Diplomarbeit, 2007
92 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Das Phänomen der deutschsprachigen Presse im Ausland
1.2 Fragestellung
1.3 Stand der Forschung und Vorgehensweise
1.4 Gliederung der Arbeit
2 Der Uses-and-Gratifications-Approach
2.1 Der Ansatz
2.1.1 Entwicklung
2.1.2 Grundannahmen
2.1.3 Kritik
2.2 Empirische Forschung
2.2.1 Entwicklung von Typologien zu Mediennutzungsmotiven
2.2.2 Ergebnisse von Inter-Media-Vergleichen
2.2.3 Zusammenfassung
2.3 Übertragbarkeit auf die vorliegende Studie
2.4 Der Bedürfniskatalog für die Untersuchung der Brasil Post
3 Untersuchungsgegenstand
3.1 Brasilien
3.1.1 Kommunikative Rahmenbedingungen
3.1.2 Geschichte der deutschen Einwanderung
3.1.3 Integration der Deutschstämmigen
3.1.4 Entwicklung der deutschsprachige Presse
3.2 Die Brasil Post
3.2.1 Geschichte
3.2.2 Profil
3.2.3 Selbsteinschätzung
3.2.4 Zukunftsaussichten
4 Untersuchungsmethode
4.1 Datenerhebung
4.1.1 Datenerhebungstechnik
4.1.2 Der Fragebogen
4.1.3 Experteninterviews
4.2 Datenerfassung und –analyse
5 Nutzungsmotive der Brasil Post
5.1 Mediennutzungsverhalten
5.2 Gratifikationsitems
5.2.1 Ablenkung und Zeitvertreib
5.2.2 Information
5.2.2.1 Art der Information
5.2.2.2 Bedeutung der Medien als Informationslieferant
5.2.2.3 Rolle der deutschsprachigen Medien im Internet
5.2.2.4 Zusammenfassung
5.2.3 Persönliche Beziehungen
5.2.4 Persönliche Identität
5.2.4.1 Identifikation und Integration
5.2.4.2 Brückenfunktion
5.2.4.3 Werteverstärkung
5.2.4.4 Realitätsexploration
5.2.4.5 Zusammenfassung
5.2.5 Lernen
5.3 Fazit
6 Ausblick
Die Arbeit untersucht die Nutzungsmotive der Leser der deutschsprachigen Wochenzeitung Brasil Post in Südamerika. Ziel ist es, mittels des Uses-and-Gratifications-Approach zu analysieren, warum diese Zielgruppe trotz moderner Alternativen an der traditionellen Zeitung festhält und welche Bedürfnisse (wie Identität, Information oder soziale Bindung) dabei befriedigt werden.
1.1 Das Phänomen der deutschsprachigen Presse im Ausland
Den wenigsten Deutschen ist bewusst, dass es auch im Ausland deutschsprachige Presseerzeugnisse gibt, die vor Ort produziert und publiziert werden. Teilweise bestehen diese Publikationen bereits seit mehr als 100 Jahren. Trotz der heutigen Möglichkeit, deutsche Zeitungen im Internet zu lesen oder zu abonnieren, werden diese Traditionsblätter immer noch gekauft.
Derzeit gibt es außerhalb des deutschen Sprachraums mehr als 3 000 deutschsprachige Zeitungen, Zeitschriften und Internetportale, die sich allerdings in Art, Umfang und Qualität erheblich unterscheiden. Zusätzlich zu diesen Print- und Onlinemedien gibt es weltweit noch etwa 400 Radio- und Fernsehprogramme in deutscher Sprache. Allein seit 1990 sind rund 300 neue Zeitungen, Zeitschriften und Programme vor allem in den Ferienregionen in Südeuropa und der Türkei sowie in Osteuropa entstanden.
Die USA ist das Land mit den meisten deutschsprachigen Auslandsmedien. Im europäischen Ausland und Russland erscheinen zwei Drittel der Medien. Etwa zehn Prozent der deutschsprachigen Publikationen erscheinen in Süd- und Mittelamerika, fünf Prozent in Asien, drei Prozent in Australien und Neuseeland und nur zwei Prozent in Afrika. Da bei dieser Arbeit deutschsprachige Zeitungen im Vordergrund stehen, wird im Folgenden nicht detaillierter auf Radio- und Fernsehprogramme, Zeitschriften und Internetportale eingegangen.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Phänomen der deutschsprachigen Auslandspresse ein, stellt die Forschungsfrage und erläutert die Vorgehensweise sowie den Aufbau der Diplomarbeit.
2 Der Uses-and-Gratifications-Approach: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Nutzen- und Belohnungsansatzes dargelegt, kritisch hinterfragt und auf die geplante empirische Studie zur Brasil Post angepasst.
3 Untersuchungsgegenstand: Das Kapitel bietet einen historischen und soziokulturellen Kontext zu Brasilien, der deutschen Einwanderung und der speziellen Geschichte sowie dem Profil der Brasil Post.
4 Untersuchungsmethode: Die methodische Vorgehensweise, bestehend aus einer Leserumfrage und Experteninterviews, wird hier detailliert beschrieben und begründet.
5 Nutzungsmotive der Brasil Post: Der Hauptteil präsentiert und analysiert die Umfrageergebnisse hinsichtlich des Mediennutzungsverhaltens und der verschiedenen Gratifikationsdimensionen wie Information, Identität und soziale Beziehungen.
6 Ausblick: Abschließend werden die Ergebnisse reflektiert und eine Zukunftsprognose für die Brasil Post unter Berücksichtigung der Herausforderungen des Marktes und der Zielgruppenstruktur gewagt.
Brasil Post, Auslandsmedien, Mediennutzung, Uses-and-Gratifications-Approach, deutsche Auswanderer, Brasilien, Deutschtum, Identität, Integration, Printmedien, Rezeptionsforschung, Sprachverlust, Traditionsblätter, Medienmotiv, Minderheitenmedien.
Die Diplomarbeit untersucht die Motive, aus denen Menschen in Südamerika, speziell in Brasilien, die deutschsprachige Wochenzeitung Brasil Post lesen.
Die Themen umfassen die Geschichte der deutschen Einwanderung in Brasilien, die Rolle deutschsprachiger Minderheitenmedien sowie die Anwendung kommunikationswissenschaftlicher Theorien zur Mediennutzung.
Das Ziel ist es, die spezifischen Nutzungsmotive der Brasil Post-Leserschaft zu identifizieren und zu erklären, warum diese trotz des Wandels der Medienlandschaft weiterhin an dem Blatt festhalten.
Die Arbeit nutzt einen methodischen Mix aus einer quantitativen Leserumfrage (schriftlicher Fragebogen) und Experteninterviews mit der Verlagsleitung.
Im Hauptteil werden die gesammelten Daten analysiert, um die Gratifikationsdimensionen wie Information, Persönliche Beziehungen, Identitätsstiftung und Sprachpflege empirisch zu beleuchten.
Wichtige Begriffe sind Brasil Post, Auslandsmedien, Mediennutzung, Identität, Integration sowie deutsch-brasilianische Beziehungen.
Die Zeitung fungiert nicht nur als reines Informationsorgan, sondern primär als Brücke zur deutschen Heimat und als Identitätsanker für eine deutschstämmige Bevölkerung, die in einem portugiesischsprachigen Umfeld lebt.
Die Sprache dient als verbindendes Element und Ausdruck der kulturellen Identität; viele Leser nutzen die Zeitung explizit, um den Kontakt zur deutschen Sprache zu halten oder ihre Kenntnisse zu üben.
Die Autorin betont, dass die Ergebnisse aufgrund der speziellen Entstehungsgeschichte der Brasil Post nicht uneingeschränkt auf andere Auslandsmedien übertragbar sind, jedoch Parallelen in der Struktur von Minderheitenmedien aufzeigen.
Die Zukunft ist aufgrund des hohen Durchschnittsalters der Leserschaft und fehlenden Nachwuchses gefährdet, sofern keine inhaltliche Modernisierung oder zielgerichtete Gewinnung neuer Nutzergruppen erfolgt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

