Diplomarbeit, 2010
62 Seiten
1 Einleitung
2 Begriffsdefinitionen
2.1 Personalberatung
2.1.1 Branchenüberblick
2.1.2 Tätigkeitsfelder der Personalberatung
2.2 Erfolgsfaktoren
3. Die Prinzipal-Agent-Theorie
3.1 Die Auswahl der Theorie
3.2 Annahmen der Theorie
3.3 Agenturprobleme in Agenturverhältnissen
3.3.1 Hidden Characteristics
3.3.2 Hidden Action und Hidden Information
3.3.3 Hidden Intention
4. Kritische Erfolgsfaktoren
4.1 Erfolgsfaktoren der Personalberatung abgeleitet von den Erfolgsfaktoren der Unternehmensberatung
4.1.1 Akquisitionsphase
4.1.2 Vorbereitungsphase
4.1.3 Marktforschungsphase
4.1.4 Interviewphase
4.1.5 Kandidatenpräsentation
4.1.6 Projektabschluss/Nachbetreuung
4.2 Zusammenfassende Betrachtung der Erfolgsfaktoren
5. Kritische Betrachtung der Erfolgsfaktoren aus Sicht der Prinzipal-Agent Theorie
5.1 Informationsasymmetrien während des Beratungsprozesses
5.1.1 Unbekannte Eigenschaften der Akteure vor der Vertragsunterzeichnung
5.1.2 Geringe Nachvollziehbarkeit der Tätigkeiten und Wissensvorsprung während des Beratungsprozesses
5.1.3 Verborgene Absichten der Akteure in der Auftragsanbahnungs- und Auftragsdurchführungsphase
5.2 Bewertung der Analyseergebnisse
6. Agenturtheoretische Ansätze zur Reduzierung opportunistischen Verhaltens im Bereich der Personalberatung
6.1 Abbau der Agenturprobleme
6.1.1 Abbau der Agenturprobleme in der Projektanbahnungsphase
6.1.2 Abbau der Agenturprobleme während des Beratungsprozesses
6.2 Vertrauensverhältnisses zwischen Kunde – Berater – Kandidat
7. Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die kritischen Erfolgsfaktoren bei der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Personalberatungen zu identifizieren und diese anschließend mittels der Prinzipal-Agent-Theorie kritisch zu analysieren, um den Einfluss von Informationsasymmetrien auf den Beratungserfolg zu untersuchen.
4.1.1 Akquisitionsphase
Das Ziel der Akquisitionsphase im Beratungsprozess der Personalberatung ist, neue Kunden zum Erwerb einer Beratungsdienstleistung zu gewinnen. Um neue Aufträge zu generieren gibt es zwei unterschiedliche Wege: die aktive und die passive Akquisition. Zu den aktiven Maßnahmen gehören z.B. die telefonische Ansprache von potentiellen Kunden oder die Schaltung von Anzeigen in relevanten Zeitungen und Zeitschriften. Passive Akquisitionsformen sind dagegen z.B. die Mund-zu-Mund-Propaganda von zufriedenen Kunden oder die Beziehungspflege in Fachverbänden.
Durch diese aktiven und passiven Akquisitions- oder auch Vertriebsaktivitäten wird seitens der Personalberatung der Bedarf an externer Unterstützung bei der Besetzung einer Position bei potentiellen Auftraggebern ermittelt. Es kann generell davon ausgegangen werden, dass zunächst ein Kennenlerngespräch zwischen Personalberater und Auftraggeber vereinbart wird. In der Regel stellen sich in einem solchen Erstgespräch beide Unternehmen durch eine kurze Präsentation vor und das beauftragende Unternehmen versucht sich einen Eindruck über die vorhandenen Kompetenzen des Beraters zu verschaffen. Das Erkennen von Fach- und Sachwissen ist für den Kunden nicht nur aus dem Grund wichtig, dass er einen möglichst kompetenten Berater mit der Suche nach einer Fach-und Führungskraft beauftragen will, sondern auch, weil der Berater während der Zeit des Projektes ein Repräsentant des Auftrag gebenden Unternehmens ist.
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Personalberatung sowie Definition der Forschungsfrage und der methodischen Vorgehensweise.
2 Begriffsdefinitionen: Erläuterung der Kernbegriffe Personalberatung und Erfolgsfaktoren als Grundlage für die Untersuchung.
3. Die Prinzipal-Agent-Theorie: Vorstellung der Theorie und ihrer zentralen Annahmen zur Analyse von Informationsasymmetrien in Agenturverhältnissen.
4. Kritische Erfolgsfaktoren: Ableitung und Definition der für die verschiedenen Phasen einer Personalberatung kritischen Erfolgsfaktoren.
5. Kritische Betrachtung der Erfolgsfaktoren aus Sicht der Prinzipal-Agent Theorie: Analyse der identifizierten Erfolgsfaktoren unter Berücksichtigung von Informationsasymmetrien und opportunistischem Verhalten.
6. Agenturtheoretische Ansätze zur Reduzierung opportunistischen Verhaltens im Bereich der Personalberatung: Aufzeigen von Strategien und Maßnahmen zur Minderung von Informationsunterschieden und zur Vertrauensbildung.
7. Fazit: Zusammenfassende Darstellung der Ergebnisse und Beantwortung der Ausgangsfrage.
Personalberatung, Executive Search, Prinzipal-Agent-Theorie, Erfolgsfaktoren, Informationsasymmetrie, Adverse Selection, Moral Hazard, Hidden Intention, Beratungsprozess, Kundenbeziehung, Akquisition, Marktforschung, Vertrauen, Reputation, Projektmanagement
Die Diplomarbeit befasst sich mit der kritischen Analyse der Erfolgsfaktoren von Personalberatungen im Kontext des Executive Search und nutzt dazu die Prinzipal-Agent-Theorie.
Die Arbeit behandelt die Struktur von Beratungsprojekten, die Identifikation von Erfolgsfaktoren in verschiedenen Projektphasen sowie die Auswirkungen von Informationsasymmetrien auf das Verhalten der beteiligten Akteure.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Informationsunterschiede zwischen Auftraggeber, Berater und Kandidat den Erfolg der Personalberatung beeinflussen und welche Risiken sich daraus für den Beratungsprozess ergeben.
Die Arbeit nutzt einen transfertheoretischen Ansatz, bei dem Erkenntnisse aus der Unternehmensberatung (Hillemanns-Modell) auf die Personalberatung übertragen und durch die Prinzipal-Agent-Theorie institutionenökonomisch analysiert werden.
Der Hauptteil analysiert die sechs Phasen der Personalberatung – von der Akquisition bis zur Nachbetreuung – und prüft diese jeweils auf das Vorliegen von Problemen wie Adverse Selection, Moral Hazard und Hold-up.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Personalberatung, Executive Search, Prinzipal-Agent-Theorie, Informationsasymmetrie, Vertrauen und Erfolgsfaktoren.
Hierbei handelt es sich um eine vertragliche Vereinbarung, die es der Personalberatung untersagt, für einen bestimmten Zeitraum Kandidaten bei einem Kundenunternehmen abzuwerben, um dessen Interessen zu schützen.
Da Personalberatung als "Professional Service" auf Vertrauen basiert, ist die kontinuierliche Zwei-Wege-Kommunikation essenziell, um Informationsasymmetrien abzubauen und sicherzustellen, dass das Anforderungsprofil korrekt umgesetzt wird.
Die Reputation dient als marktregulierendes Element. Da opportunistisches Verhalten langfristig den Ruf schädigen kann, wirkt die Angst vor negativem Mund-zu-Mund-Feedback disziplinierend auf die Berater.
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