Bachelorarbeit, 2010
55 Seiten, Note: 1,0
1. EINLEITUNG
1.1 PROBLEMSTELLUNG
1.2 GANG DER UNTERSUCHUNG
2. DIE UMSATZSTEUERERMÄßIGUNG FÜR BEHERBERGUNGSLEISTUNGEN
2.1 DAS WACHSTUMSBESCHLEUNIGUNGSGESETZ
2.2 RECHTLICHE AUSGESTALTUNG DER ERMÄßIGUNG
2.3 KRITISCHE AUSEINANDERSETZUNG MIT DER REGELUNG
3. HOTELPREIS-UMFRAGE
3.1 ERHEBUNGSMETHODIK
3.2 ERGEBNISSE DER UMFRAGE
3.3 INTERPRETATION DER ERGEBNISSE
4. DER ERMÄßIGTE UMSATZSTEUERSATZ IM ALLGEMEINEN
4.1 ENTSTEHUNG UND ZIELSETZUNG
4.2 KRITIK UND LÖSUNGSANSÄTZE
4.3 EVALUIERUNG DER STEUERSENKUNG FÜR BEHERBERGUNGSLEISTUNGEN
5. THESENFÖRMIGE ZUSAMMENFASSUNG
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der durch das Wachstumsbeschleunigungsgesetz eingeführten Umsatzsteuerermäßigung auf Beherbergungsleistungen im Hotelgewerbe. Im Fokus steht dabei die zentrale Forschungsfrage, ob die steuerliche Entlastung tatsächlich an die Verbraucher in Form von Preissenkungen weitergegeben wurde oder ob die Betriebe die Mittel anderweitig investierten, sowie die kritische Evaluation dieses steuerrechtlichen Instruments.
2.2 RECHTLICHE AUSGESTALTUNG DER ERMÄßIGUNG
In Artikel 5 des Gesetzes zur Beschleunigung des Wirtschaftswachstums ist die Umsatzsteuerermäßigung für Beherbergungsleistungen geregelt. Danach wird § 12 Abs. 2 UStG um eine weitere Nummer (11) ergänzt.
Die Steuer ermäßigt sich gem. § 12 Abs. 2 S. 1 UStG auf 7 Prozent für folgende Umsätze:
„11. die Vermietung von Wohn- und Schlafräumen, die ein Unternehmer zur kurzfristigen Beherbergung von Fremden bereithält, sowie die kurzfristige Vermietung von Campingflächen. Satz 1 gilt nicht für Leistungen, die nicht unmittelbar der Vermietung dienen, auch wenn diese Leistungen mit dem Entgelt für die Vermietung abgegolten sind.“ 21
Der ermäßigte Steuersatz in Höhe von 7 Prozent für diese Übernachtungsleistungen hat mit Inkrafttreten des Gesetzes am 1. Januar 2010 erstmals Anwendung gefunden.22
1. EINLEITUNG: Hinführung zur Problemstellung des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes und Definition des Untersuchungsziels, inklusive der Methodik der Hotelpreis-Umfrage.
2. DIE UMSATZSTEUERERMÄßIGUNG FÜR BEHERBERGUNGSLEISTUNGEN: Erläuterung des gesetzlichen Hintergrunds, der rechtlichen Umsetzung sowie der kritischen Diskussion um Nebenleistungen und Abgrenzungsfragen.
3. HOTELPREIS-UMFRAGE: Detaillierte Darstellung der durchgeführten Hotelbefragung, deren Methodik sowie der empirischen Ergebnisse zur Preisgestaltung und Mittelverwendung.
4. DER ERMÄßIGTE UMSATZSTEUERSATZ IM ALLGEMEINEN: Systematische Betrachtung der Entstehungsgeschichte, fiskalischen Bedeutung und kritische Beurteilung der Zweckmäßigkeit ermäßigter Steuersätze.
5. THESENFÖRMIGE ZUSAMMENFASSUNG: Zusammenfassende Darstellung der zentralen Erkenntnisse und Ergebnisse der gesamten Untersuchung in kompakter Form.
Umsatzsteuer, Wachstumsbeschleunigungsgesetz, Beherbergungsleistungen, Hotelgewerbe, Steuerermäßigung, Preissenkung, Investitionen, Umsatzsteuergesetz, Fiskalpolitik, Wettbewerbsfähigkeit, Nebenleistungen, Servicepauschale, Umsatzsteuer-Systematik, DEHOGA, Betriebswirtschaftliche Steuerlehre
Die Arbeit analysiert die Absenkung der Umsatzsteuer für Beherbergungsleistungen im Hotelgewerbe, die durch das Wachstumsbeschleunigungsgesetz 2010 eingeführt wurde, und prüft deren Auswirkungen auf die Hotelpreise.
Die Themen umfassen die gesetzliche Ausgestaltung der Ermäßigung, die empirische Preisentwicklung in der Hotellerie, die kritische Beurteilung der Umsatzsteuersystematik sowie die wirtschaftlichen Folgen der steuerlichen Begünstigung.
Das Hauptziel besteht darin, zu evaluieren, ob die steuerliche Entlastung an die Verbraucher weitergegeben wurde und inwieweit das Instrument der Steuersenkung zur Stärkung der Branche und zu Investitionen beitrug.
Neben einer theoretischen Analyse der Gesetzeslage und Literaturrecherche führte der Autor eine eigene, nicht repräsentative Telefonumfrage unter 200 Hotelbetrieben in Deutschland durch.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der rechtlichen Grundlagen, die Analyse der eigenen empirischen Hotelpreis-Umfrage und eine fundierte kritische Auseinandersetzung mit der allgemeinen Umsatzsteuerermäßigung.
Wesentliche Begriffe sind Umsatzsteuer, Beherbergungsleistungen, Hotelgewerbe, Wachstumsbeschleunigungsgesetz, Steuerermäßigung sowie Wettbewerbsfähigkeit.
Nein, die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass die Mehrheit der Hotels die Preise nicht gesenkt hat; teilweise wurden sogar Preissteigerungen gemessen, was den Erwartungen der Politik entgegensteht.
Die Abgrenzung von Beherbergungsleistungen zu trennbaren Leistungen wie Frühstück oder Servicepauschalen führt laut Arbeit zu erheblichen Problemen und hohem bürokratischem Aufwand für Betriebe und Finanzämter.
Der Autor führt an, dass aufgrund der Konzeption der Umsatzsteuer als Verbrauchsteuer eine Begünstigung einzelner Branchen kritisch hinterfragt werden muss und die Regelung möglicherweise verfassungsrechtlich bedenklich ist.
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