Masterarbeit, 2025
123 Seiten, Note: 1,0
Diese Masterarbeit untersucht tiefgehend, wie sich New Work-Konzepte seit der COVID-19-Pandemie auf die Mitarbeiterzufriedenheit und die Flächennutzung in der Bau- und Immobilienbranche auswirken. Das übergeordnete Ziel ist es, aus dieser Analyse konkrete Handlungsempfehlungen für Unternehmen der Branche abzuleiten, um den Anforderungen einer sich wandelnden Arbeitswelt gerecht zu werden.
2.4 New Work aus Sicht der Beschäftigten
Die Beschäftigten spielen im New Work-Kontext die wohl wichtigste Rolle (Weberbauer, 2022, S. 17). Viele Beschäftigte lehnen es ab, immerzu mehr Leistung zu bringen, ohne dafür einen Ausgleich zu erhalten (Mohrman & Lawler, 2014) – dabei geht es zum einen um eine faire Entlohnung, zum anderen aber auch um einen menschlichen Umgang und Wertschätzung (Dull, 2024, S.89). Die nachfolgenden Unterkapitel widmen sich den zentralen personalbezogenen Dimensionen von New Work und untersuchen, inwiefern Sinnorientierung, Job Crafting und Mitarbeiterzufriedenheit als Schlüsselfaktoren für Motivation, Bindung und Arbeitsqualität fungieren.
Ein zentraler Bestandteil von New Work ist die Sinnorientierung in der Arbeit. Frankl (2021, S. 70 f.) betont, dass der Mensch ohne ein Gefühl von Sinn in eine existentielle Frustration verfällt. Arbeit wird nicht mehr allein als Mittel zum Einkommen betrachtet, sondern als Ausdruck persönlicher Werte und Selbstverwirklichung (Väth & Vollmoeller, 2016, S.91). Sinnorientierung bildet damit die Grundlage für Motivation, Engagement und langfristige Zufriedenheit und gilt als zentrales Element einer humanistischen Arbeitskultur im Sinne von New Work (Väth & Vollmoeller, 2016, S.75-76). Das Sinnmotiv ist für viele Menschen gerade in der Arbeit so bedeutend, dass es eine Grenze gibt, über die man nicht hinauskommt, ohne die eigenen Ideale oder dem eigenen Sinngefüge zu schädigen (Väth & Vollmoeller, 2016, S.75). Es stellt sich die Frage, anhand welcher Kriterien die Ausführung einer Tätigkeit als sinnvoll klassifiziert werden kann. Martela et al. (2021) entwickelten dazu ein empirisch-psychologisches Modell auf Basis der Self-Determination Theory (SDT). Gegenstand der Studie waren vier psychologische Grundbedürfnisse – Autonomie, Kompetenz, Verbundenheit und Wohltätigkeit – als potenzielle Pfade zu sinnvoller Arbeit. Im Ergebnis zeigt sich, dass vor allem Autonomie und Wohltätigkeit die Sinnwahrnehmung in der Arbeit vorhersagen, während Kompetenz und Verbundenheit weniger bedeutsam sind. Damit wird Sinn nicht primär aus persönlichen Verpflichtungen abgeleitet, sondern aus der Befriedigung universeller psychologischer Grundbedürfnisse. Mortimer (2023) entwickelte stattdessen eine Commitment-basierte Theorie: Sinnvolle Arbeit ist jene, für die es aufgrund zuvor getroffener persönlicher Verpflichtungen (Commitments) besondere, willensbasierte Gründe gibt, „Meaningful work is something made, not found.“ Verpflichtungen können besondere Gründe für die Ausübung bestimmter Tätigkeiten schaffen, es ist das Vorhandensein dieser besonderen Gründe, das Arbeit sinnvoll macht. Ein bedeutender Anteil von Beschäftigten sind bereit, für konsequent sinnvolle Arbeit Einkommen zu opfern; die Studie beziffert dies im Mittel auf bis zu 23 % ihres zukünftigen Lebenseinkommens. Diese Zahlungsbereitschaft zeigt, dass die Suche nach sinnvoller Arbeit für viele ein zentrales Lebensprojekt ist und über reine Zufriedenheit im Job hinausreicht. Damit erklärt Mortimer, dass sinnvolle Arbeit diejenige ist, die zur eigenen, selbstgewählten Verpflichtung passt und dadurch rationale, normativ belastbare Gründe liefert, eine Option anderen vorzuziehen, wenn die Optionen in unterschiedlichen Hinsichten gleichrangig sind. Das kann bedeuten, dass sinnvolle Arbeit nicht notwendig die ethisch beste oder hedonisch angenehmste Option ist; in Grenzfällen kann es rational oder moralisch geboten sein, trotz persönlicher Bindung anders zu wählen. In der Konsequenz kann sinnvolle Arbeit auch dann vorliegen, wenn sie nicht immer als sinnvoll erlebt wird, und sie muss nicht zwingend das gesamte Leben sinnvoller machen – aber sie ist diejenige Arbeit, für die gute, autorisierte Gründe vorliegen, sie gerade so zu tun.
1. Einleitung: Das Kapitel kontextualisiert den tiefgreifenden Wandel der Arbeitswelt seit der COVID-19-Pandemie und stellt New Work als Reaktion auf technologische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Dynamiken vor, wobei die Forschungsfrage nach den Auswirkungen auf Mitarbeiterzufriedenheit und Flächennutzung in der Bau- und Immobilienbranche formuliert wird.
2. Theoretischer Rahmen: New Work als Arbeit der Zukunft: Dieser Abschnitt beleuchtet den historischen Ursprung des New Work-Konzepts bei Frithjof Bergmann, liefert eine Arbeitsdefinition und analysiert die Rahmenbedingungen sowie die treibenden Kräfte und die unterschiedlichen Perspektiven von Beschäftigten und Unternehmensführung.
3. Bürokonzepte im Wandel: Das Kapitel untersucht die Entwicklung und Bedeutung flexibler Arbeitszeitmodelle, hybrider Arbeitsplatzstrukturen und smarter, nutzerorientierter Bürogestaltung. Es werden zudem die Implikationen für die Bau- und Immobilienbranche sowie die damit verbundenen Spannungsfelder von New Work aufgezeigt.
4. Quantitative Analyse: Hier wird die empirische Untersuchung der Problemstellungen mittels einer quantitativen Online-Umfrage detailliert beschrieben. Es werden Hypothesen abgeleitet, das Untersuchungsdesign, die Entwicklung des Fragebogens und der Ablauf der Studie erläutert sowie deskriptive Statistiken zur Stichprobe und den erhobenen Daten präsentiert.
5. Diskussion: In diesem Kapitel werden die Ergebnisse der quantitativen Analyse im Kontext der theoretischen Grundlagen kritisch diskutiert. Es werden zentrale Zusammenhänge identifiziert und daraus konkrete Handlungsempfehlungen für Unternehmen der Bau- und Immobilienbranche abgeleitet.
6. Fazit: Das Schlusskapitel fasst die wichtigsten Erkenntnisse der gesamten Arbeit zusammen und betont die Bedeutung von New Work als kontinuierlichen Anpassungsprozess. Es hebt die Implikationen für die Bau- und Immobilienbranche hervor und unterstreicht die Notwendigkeit einer menschenzentrierten und resilienten Arbeitskultur.
New Work, Mitarbeiterzufriedenheit, Flächennutzung, Bau- und Immobilienbranche, COVID-19-Pandemie, Flexible Arbeitszeitmodelle, Hybride Arbeitsplatzstrukturen, Smarte Bürogestaltung, Job Crafting, Sinnorientierung, Digitalisierung, Führungsverständnis, Organisationsentwicklung, Employee Experience, Work-Life-Balance
Diese Masterarbeit untersucht die Auswirkungen von New Work-Konzepten auf die Mitarbeiterzufriedenheit und Flächennutzung in der Bau- und Immobilienbranche seit der COVID-19-Pandemie.
Zentrale Themenfelder sind die Definition und Treiber von New Work, flexible Arbeitsmodelle, hybride Arbeitsplatzstrukturen, smarte Bürogestaltung sowie die Implikationen dieser Konzepte für die Bau- und Immobilienbranche.
Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, wie sich New Work-Konzepte seit der COVID-19-Pandemie auf Mitarbeiterzufriedenheit und Flächennutzung auswirken und welche Handlungsempfehlungen Unternehmen der Bau- und Immobilien daraus ableiten können.
Es wird eine quantitative Online-Umfrage durchgeführt und eine Literaturanalyse zur Flächennutzung vorgenommen. Das Forschungsdesign ist eine nicht-experimentelle, deskriptiv-analytische Querschnittsstudie.
Der Hauptteil behandelt den theoretischen Rahmen von New Work, Bürokonzepte im Wandel und eine quantitative Analyse, die Hypothesen ableitet und empirische Ergebnisse zur Mitarbeiterzufriedenheit und dem Verständnis von New Work in verschiedenen Kontexten präsentiert.
New Work, Mitarbeiterzufriedenheit, Flächennutzung, Bau- und Immobilienbranche, COVID-19-Pandemie, Flexible Arbeitszeitmodelle, Hybride Arbeitsplatzstrukturen, Job Crafting, Sinnorientierung, Digitalisierung.
Die Pandemie wirkte als massiver Beschleuniger für den Wandel der Arbeitswelt und verstärkte die Notwendigkeit, sich beruflich neu zu orientieren sowie die Akzeptanz hybrider und ortsunabhängiger Arbeitsmodelle.
Die Studie berücksichtigt die Erwartungen und Einstellungen der Generation Z, die Arbeit stärker mit Selbstverwirklichung, mentaler Gesundheit und sozialer Verantwortung verbindet.
Job Crafting ermöglicht es Beschäftigten, ihre Arbeit proaktiv an individuelle Fähigkeiten und Interessen anzupassen, was Motivation und Zufriedenheit steigert und zu einem wertbestätigenden Selbstbild beiträgt.
Beschäftigte in der Bau- und Immobilienbranche assoziieren New Work stärker mit flachen Hierarchien und erhöhter Selbstbestimmung als andere Branchen, was auf einen kulturellen Wandel weg von hierarchischen Strukturen hindeutet.
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