Bachelorarbeit, 2011
129 Seiten, Note: 1,3
1 EINLEITUNG
1.1 RELEVANZ DER THEMATIK
1.2 ZIELSETZUNG DER ARBEIT
1.3 AUFBAU DER ARBEIT
2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN DES LERNENS
2.1 LERNEN
2.1.1 Etymologie des Begriffs
2.1.2 Begriffsbestimmungen aus unterschiedlichen Wissensbereichen
2.1.3 Bereiche und Berührungspunkte des Lernens
2.1.4 Neuroplastizität des Gehirns als Grundlage des Lebens und Lernens
2.2 ARTEN DES LERNENS
2.3 LERNTHEORIEN
2.3.1 Einfache Lernformen
2.3.1.1 Nicht-assoziatives Lernen
2.3.1.1.1 Habituation
2.3.1.1.2 Sensitivierung
2.3.1.2 Assoziative Lerntheorien
2.3.1.2.1 Behavioristisches Lernen
2.3.1.2.2 Klassische Konditionierung
2.3.1.2.3 Operante Konditionierung
2.3.1.2.4 Lernen durch Versuch und Irrtum
2.3.2 Komplexe Lernformen
2.3.2.1 Kognitives Lernen
2.3.2.1.1 Lernen durch Einsicht
2.3.2.1.2 Lernen durch Beobachtung – Lernen am Modell
2.3.2.2 Konstruktivistisches Lernen
2.4 WIE LERNEN WIR ZU LERNEN?
2.4.1 Gehirn und Lernen
2.4.2 Ein Blick auf die Anatomie des Gehirns
2.4.3 Lernen aufgrund synaptischer Plastizität
2.4.4 Gedächtnis und Erinnerungen
2.4.4.1 Drei-Stufen-Modell des Gedächtnisses
2.4.4.1.1 Das sensorische Gedächtnis
2.4.4.1.2 Das Kurzzeit- und Arbeitsgedächtnis
2.4.4.1.3 Das Langzeitgedächtnis
2.4.4.2 Arten des Abrufs aus dem Langzeitgedächtnis
2.4.4.2.1 Implizites Gedächtnis
2.4.4.2.2 Explizites Gedächtnis
2.4.4.2.3 Vergessen
2.4.5 Der Weg des (Er-)Lernens
2.5 LERNPROZESSE
2.6 LERNTYPEN UND LERNSTILE
2.7 LERNERFOLGE
3 EINFLUSSFAKTOREN
3.1 EINFLUSSFAKTOREN IN DER PERSON
3.1.1 Individualität und Authentizität
3.1.2 Reife
3.1.3 Ziele
3.1.4 Bedeutung
3.1.5 Motivation
3.1.6 Vertrauen
3.1.7 Ängste – Versagensangst
3.1.8 Hemmungen und Blockaden
3.1.9 Selbstkonzept und Selbstwert
3.1.10 Balance – Anspannung und Entspannung
3.1.11 Selbstbestimmung versus Bequemlichkeit
3.2 EINFLUSSFAKTOREN AUßERHALB DER PERSON
3.2.1 Lernender – Lehrender
3.2.1.1 Beziehung – Begeisterung – Glaubwürdigkeit
3.2.1.2 Förderung von Individualität und Gelassenheit
3.2.1.3 Transparenz – Vorhersehbarkeit
3.2.1.4 Zielfindung - Erwartungen - Commitment schaffen
3.2.1.5 Optimismus und Vertrauen wecken durch positives Feedback
3.2.1.6 Gedankliches Konstrukt – Pygmalion Effekt
3.2.2 Lernender – Lernumfeld
3.2.2.1 Wahlmöglichkeiten
3.2.2.2 Unterrichtsklima
3.2.2.3 Soziale Beziehungen - Gruppenaspekte
3.2.2.4 Leistungs- und Konkurrenzdruck
3.2.3 Lernender – Eltern
3.2.3.1 Prägung – Werte – Einstellungen - Vertrauen
3.2.3.2 Erziehungsstil
3.3 ABSCHLIEßENDE GEDANKEN AUS DEN ERKENNTNISSEN DER LITERATUR
4 KONZEPTION UND METHODIK DER BEFRAGUNG
4.1 UNTERSUCHUNGSLEITENDE FRAGESTELLUNGEN
4.2 UNTERSUCHUNGSDESIGN
4.3 DEFINITION DER GRUNDGESAMTHEIT UND DER STICHPROBENGRÖßE
4.4 OPERATIONALISIERUNG DER FRAGESTELLUNGEN
4.5 RELIABILITÄT, VALIDITÄT UND PRETESTS
4.6 DURCHFÜHRUNG DER BEFRAGUNG
5 AUSWERTUNG DER BEFRAGUNG
5.1 BESCHREIBUNG DER POPULATION
5.2 ERGEBNISSE DER BEFRAGUNG
5.2.1 Deskriptiver Teil der Auswertung
5.2.2 Interferenzstatistischer Teil der Auswertung
6 DISKUSSION
7 AUSBLICK
Die Arbeit untersucht die psychologischen und neurowissenschaftlichen Grundlagen des Lernens, um Einflussfaktoren auf Lernprozesse und Lernerfolge zu identifizieren. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie individuelle und umweltbedingte Faktoren (wie Motivation, Reife, Erziehungsstil und Lehrperson) den Lernerfolg beeinflussen und wie diese durch eine gezielte Gestaltung des Lernumfelds optimiert werden können.
2.4.1 Gehirn und Lernen
Das menschliche Gehirn macht mit seinen ca. 1,4 Kilogramm und etwa zweiprozentigem Anteil am Gesamtköpergewicht einen überaus geringen Part des menschlichen Körpers aus, was jedoch keinerlei Aussage oder Rückschlüsse zulassen sollte über die Bedeutung dieses Organs. Denn wie der Gehirnforscher Manfred Spitzer in seinem Vortrag zum Lernen in Weilheim so eindrucksvoll anmerkte, wären wir bei einer Transplantation des Gehirns lieber Spender als Empfänger. Womit in anschaulicher Weise verdeutlicht wird, dass das Gehirn Sitz des Seins eines Menschen darstellt. Während wir nach einer Transplantation unseres Herzens immer noch wir selbst wären, hätten wir nach der Transplantation unseres Gehirns jedoch unser Selbst verloren.
Das menschliche Gehirn, welches aus Milliarden Nervenzellen besteht und auf den Erwerb von Informationen, auf den Zugewinn an Wissen und auf das Lernen ausgerichtet ist, unterscheidet sich prägnant von den Gehirnen anderer Lebewesen. Wirft man den Blick in die Tierwelt, wird man erkennen, dass Tiere mit weitaus mehr Wissen – in Form von Instinkten – auf die Welt kommen als wir Menschen.
Ein Vertreter der menschlichen Spezies kommt nahezu als unbeschriebenes Blatt auf die Welt und ist insofern gezwungen sich alles Wissen anzueignen. Dies stellt für den Menschen insofern kein Problem dar, da das menschliche Gehirn darauf ausgerichtet ist zu lernen. Es ist nicht nur für das Lernen optimiert, vielmehr hat der Mensch sogar größte Freude daran, da dies seine Bestimmung darstellt. Daher erscheint es sinnvoll, einen genaueren Blick auf das Wunderwerk Gehirn zu werfen, wenn man dem Lernen auf die Spur kommen, es erklären und nachvollziehen will.
1 EINLEITUNG: Einführung in die Relevanz des lebenslangen Lernens sowie Darlegung der Zielsetzung und des Aufbaus der Arbeit.
2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN DES LERNENS: Vermittlung theoretischer Grundlagen zu Lernarten, Lerntheorien, der Neuroplastizität des Gehirns und kognitiven Prozessen wie dem Gedächtnis.
3 EINFLUSSFAKTOREN: Analyse interner (psychologischer) und externer Faktoren, die den Lernprozess und den Lernerfolg maßgeblich beeinflussen.
4 KONZEPTION UND METHODIK DER BEFRAGUNG: Detaillierte Beschreibung der empirischen Untersuchung, der Fragestellungen sowie der methodischen Vorgehensweise bei der Datenerhebung.
5 AUSWERTUNG DER BEFRAGUNG: Darstellung und statistische Analyse der Ergebnisse der Studentenbefragung hinsichtlich Motivation, Attribution und externer Einflussfaktoren.
6 DISKUSSION: Kritische Auseinandersetzung mit den Ergebnissen der Befragung unter Einbeziehung der theoretischen Literatur.
7 AUSBLICK: Zusammenfassende Handlungsempfehlungen zur Optimierung von Lernprozessen an Bildungseinrichtungen.
Lernen, Lernerfolg, Neuroplastizität, Lernprozess, Motivation, Leistungsmotivation, Selbstkonzept, Attribution, Erziehungsstil, Lernumfeld, Gehirnforschung, kognitives Lernen, Bildungswissenschaft, Pädagogik, Studentenbefragung.
Die Bachelorarbeit befasst sich mit der "Psycho-Logik des Lernens" und untersucht, welche individuellen und umweltbedingten Faktoren Lernprozesse und Lernerfolge nachhaltig beeinflussen.
Die zentralen Themen umfassen die neurologischen Grundlagen des Lernens (Neuroplastizität), verschiedene Lerntheorien, die Rolle von Motivation, Ängsten und dem Selbstkonzept sowie externe Einflüsse durch Lehrpersonen, das Lernumfeld und das Elternhaus.
Ziel ist es, ein tiefgreifendes Verständnis für die Faktoren zu entwickeln, die erfolgreiche Lernprozesse ermöglichen, und diese Erkenntnisse mittels einer empirischen Befragung unter Studierenden zu validieren.
Es wurde ein interdisziplinärer Ansatz gewählt, der theoretische Erkenntnisse aus der Neurowissenschaft und Pädagogik mit einer quantitativen empirischen Befragung (Online-Fragebogen) unter Studierenden kombiniert.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen detailliert die internen Einflussfaktoren (wie Reife, Ziele, Bedeutung) und externe Faktoren (wie Beziehung zum Lehrenden, Unterrichtsklima, Erziehungsstile) analysiert.
Wichtige Begriffe sind Lernprozess, Lernerfolg, Neuroplastizität, Motivation, Leistungsmotivation, Selbstkonzept, Erziehungsstil und Lernumfeld.
Die Arbeit betont, dass Neuroplastizität die biologische Grundlage für lebenslanges Lernen darstellt, da sich das Gehirn durch neue Erfahrungen, Wiederholungen und gezieltes Training physisch verändern und anpassen kann.
Die Autorin stellt fest, dass ein autoritativer Erziehungsstil, der durch Wertschätzung und Unterstützung geprägt ist, die besten Voraussetzungen für einen positiven Lernerfolg schafft, während autoritäre oder übermäßige Druckausübung oft zu Lernblockaden führt.
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