Examensarbeit, 2009
35 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
2. Theoretische Überlegungen zur Unterrichtseinheit
2.1. Bedeutung der Landeskunde und von Filmen im Fremdsprachenunterricht
2.2. Bezug zum Bildungsplan
2.3. Emotionale Beteiligung am Filmgeschehen und Motivation
3. Planung und Konzeption der Unterrichtseinheit
3.1. Rahmenbedingungen und Klassensituation
3.2. Aufbau und Inhalt
3.3. Materialauswahl
3.4. Auswahl der Methoden
3.5. Arbeits- und Sozialformen
3.6. Lernziele und Kompetenzen
4. Durchführung der Unterrichtseinheit
4.1. Übersicht über die gehaltenen Stunden
4.2. Schematische Verlaufsübersicht und Vorstellung ausgewählter Einzelstunden
5. Reflexion der Unterrichtseinheit
Die Arbeit dokumentiert eine Unterrichtseinheit für den Spanischunterricht der 11. Klasse, die den Film "Maroa" nutzt, um landeskundliche Einblicke in Venezuela zu vermitteln und die Schüler zu interkulturellem Lernen sowie zur Reflexion über soziale Problematiken zu befähigen.
2.3. Emotionale Beteiligung am Filmgeschehen und Motivation
Für die Schüler ist es bei der Filmarbeit und beim Speichern von Inhalten und Informationen wichtig, emotional am Geschehen beteiligt zu werden. Emotionale Erregung führt dazu, dass man sich Dinge besser behalten kann, wie in vielen Experimenten bewiesen wurde. Manfred Spitzer schreibt dazu:
„Was den Menschen umtreibt, sind nicht Fakten oder Daten, sondern Gefühle, Geschichten und vor allem andere Menschen.“
In dieser Einheit dient das Mädchen Maroa als emotionaler Ankerpunkt für die Schüler. Sie begleiten es während der gesamten Einheit in schwierigen Situationen, beim Leben auf der Straße und in der albergue und lernen so, das Verhalten und die Aktionen des Mädchens zu verstehen. Um noch mehr emotionale Nähe und nicht nur Mitleid mit Maroa bei den Schülern auszulösen, bekommen sie im Verlauf der Einheit immer wieder die Möglichkeit, sich in die Situation und Gefühlswelt des Mädchens hineinzuversetzen. Sie spielen dazu Handlungsmöglichkeiten in der Welt Maroas durch und vollziehen diese nach. Die Schüler erstellen dafür innere Monologe, Dialoge oder geben Maroa Ratschläge für bestimmte Situationen. Das bedeutet, dass neben der Empathiefähigkeit, auch die interkulturelle Kompetenz der Schüler gefördert wird. Ich denke, dass das Mädchen mit den Kulleraugen und dem Lockenkopf auch für das Behalten der landeskundlichen Themen und Informationen hilfreich ist. Durch das Sehen bestimmter Filmszenen, in denen Maroa zunächst als Protagonistin auftritt und an die landeskundliche Themen angedockt werden, konnten die Schülerinnen sicherlich viele Inhalte (wie zum Beispiel die estampitas) besser behalten und abspeichern und werden sie so schnell nicht vergessen.
1. Einleitung: Vorstellung des Themas, welches die Verbindung von klassischer Musik und dem Leben armer Kinder in Venezuela anhand des Films "Maroa" beleuchtet.
2. Theoretische Überlegungen zur Unterrichtseinheit: Erläuterung der didaktischen Grundlagen, insbesondere der Bedeutung von Film im Fremdsprachenunterricht und dem Konzept des interkulturellen Lernens.
3. Planung und Konzeption der Unterrichtseinheit: Darstellung der Rahmenbedingungen, der Unterrichtsziele sowie der methodischen und materiellen Entscheidungen zur Umsetzung der Einheit.
4. Durchführung der Unterrichtseinheit: Auflistung und Vorstellung der konkreten Unterrichtsstunden inklusive schematischer Verlaufsübersichten.
5. Reflexion der Unterrichtseinheit: Kritische Nachbetrachtung der Unterrichtseinheit hinsichtlich der Erreichung der Lernziele, der Wirksamkeit der gewählten Methoden und der praktischen Umsetzung.
Spanischunterricht, Venezuela, Maroa, El sistema, Interkulturelles Lernen, Filmanalyse, Straßenkinder, Medienkompetenz, Landeskunde, Sozialarbeit, Schülerzentrierung, Motivation, Klassische Musik, Filmdidaktik, Identifikation
Die Arbeit dokumentiert eine Unterrichtseinheit für den Spanischunterricht der 11. Klasse, die sich mit dem venezolanischen Film "Maroa" beschäftigt.
Zentrale Themen sind das Leben von Straßenkindern, soziale Ungerechtigkeit in Venezuela und die Rolle des Musiksozialprojekts "El sistema" als Ausweg aus der Armut.
Das Hauptziel ist es, Schülern einen Einblick in das fremde Land Venezuela zu vermitteln, ihre interkulturelle Kompetenz zu fördern und sie durch filmbasiertes Lernen zu motivieren.
Der Autor stützt sich auf didaktische Prinzipien des handlungs- und schülerorientierten Fremdsprachenunterrichts sowie auf Erkenntnisse der Lernpsychologie (Emotionen und Motivation).
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Vorüberlegungen, die detaillierte Planung der Unterrichtseinheit, die Durchführung in 12 Stunden und eine anschließende Reflexion.
Schlüsselbegriffe sind Spanischunterricht, Venezuela, "Maroa", "El sistema", Interkulturelles Lernen, Filmanalyse und Medienkompetenz.
Durch die Fokussierung auf die Protagonistin Maroa als Ankerpunkt, die Identifikation durch Perspektivwechsel, das Schreiben von inneren Monologen und das Spielen von Dialogen.
Es dient als konkretes Beispiel für ein Erfolgsmodell zur Resozialisierung junger Menschen aus schwierigen Verhältnissen und bietet einen positiven Gegenpol zur sozialen Misere.
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