. Geographie und Geologie des Karwendelgebirges
2.1 Abgrenzung des Karwendelgebirges
2.2 Klima
2.3 Geologie
2.3.1 Mittlere Trias
2.3.2 Obere Trias
2.3.3 Jura (Lias, Dogger, Malm)
2.3.4 Kreide
2.4 Geographische Lage des Halslkopfmoores
3. Material und Methoden
3.1 Feldmethoden
3.2 Labormethoden
3.2.1 Probenentnahme
3.2.2 Chemische Aufbereitung
3.2.2.1 Salzsäurebehandlung (HCl)
3.2.2.2 Kalilaugebehandlung (KOH)
3.2.2.3 Waschen der Proben
3.2.2.4 Flusssäurebehandlung
3.2.2.5 Acetolyse nach ERDTMAN
3.2.2.6 Ultraschallbehandlung
3.2.2.7 Konservieren der Proben
3.2.3 Pollenanalyse
3.2.3.1 Bestimmungsmerkmale von Pollenkörnern
3.2.3.2 Lichtmikroskopische Auszählung
3.2.4 Holzkohleanalyse
4. Ergebnisse
4.1 Sedimentbeschreibung
4.2 Besiedelungsgeschichte
4.3 Beschreibung der lokalen Pollenzonen
4.4 Vegetationsentwicklung und Landnutzung im Halslkopfmoor
5. Diskussion
Die Arbeit untersucht die holozäne Vegetations- und Waldbrandgeschichte im Halslkopfmoor (Karwendelgebirge) mittels pollenanalytischer Methoden, um die Auswirkungen von Feuerereignissen auf die lokale Flora sowie den menschlichen Einfluss auf die Waldnutzung zu rekonstruieren und in den Kontext des Nordtiroler Alpenraums zu stellen.
3.2.2.1. Salzsäurebehandlung
In der Literatur wird oft eine Behandlung mit warmer Salzsäure empfohlen um jeglichen Anteil an Calciumkarbonat aus der Probe zu lösen. In diesem Fall wurde darauf verzichtet und lediglich jedem Probendöschen eine kleine Menge HCl zugegeben und die Reaktion beobachtet. Bei Kontakt von Salzsäure mit Kalk wird nach der folgenden Formel
CaCO3 + 2HCl → CaCl2 + H2O + CO2 ↑
Kohlendioxid frei und führt bei ausreichendem Kalkgehalt zu einem deutlichen Sprudeln und Zischen des Materials. Dies ist in der Bodenkunde und Geologie eine gängige Methode um im Feld schnell bestimmen zu können ob ein carbonatisches oder silikatisches Material vorliegt. Im Falle eines Torfkörpers ist generell kaum Kalk zu erwarten da Torf durch organische Substrate aufgebaut wurde. Wenn Kalk eingetragen wurde, z.B. durch Flächenspülungen vom angrenzenden Gestein, ist sein Gehalt in der Regel so niedrig dass er keine störende Wirkung hat. Die einfache Behandlung mit etwas Salzsäure sollte zur Lösung von Restgehalten deshalb ausreichen. Um die gesamte Probe in Kontakt mit HCl zu bringen kann nach der Zugabe mit einem Glasstab umgerührt werden. Natürlich ist darauf zu achten dass für jede Probe ein eigener Stab verwendet wird. Ist die Behandlung mit Salzsäure abgeschlossen überführt man die Proben in beschriftete Erlenmayrkolben und kommt zum nächsten Schritt.
1. Einleitung: Beschreibt die Zielsetzung des von der DFG geförderten Projekts zur Untersuchung der Brand- und Vegetationsgeschichte des Halslkopfmoores im Karwendelgebirge.
2. Geographie und Geologie des Karwendelgebirges: Liefert einen geographischen Überblick und eine detaillierte stratigraphische Analyse der verschiedenen geologischen Einheiten des Untersuchungsgebiets.
3. Material und Methoden: Detaillierte Darlegung der angewandten Feldmethoden (Bohrungen) und der komplexen chemischen Laboraufbereitung für die anschließende Pollen- und Holzkohleanalyse.
4. Ergebnisse: Darstellung der Sedimentbeschaffenheit, der Besiedelungsgeschichte sowie eine ausführliche Beschreibung der identifizierten Pollenzonen und deren Vegetationsdynamik.
5. Diskussion: Interpretation der Ergebnisse im Vergleich mit anderen palynologischen Profilen aus Nordtirol und zeitliche Einordnung der Vegetationsphasen und Landnutzung.
Pollenanalyse, Holozän, Karwendelgebirge, Halslkopfmoor, Waldbrandgeschichte, Holzkohle, Vegetationsgeschichte, anthropogener Einfluss, Palynologie, Sedimentbeschreibung, Landnutzung, Siedlungsgeschichte, Nordtirol, Stratigraphie, Vegetationssukzession.
Es geht um die Rekonstruktion der Vegetations- und Waldbrandgeschichte im Halslkopfmoor durch pollenanalytische Untersuchungen sowie die Einordnung menschlicher Einflüsse.
Die zentralen Themen sind Palynologie, die Auswirkung von Feuerereignissen auf die Vegetation, Waldnutzungsgeschichte und die stratigraphische Analyse von Moorablagerungen.
Ziel ist es, die holozäne Entwicklung des Karwendelgebirges genauer zu verstehen und das bisher nicht untersuchte Halslkopfmoor in das Netzwerk bestehender palynologischer Arbeiten in Nordtirol einzugliedern.
Die Arbeit nutzt die Pollenanalyse, Holzkohleanalyse sowie physikalische Bohrmethoden, ergänzt durch einen Vergleich mit radiokarbondatierten Referenzprofilen.
Der Hauptteil umfasst die geologische Beschreibung, die detaillierte Darstellung der Laboraufbereitung, die Ergebnisse der Pollenzonen und die daraus abgeleitete Vegetations- und Landnutzungsgeschichte.
Pollenanalyse, Holozän, Karwendelgebirge, Waldbrandgeschichte, Holzkohle, Palynologie und Landnutzung.
Es dient als neuer, bisher nicht untersuchter Datenpunkt im Nordtiroler Alpenraum, um die Besiedelungsgeschichte und ökologische Entwicklung besser rekonstruieren zu können.
Die Holzkohleanalyse dient zur Rekonstruktion der lokalen Brandgeschichte und hilft zu unterscheiden, ob Brände in unmittelbarer Nähe zum Moor stattfanden oder durch Wind transportiert wurden.
Sie ermöglicht eine zeitliche und ökologische Differenzierung der Vegetationsentwicklung über das gesamte Holozän hinweg und lässt Rückschlüsse auf klimatische Veränderungen oder menschliche Eingriffe zu.
Der menschliche Einfluss wurde durch das Auftreten von Siedlungs- und Kulturzeigern wie Cerealia (Getreidepollen) und eine Veränderung in der Zusammensetzung der Baumpollen nachgewiesen.
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