Diplomarbeit, 2010
125 Seiten, Note: 1,7
1 Einführung
2 Definition und Begriffsklärung
2.1 Behinderung
2.1.1 Verschiedene Behinderungsformen
2.2 Integration
2.3 Integrationssport
3 Die motorische Entwicklung
3.1 Die motorische Entwicklung im Kindes- und Jugendalter ohne Beeinträchtigung
3.2 Die motorische Entwicklung unter dem Einfluss körperlicher oder geistiger Funktionseinschränkungen an ausgewählten Beispielen
3.2.1 Sehbehinderung / Blindheit
3.2.2 Down Syndrom
3.2.3 Infantile Cerebralparese
3.2.4 Herzfehler
4 Pädagogik und Didaktik der gemeinsamen Erziehung
4.1 Theoretische Grundlagen der integrativen Pädagogik
4.2 Theoretische Grundlagen der integrativen Didaktik
5 Möglichkeiten und Grenzen der Integration
5.1 Studien über die Auswirkungen von Integration
6 Historische Entwicklung des Integrationssports
6.1 Notwendigkeit von integrativen Sportangeboten
7 Vorstellung und Vergleich integrativer Projekte
8 Planung und Umsetzung integrativer Sportgruppen
8.1 Vorraussetzungen für integrative Sportgruppen
8.1.1 Örtliche und architektonische Rahmenbedingungen
8.1.2 Personelle Vorraussetzungen
8.1.3 Rahmenbedingungen für die Gruppen- und Trainingsgestaltung
8.1.4 Trainingsinhalte und pädagogische sowie didaktische Rahmenbedingungen
8.2 Durchführung integrativer Sportgruppen
8.2.1 Strategien für die erfolgreiche Durchführung
8.3 Vorschläge für Spiele in der heterogenen Gruppe
9 Resümee und Ausblick
Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und praktischen Strategien für das gemeinsame Sporttreiben von Menschen mit und ohne Behinderung, mit dem Ziel, Konzepte für eine gelungene Integration im Freizeitsport zu entwickeln und bestehende Barrieren zu analysieren.
3.2.1 Sehbehinderung / Blindheit
Aufgrund der fehlenden visuellen Reize aus der Umgebung entwickeln blinde Kinder von sich aus keine zielgerichteten Bewegungen, wie Kopfheben oder Krabbeln. Dafür zeigen sich typische motorische Besonderheiten, sogenannte Blindismen, in Form von rhythmischen Bewegungsstereotypen oder Augenbohren. Die Ursachen des Augenbohrens sind unklar. Die stereotypen (Schaukel-) Bewegungen des Körpers werden als Stimulation interpretiert, die sich Sehgeschädigte mit Hilfe des eigenen Körpers verschaffen. Man vermutet, dass dadurch der Bewegungsdrang befriedigt wird und Reize zur Entwicklung des Körperbewusststeins gesetzt werden (vgl. CRATTY, 1971). Die erzwungene Passivität von blinden oder sehgeschädigten Kindern bewirkt eine Retardation in der psychomotorischen Entwicklung und macht sich vor allem in der Phase des Laufenlernens und der Kontaktaufnahme zu Mitmenschen drastisch bemerkbar. Durch eine spezielle Frühförderung, die vor allem mit taktilen und akustischen Reizen arbeitet, kann die Entwicklung der motorischen Fähigkeiten auf dem gleichen Niveau wie bei Sehenden ablaufen (vgl. WURZEL, 1991).
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit von Integration in der Gesellschaft und Sport, wobei auf die Defizite in der theoretischen Aufarbeitung des Freizeitsports hingewiesen wird.
2 Definition und Begriffsklärung: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe Behinderung, Integration und Integrationssport und ordnet sie wissenschaftlich ein.
3 Die motorische Entwicklung: Hier wird die motorische Entwicklung bei Kindern mit und ohne Behinderung analysiert sowie der Einfluss von Funktionseinschränkungen auf das Bewegungsverhalten dargelegt.
4 Pädagogik und Didaktik der gemeinsamen Erziehung: Das Kapitel behandelt theoretische Grundlagen und Konzepte, die eine integrative pädagogische Praxis im Sport ermöglichen sollen.
5 Möglichkeiten und Grenzen der Integration: Hier werden die Chancen für alle Beteiligten sowie Hürden im Integrationsprozess diskutiert und Studien zu Auswirkungen von Integration betrachtet.
6 Historische Entwicklung des Integrationssports: Dieser Abschnitt beschreibt den Wandel vom Behindertensport zum heutigen Verständnis von Integration und die historische Entwicklung der entsprechenden Sportstrukturen.
7 Vorstellung und Vergleich integrativer Projekte: Verschiedene existierende Ansätze des Integrationssports werden vorgestellt und hinsichtlich ihrer Konzepte und Umsetzung verglichen.
8 Planung und Umsetzung integrativer Sportgruppen: Dieses Kapitel bietet einen Leitfaden für die praktische Umsetzung integrativer Gruppen, von den Rahmenbedingungen bis zu konkreten Spielvorschlägen.
9 Resümee und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, Integration durch gelebtes Miteinander in der Praxis zu verwirklichen.
Integrationssport, Behinderung, motorische Entwicklung, Inklusion, Sportpädagogik, Didaktik, Freizeitsport, soziale Integration, personale Integration, Barrierefreiheit, Sportgruppen, körperliche Behinderung, geistige Behinderung, Bewegungsförderung, Anpassung.
Die Arbeit befasst sich mit den theoretischen Hintergründen und praktischen Strategien zur Integration von Menschen mit Behinderung in den organisierten Freizeitsport.
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Behinderung, die motorische Entwicklung unter verschiedenen Beeinträchtigungen, pädagogische Konzepte für den Sport sowie praktische Rahmenbedingungen für integrative Gruppen.
Das Ziel ist die theoretische Aufbereitung des Themas Integrationssport und die Ableitung von Strategien für die erfolgreiche Durchführung heterogener Sportgruppen, um das Miteinander im Sport zu fördern.
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturrecherche, die Analyse bestehender Konzepte und Modelle sowie die Darstellung praktischer Rahmenbedingungen und Strategien für Übungsleiter.
Der Hauptteil behandelt neben theoretischen Grundlagen der Pädagogik und Didaktik auch spezifische Beispiele wie die motorische Entwicklung bei verschiedenen Behinderungsformen sowie die praktische Planung und Umsetzung integrativer Angebote.
Wichtige Schlagworte sind Integrationssport, Inklusion, motorische Entwicklung, Sportpädagogik, Barrierefreiheit und soziale Integration.
Je nach Art der Behinderung können motorische Entwicklungen verlangsamt oder verändert verlaufen, wobei auch Umweltfaktoren wie mangelnde Sportangebote oder Überbehütung durch Eltern eine wesentliche Rolle spielen.
Sie gilt als wichtigster Baustein, um Teilnehmern mit ihren individuellen Fähigkeiten gerecht zu werden, indem vielseitige Handlungsspielräume und angepasste Übungen angeboten werden.
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