Diplomarbeit, 2010
73 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Einführung
1.2 Problemstellung und Vorgehensweise
2 Entscheidungstheorie
2.1 Grundlagen der Entscheidungstheorie
2.2 Entscheidungsmodelle
3 Der Analytische Hierarchieprozess
3.1 Mehrfache Zielsetzung
3.2 Grundlagen des AHP
3.3 Durchführung des AHP
3.3.1 Problemdefinition und Hierarchiebildung
3.3.2 Gewichtung der Merkmale und Alternativen
3.3.3 Konsistenzprüfung der Paarvergleiche
3.3.4 Gewichtung bei mehreren Ebenen
3.3.5 Synthese
3.3.6 Konsistenzprüfung des Ergebnisses
3.3.7 Interpretation und Sensitivitätsanalyse
3.4 Zusammenfassung
4 Standortauswahl mit Hilfe des AHP
4.1 Vorstellung des Fallbeispiels
4.2 Durchführung des AHP
4.2.1 Problemdefinition und Hierarchiebildung
4.2.2 Gewichtung der Merkmale und Alternativen
4.2.3 Konsistenzprüfung und Berechnung der globalen Gewichte
4.2.4 Synthese und Konsistenzprüfung des Ergebnisses
4.2.5 Interpretation und Sensitivitätsanalyse
4.3 Zusammenfassung
5 Kritische Betrachtung des AHP
5.1 Definition der Hierarchie
5.2 Fundamentalskala und Paarvergleich
5.3 Rangumkehrung (rank reversal)
5.4 Der Analytische Netzwerkprozess
5.5 Zusammenfassung
6 Zusammenfassung und Ausblick
6.1 Ergebnisdarstellung
6.2 Ausblick
Die Arbeit untersucht die theoretische Fundierung und praktische Anwendbarkeit des Analytischen Hierarchieprozesses (AHP) zur Lösung komplexer Entscheidungsprobleme bei mehrfacher Zielsetzung. Zentral ist dabei die Beantwortung der Frage, inwieweit das Modell Entscheider bei der Integration objektiver und subjektiver Informationen unterstützen kann.
3.3.1 Problemdefinition und Hierarchiebildung
Bereits in Abschnitt 2.2 wurde darauf hingewiesen, dass die Problem- und Zieldefinition (Phase 1) eine größere Herausforderung darstellt, als sie durch die vereinfachte hierarchische Darstellung später vermuten lässt. Saaty sieht das größte Problem bei der Hierarchiebildung darin, dass ein tiefes Verständnis der Kriterien von der höchsten Ebene des Oberziels über die verschiedenen Ebenen der Subziele bis hin zu den Alternativen am unteren Ende der Hierarchie vorhanden sein muss. Da es keine generelle Vorgehensweise zur Bestimmung der Hierarchie gibt, wird deren Aufstellung wesentlich durch die eigene Erfahrung und die Erfahrung anderer beeinflusst (vgl. Saaty 1990b, S. 14-15). Die grundlegende Hierarchiebildung (Phase 2) erfolgt wie in Abbildung 3.1 dargestellt und beginnt mit der eindeutigen Formulierung des Oberziels. Danach definiert man die Merkmale (Attribute, Kriterien oder Subziele), die zur Erreichung des Oberziels nötig sind. Die zur Erreichung des Oberziels zur Verfügung stehenden Alternativen sind im AHP als Merkmale auf der untersten Ebene angeordnet (vgl. Meixner und Haas 2002, S. 135). Merkmale können je nach Komplexität und Notwendigkeit noch in weitere Sub-Merkmale (Merkmalsebenen oder Level) aufgeteilt werden (vgl. Saaty 1990b, S. 42 f.).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Herausforderungen komplexer Entscheidungsfindungen ein und stellt den Analytischen Hierarchieprozess als unterstützendes Entscheidungsmodell vor.
2 Entscheidungstheorie: Das Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des individuellen Entscheidungsverhaltens und die Struktur präskriptiver Entscheidungsmodelle.
3 Der Analytische Hierarchieprozess: Hier werden das Verfahren des AHP, seine methodischen Schritte zur Hierarchiebildung und Gewichtung sowie die mathematischen Grundlagen detailliert beschrieben.
4 Standortauswahl mit Hilfe des AHP: Anhand eines Fallbeispiels wird die praktische Durchführung des AHP-Phasenmodells zur Standortentscheidung eines Unternehmens demonstriert.
5 Kritische Betrachtung des AHP: Dieses Kapitel setzt sich kritisch mit der Hierarchiedefinition, der Fundamentalskala und dem Rangumkehrungs-Problem auseinander und stellt den Analytischen Netzwerkprozess als Alternative vor.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer Bilanzierung der Ergebnisse zur Anwendbarkeit des AHP und reflektiert künftige Entwicklungen im Bereich der Entscheidungsunterstützung.
Analytischer Hierarchieprozess, AHP, Entscheidungstheorie, Standortauswahl, Mehrkriterielle Entscheidungsanalyse, Paarvergleich, Zielhierarchie, Konsistenzprüfung, Nutzwertanalyse, Sensitivitätsanalyse, Entscheidungsmodell, Management, Logistikstandort, Gewichtung, Qualitative Kriterien
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Entscheidungsunterstützung bei komplexen Problemen, bei denen mehrere Zielsetzungen gleichzeitig verfolgt werden müssen.
Die zentralen Felder sind die Entscheidungstheorie, die detaillierte Methodik des Analytischen Hierarchieprozesses (AHP) sowie deren praktische Anwendung in der Betriebswirtschaft.
Ziel ist es zu untersuchen, wie effektiv der AHP als theoretisch fundierte und praktisch anwendbare Methode zur Lösung komplexer Entscheidungsprobleme bei mehrfacher Zielsetzung eingesetzt werden kann.
Die Arbeit nutzt den Analytischen Hierarchieprozess (AHP), ergänzt durch Sensitivitätsanalysen und eine kritische Auseinandersetzung mit der mathematisch-theoretischen Literatur.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen der AHP in Phasen unterteilt und anhand eines konkreten Fallbeispiels zur Standortwahl eines mittelständischen Unternehmens angewandt.
Wichtige Begriffe sind AHP, Standortauswahl, mehrkriterielle Entscheidung, Paarvergleich, Sensitivitätsanalyse und Konsistenzprüfung.
Sie stellt sicher, dass die subjektiven Paarvergleiche der Entscheider logisch konsistent sind und verhindert, dass inkonsistente Daten zu unexakten Entscheidungsergebnissen führen.
Der AHP zeichnet sich besonders durch die strukturierte Zerlegung in Hierarchien und die systematische Einbindung qualitativer Faktoren mittels Paarvergleichen aus.
Die Arbeit diskutiert das Phänomen der Rangumkehr kritisch und stellt den "ideal mode" als alternative mathematische Berechnungsmethode vor, um dieses Problem zu adressieren.
Der AHP eignet sich hervorragend für Standortentscheidungen, da er sowohl quantitative Faktoren (wie Mietkosten) als auch qualitative Faktoren (wie Steuerungsmöglichkeiten) integrieren kann.
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