Diplomarbeit, 2010
33 Seiten, Note: 1
1. Anorexia athletica - Definition
1.1 Essstörungen allgemein
1.2 Wer ist davon betroffen?
1.3 Defintion Anorexia Nervosa (Magersucht)
1.4 Definition Anorexia athletica (Sportmagersucht)
2. Risikosportarten
2.1 Ästhetische Sportarten
2.2 Ausdauersportarten
2.3 Gewichtslimitierte Sportarten
2.4 Technischen Sportarten
2.5 Fitness- und Freizeitsport
2.6 Kinder- und Jugendsport
3. Gesundheitliche Risiken der Anorexia athletica
3.1 Einstiegsdroge Diät
3.2 Physische Risiken
3.3 Psychische Risiken
3.4 Risiko der Leistungsabnahme
4. Prävention von Anorexia athletica
4.1 Verantwortung der Trainer und Betreuer
4.2 Verantwortung der Eltern
4.3 Erkennen – Aufklären – Handeln
4.4 Reglements am Beispiel Skispringen
4.4.1 Salt Lake City 2002
4.4.2 Saison 2004/05
4.4.3 FWF-Projekt: Mass-Index (MI)
5. Prominente, betroffene Athleten
Die Arbeit untersucht das Phänomen der Anorexia athletica im Sport, beleuchtet deren Ursachen und gesundheitliche Folgen bei Athleten und diskutiert präventive Maßnahmen sowie Reglements im Hochleistungssport.
1. Anorexia athletica - Definition
Essstörungen sind psychosomatische bzw. psychiatrische Erkrankungen, die durch Störungen der Nahrungsaufnahme bzw. des Körpergewichts gekennzeichnet sind, mit meist ernsthaften und langfristigen Gesundheitsschäden. Essstörungen sind keine Ernährungsstörungen, die durch “richtiges” Essen gelöst werden können, kein Schlankheitstick, keine Pubertäts- oder Lebenskrise, sie haben mit einer gestörten Persönlichkeitsentwicklung zu tun. Der eigene Körper wird ständig abgelehnt, das Wohlbefinden ist abhängig vom Körpergewicht und das Urteil der Außenwelt bestimmt die Selbstachtung.
Die gelebte Symptomatik zeigt das Ausmaß der inneren Not der Betroffenen und weist auf die eigene Unfähigkeit hin, mit dem Leben und seinen täglichen Anforderungen und Konfrontationen fertig zu werden. Durch das gestörte Essverhalten wird versucht, Lösungen bzw. Auswege für tiefer liegende seelische Probleme, Ablehnung oder Ersatz für verdrängte Gefühle und Bedürfnisse zu finden. Das Gefühl, sich über Essen bzw. über Hungern Befriedigung zu verschaffen, führt zur schnellen Erleichterung und zu einem Erleben von Sicherheit, Selbständigkeit und Unabhängigkeit.
1. Anorexia athletica - Definition: Definiert Essstörungen allgemein und grenzt die spezifische Form der Sportmagersucht (Anorexia athletica) von der klinischen Anorexia Nervosa ab.
2. Risikosportarten: Analysiert verschiedene Sportarten wie ästhetische Sportarten, Ausdauersport und gewichtslimitierte Sportarten hinsichtlich ihres Gefahrenpotenzials für Essstörungen.
3. Gesundheitliche Risiken der Anorexia athletica: Erläutert die physischen und psychischen Folgen sowie das Risiko der Leistungsabnahme durch Mangelernährung.
4. Prävention von Anorexia athletica: Diskutiert Ansätze zur Prävention durch Trainer, Eltern und neue Reglements, wie sie etwa im Skispringen eingeführt wurden.
5. Prominente, betroffene Athleten: Dokumentiert anhand von Fallbeispielen bekannter Sportler, wie Leistungsdruck und das Streben nach Idealen zu einer Essstörung führen können.
Anorexia athletica, Essstörungen, Sportmagersucht, Leistungssport, Körpergewicht, Körperfettanteil, Prävention, Trainingsbelastung, BMI, Mass-Index, Gesundheit, Leistungsdruck, Körperbild, Ernährung, Athleten.
Die Arbeit befasst sich mit der spezifischen Essstörung Anorexia athletica bei Sportlern, die durch den Leistungsdruck im Sport und den Wunsch nach Gewichtsreduktion für den Erfolg entsteht.
Zentrale Themen sind die Definition der Störung, die Identifikation von Risikosportarten, die gesundheitlichen Langzeitfolgen und Möglichkeiten der Prävention durch Betreuer und Sportverbände.
Das Ziel ist die Aufklärung über die Gefahren der Anorexia athletica und die Aufzeigung von Wegen, wie durch bewusste Reglements und Verantwortungsbewusstsein die Gesundheit der Athleten geschützt werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Fallbeispielen, Studien und sportmedizinischen Erkenntnissen, um das Phänomen und dessen Ursachen zu erklären.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen auch spezifische Gefahren in verschiedenen Sportarten, physische und psychische Risiken sowie konkrete Beispiele aus dem Spitzensport analysiert.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Anorexia athletica, Leistungssport, Körpergewicht, Prävention, Leistungsdruck und Athleten-Gesundheit.
Der Mass-Index berücksichtigt im Gegensatz zum BMI die individuelle Beinlänge, um zu verhindern, dass Athleten mit langen Beinen fälschlicherweise als zu dünn oder Personen mit kurzen Beinen als übergewichtig eingestuft werden.
Altersperzentilen werden zur präzisen Bewertung des BMI bei Kindern und Jugendlichen genutzt, da sich deren Körperzusammensetzung während des Wachstums stark verändert und individuelle Bewertungskurven erfordert.
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