Bachelorarbeit, 2010
45 Seiten, Note: 1,625
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen der variablen Vergütung
2.1 Anreiz und Anreizsysteme
2.2 Fixe und variable Vergütung
2.3 Formen der variablen Vergütung
2.4 Lohngerechtigkeit
2.5 Arbeitsleistung
3 Theoretische Grundlagen der Motivation und ihr Bezug auf variable Vergütung
3.1 Definition und Formen der Motivation
3.1.1 Definition des Motivationsbegriffs
3.1.2 Formen der Arbeitsmotivation und ihr Zusammenhang
3.2 Inhaltstheorien
3.2.1 Bedürfnispyramide nach Maslow
3.2.2 ERG-Theorie nach Alderfer
3.2.3 Zwei-Faktoren Theorie nach Herzberg
3.2.4 Selbstbestimmungstheorie nach Deci & Ryan
3.3 Prozesstheorien
3.3.1 Equity-Theorie nach Adams
3.3.2 VIE-Theorie nach Vroom
3.3.3 Motivationsmodell nach Porter & Lawler
4 Empirische Erkenntnisse über Bedingungen und Wirkungen der variablen Vergütung
4.1 Variable Vergütung und organisationale Rahmenbedingungen
4.2 Zusammenhang zwischen variabler Vergütung und Arbeitsleistung
4.3 Empirische Erkenntnisse zum Verdrängungseffekt
5 Zusammenfassung und Stellungnahme
Die Arbeit untersucht, ob und inwieweit Mitarbeiter durch eine variable Vergütung motiviert werden können, und analysiert dabei sowohl theoretische Grundlagen als auch empirische Befunde, um die komplexen Zusammenhänge zwischen monetären Anreizen und Arbeitsleistung zu beleuchten.
3.1.2 Formen der Arbeitsmotivation und ihr Zusammenhang
Die Motivation als Bezugsgegenstand, der die Menschen bewegt, spielt in der Motivationsforschung eine wichtige Rolle und ist auch im Folgenden Mittelpunkt der Betrachtung. Die intrinsische Motivation, sehr weitläufig auch unter dem Begriff der Autotélie bekannt, wird als Motivation interpretiert, deren Grundgedanke im Vollzug einer Tätigkeit verstanden wird (PIERER & LÖBE, 1857, S. 90). D.h., intrinsisch motiviert ist ein Mitarbeiter dann, wenn er aus der Tätigkeit selbst seine Befriedigung erhält. Es wird also um seiner selbst willen, im Sinne des Selbstzwecks angestrebt. Somit kann intrinsische Motivation als äußerlich zweckfrei verstanden werden, die bspw. die Absicht hat, das Erkundungs- und Neugierstreben aus eigenem Antrieb zu befriedigen (STAEHLE, 1991, S. 147-148). „Aus Freude an der Arbeit“ ist ein bekannter Ausdruck, der diese Ursprungsform sehr gut beschreibt und deutlich macht, dass es sich hierbei um einen freiwilligen und entgeltlosen Umstand handelt. Der Mitarbeiter empfindet durch seinen Tätigkeitsvollzug eine Art innere Befriedigung bzw. Freude, da sich die Belohnung in der Tätigkeit selbst finden lässt (BEYER, 1991, S. 173-174).
Die außerhalb einer Person liegende Motivation lässt sich in der Wissenschaft als extrinsische Motivation definieren. Hierbei wird ihr instrumenteller Charakter deutlich, der veranschaulicht, dass die Befriedigung in den Begleitumständen oder Folgen des Tätigkeitsvollzuges liegt. Der Mitarbeiter fühlt sich durch eine monetär bewertbare Größe belohnt und durch diese Begleitumstände, wie Geld oder Zusatzleistungen, als innerlich befriedigt (ROSENSTIEL, 1975, aus BÜHLER & SIEGERT, 1999, S. 65-66). Zusammenfassend lässt sich extrinsische Motivation als einen von außen auftretenden Anreiz verstehen, bspw. in Form einer Zusatzvergütung, der den Mitarbeiter veranlasst eine Tätigkeit durchzuführen.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die aktuelle wirtschaftliche Situation ein und erläutert die Bedeutung motivierter Mitarbeiter für den Unternehmenserfolg sowie die Zielsetzung der Arbeit.
2 Theoretische Grundlagen der variablen Vergütung: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe rund um Anreizsysteme und variable Vergütungsformen sowie deren funktionale Bedeutung für das Personalmanagement.
3 Theoretische Grundlagen der Motivation und ihr Bezug auf variable Vergütung: Hier werden zentrale Inhalts- und Prozesstheorien der Motivation vorgestellt und in den Kontext der Vergütungsthematik gesetzt.
4 Empirische Erkenntnisse über Bedingungen und Wirkungen der variablen Vergütung: Dieses Kapitel präsentiert Studienergebnisse zu den Rahmenbedingungen und den leistungsbezogenen Auswirkungen sowie zum sogenannten Verdrängungseffekt.
5 Zusammenfassung und Stellungnahme: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der theoretischen und empirischen Erkenntnisse ab und bewertet die Eignung variabler Vergütung als Motivationsinstrument.
Variable Vergütung, Arbeitsmotivation, Anreizsysteme, Leistungsvergütung, Intrinsische Motivation, Extrinsische Motivation, Verdrängungseffekt, Lohngerechtigkeit, Motivationstheorien, Personalmanagement, Arbeitsleistung, Porter & Lawler, Herzberg, Maslow, VIE-Theorie.
Die Arbeit analysiert, ob variable Vergütungsformen tatsächlich zur Steigerung der Mitarbeitermotivation beitragen oder ob andere Faktoren in diesem Kontext eine entscheidende Rolle spielen.
Die Schwerpunkte liegen auf den Grundlagen variabler Vergütung, verschiedenen psychologischen Motivationstheorien und empirischen Untersuchungen zur Wirksamkeit solcher Anreizmodelle in der Unternehmenspraxis.
Das Ziel ist es, die Motivationswirkung variabler Vergütung zu hinterfragen und aufzuzeigen, unter welchen Bedingungen solche Instrumente sinnvoll eingesetzt werden können.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Motivationstheorien sowie der Auswertung empirischer Studien und Meta-Analysen zur Vergütungspolitik.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Kapitel 2 und 3), in der Inhalts- und Prozesstheorien besprochen werden, und eine empirische Analyse (Kapitel 4), welche die Wirksamkeit und potenzielle Risiken (wie den Verdrängungseffekt) untersucht.
Zentrale Begriffe sind Variable Vergütung, Arbeitsmotivation, Motivationstheorien, Verdrängungseffekt und Leistungsvergütung.
Intrinsische Motivation entsteht aus der Freude an der Tätigkeit selbst, während extrinsische Motivation durch äußere Anreize wie monetäre Zusatzvergütungen erzeugt wird.
Der Verdrängungseffekt beschreibt das Phänomen, dass extrinsische Belohnungen die intrinsische Motivation eines Mitarbeiters für eine ursprünglich gerne ausgeführte Aufgabe untergraben oder verdrängen können.
Das Modell von Porter & Lawler gilt als probate Theorie, da es rationale und kognitive Elemente der Motivation sowie Faktoren wie Zufriedenheit und Leistung umfassend miteinander verknüpft.
Die Lohngerechtigkeit wird als wesentliche Voraussetzung betrachtet, da eine als unfair empfundene Vergütungsverteilung zu innerer Kündigung oder Leistungsverweigerung führen kann.
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