Masterarbeit, 2009
57 Seiten, Note: 1,7
1 EINLEITUNG
1.1 PROBLEMSTELLUNG
1.2 ZIELSETZUNG DER ARBEIT
1.3 AUFBAU DER ARBEIT
1.4 WISSENSCHAFTLICHE EINORDNUNG
2 KRANKENHAUSORGANISATION
2.1 BEGRIFFSBESTIMMUNG
2.2 AUFBAU- UND ABLAUFORGANISATION IM KRANKENHAUS
2.2.1 Aufbauorganisation
2.2.2 Ablauforganisation
2.3 FAZIT UND KRITIK DER KRANKENHAUSORGANISATION
3 LOGISTIK
3.1 BEGRIFFSBESTIMMUNG
3.2 LOGISTISCHE KONZEPTE UND LEISTUNGEN
3.3 LOGISTIK IN DIENSTLEISTUNGSUNTERNEHMEN
3.4 KRANKENHAUSLOGISTIK
3.5 FAZIT UND KRITIK DER KRANKENHAUSLOGISTIK
4 PATIENTENLOGISTIK
4.1 BEZUGSRAHMEN
4.2 ANALYSE DER PATIENTENLOGISTIK
4.3 PATIENTENLOGISTIK ALS WETTBEWERBSVORTEIL
5 KONZEPT- UND STRATEGIEBILDUNG
5.1 SUPPLY CHAIN MANAGEMENT (SCM)
5.2 COLLABORATE PLANNING, FORECASTING AND REPLENISHMENT (CPFR)
5.3 PATIENTENLOGISTIK NACH CPFR
5.3.1 Kooperationsmanagement
5.3.2 Prozessmanagement
5.3.3 Informationsmanagement
5.4 PROZESSOPTIMIERUNG DURCH CPFR
6 FAZIT UND ORIENTIERUNG
6.1 KRITISCHE REFLEXION DES PATIENTENLOGISTIKKONZEPTES
6.2 WETTBEWERBSVORTEIL DURCH CPFR
6.3 SCHLUSSFOLGERUNGEN
6.4 KRITISCHE WÜRDIGUNG
7 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
Die Arbeit untersucht die Komplexität der Patientenlogistik in Krankenhäusern und erarbeitet auf Basis des Supply Chain Managements (SCM) und des Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment (CPFR) ein strategisches Konzept zur Prozessoptimierung, um die Effizienz der Patientenströme nachhaltig zu verbessern.
1.1 Problemstellung
Logistische Prozesse im Unternehmen Krankenhaus konzentrieren sich im Wesentlichen an den Versorgungs- und Entsorgungsprozessen und der Fragestellung nach ihren Optimierungspotenzialen (vgl. Haubrock 2007, S. 359 ff.; vgl. Fleßa 2008b, S.182 ff.). Ein weiterer, sehr entscheidender, logistischer Prozess ist der auszuführende Patiententransport, kurz, die Patientenlogistik innerhalb eines Krankenhauses.
Mit dem Wandel der Krankenhäuser zu hoch komplexen Leistungsunternehmen, in denen unterschiedliche Berufsgruppen an der Leistungserstellung eines Patienten beteiligt sind, müssen die Patienten zum Teil mehrmals am Tag oder in der Woche an die unterschiedlichsten Orte innerhalb des Krankenhauses transportiert werden. Die angestrebte Zielbestimmung der Patientenlogistik orientiert sich an einer zielgerechten Steuerung der verschiedenen Patientenströme von Ambulant-, Notfall- und Stationär-Patienten. Der interne Unternehmensauftrag ordnet ein optimales Zeitmanagement an, indem eine zügige und richtige, „zeitliche“ Zuordnung der Patienten zu den einzelnen Leistungsprozessen gewährleistet werden soll. Analog zum klassischen Verständnis der operativen Logistik, bedeutet dies, den richtigen Patienten, zur richtigen Zeit, im richtigen medizinisch-pflegerischen Zustand, am richtigen Ort innerhalb des Krankenhauses zu bringen (vgl. Gudehus 2006, S. 7).
Die Entscheidung für einen benötigten Patiententransport durchläuft unterschiedliche Entscheidungsknotenpunkte, beginnend mit der Auftragserstellung durch den Arzt (Leistungsanfordernder), der Terminierung durch z.B. die Röntgenabteilung (Leistungserbringer), und dem Disponenten, der Zuteilung des Patiententransportes an einen Fahrer (operative Patientenlogistik). Die grundlegende Problematik der Patientenlogistik basiert auf den sich wechselnden vitalen Zuständen des Patienten während der Krankenhausbehandlung, sowie auf den sich ändernden Prozessentscheidungen der Leistungsanfordernden und -erbringern, die sich jederzeit einer Planung und Steuerung entziehen können. Dies bedeutet, „… dass der Lösungsraum im Sinne von Entscheidungsalternativen schneller wächst als die Geschwindigkeit der Entscheidungsfindung an den (medizinisch-pflegerischen) Entscheidungsknotenpunkten. Diese … (zeitkritischen Entscheidungen) führen dazu, dass während dieser Planung gleichzeitig Prozessänderungen passieren, wodurch der zunächst aufgestellte Plan bereits bei dem Startzeitpunkt keine Gültigkeit mehr besitzt“ (Windt 2008, S. 352), z.B. wird ein Patiententransport storniert, umdisponiert oder nicht mehr ausgeführt.
1 EINLEITUNG: Dieses Kapitel führt in die Problematik der Patientenlogistik als kritischen Prozess im Krankenhaus ein und definiert die Zielsetzung sowie den methodischen Aufbau der Arbeit.
2 KRANKENHAUSORGANISATION: Das Kapitel analysiert die spezifischen Organisationsformen im Krankenhaus und beleuchtet die Herausforderungen einer Expertenorganisation nach Mintzberg.
3 LOGISTIK: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Logistik sowie die Besonderheiten der Krankenhauslogistik in einem Dienstleistungskontext dargestellt.
4 PATIENTENLOGISTIK: Dieses Kapitel befasst sich mit dem Bezugsrahmen und der Analyse der Patientenlogistik sowie deren Bedeutung als potenziellem Wettbewerbsvorteil.
5 KONZEPT- UND STRATEGIEBILDUNG: Es wird die Anwendung von SCM und CPFR auf die Patientenlogistik beschrieben, inklusive der Bausteine Kooperationsmanagement, Prozessdesign und IT-Systeme.
6 FAZIT UND ORIENTIERUNG: Dieses Kapitel bietet eine kritische Reflexion des erarbeiteten Konzepts und diskutiert die Vorteile durch CPFR sowie die praktischen Schlussfolgerungen für die Organisation.
7 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die Notwendigkeit zukünftiger Prozessoptimierungen durch ein kooperatives Verständnis.
Patientenlogistik, Krankenhausmanagement, Supply Chain Management, SCM, Prozessoptimierung, CPFR, Krankenhausorganisation, Logistik, Prozessmanagement, Informationsmanagement, Kooperationsmanagement, Krankenhausinformationssystem, Patiententransport, Wettbewerbsvorteil, Wertschöpfungskette.
Die Arbeit befasst sich mit der Prozessoptimierung im Krankenhaus durch die gezielte Gestaltung und Koordination der Patientenlogistik.
Die Schwerpunkte liegen auf der Krankenhausorganisation, den Grundlagen der Logistik, dem Supply Chain Management (SCM) und dem spezifischen Einsatz von CPFR-Methoden.
Ziel ist es, die Patientenlogistik als Kernprozess zu etablieren, um durch transparente Planung Wartezeiten zu reduzieren und einen wettbewerbsrelevanten Kundennutzen zu stiften.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse und überträgt Konzepte aus dem SCM und CPFR-Prozessmodell auf den Krankenhausbetrieb.
Der Hauptteil analysiert die Schwachstellen der traditionellen Krankenhausorganisation und entwickelt ein systematisches CPFR-Modell für die primäre Patientenlogistik.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Patientenlogistik, Prozessoptimierung, SCM, CPFR, Kooperationsmanagement und Krankenhausmanagement definiert.
Es erklärt, warum lokal begrenzte Informationen und Entscheidungen bei Patiententransporten zu erheblichen Ineffizienzen und Verzögerungen führen können.
Vertrauen ist die Grundbedingung für den Informationsaustausch zwischen den Kliniken, um als Netzwerk agieren und komplexe Probleme gemeinsam lösen zu können.
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