Diplomarbeit, 2009
67 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Fokus, Zielsetzung und Abgrenzung der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Grundlagen
2.1 Immobilienunternehmen als Investoren in Bestandsimmobilien
2.1.1 Institutionelle Investoren
2.1.2 Private Investoren
2.1.3 Weitere Immobilienbestandshalter
2.2 Finanzierung in der Immobilienwirtschaft
2.2.1 Finanzierungsformen
2.2.2 Einordnung und Bedeutung der Kreditfinanzierung
2.3 Darlehensgeber und ihre Refinanzierung
2.3.1 Pfandbrief- und Universalbanken
2.3.2 Versicherungsunternehmen und Pensionskassen
2.3.3 Bausparkassen
2.3.4 Förderbanken
2.4 Darlehensvertrag
3. Bestandteile und Varianten in der Kreditfinanzierung von Immobilien
3.1 Zinssatz
3.2 Zinsbindungen
3.2.1 Festzinsvereinbarungen
3.2.2 Variable Zinsvereinbarungen
3.2.3 Zinsfestschreibung und Zinssicherung über Derivate
3.2.4 Forward-Darlehen
3.3 Fremdwährungsdarlehen
3.3.1 Anwendungsgebiete
3.3.2 Sicherungsinstrumente
3.4 Tilgungsvarianten und Revalutierung
3.4.1 Annuitätische Tilgung
3.4.2 Konstante Tilgung
3.4.3 Endfällige Tilgung
3.4.4 Sondertilgung und Revalutierung
3.5 Kapitaldienst und Kapitaldienstfähigkeit
3.6 Beleihungswerte und Beleihungshöhen
3.7 Besicherung von Immobiliendarlehen
3.7.1 Haftung des Darlehensnehmers
3.7.2 Grundpfandrechte
3.7.3 Verpfändung und Abtretung von Rechten und Forderungen
3.7.4 Bürgschaft, Garantie und Patronatserklärung
3.7.5 Covenants
4. Finanzwirtschaftliche Analyse der Kreditfinanzierungsvarianten
4.1 Finanzwirtschaftliche Ziele von Immobilienunternehmen
4.2 Einflussfaktoren auf die finanzwirtschaftlichen Ziele
4.2.1 Zinsbindungen
4.2.2 Fremdwährungsdarlehen
4.2.3 Tilgungsstruktur
4.2.4 Beleihungswerte und Beleihungshöhen
4.2.5 Besicherung
4.2.6 Gläubigerstruktur
4.3 Bewertung der Einflussfaktoren
4.3.1 Einzelkreditbetrachtung
4.3.2 Kreditportfoliobetrachtung
5. Untersuchung eines Kreditportfolios anhand eines Praxisbeispiels
5.1 Das Beispielunternehmen
5.2 Untersuchung des Kreditportfolios
5.2.1 Zinsbindungen und Zinssicherungsinstrumente
5.2.2 Tilgungsstruktur
5.2.3 Beleihungshöhen
5.2.4 Besicherung
5.2.5 Gläubigerstruktur
5.3 Bewertung der Untersuchung
5.3.1 Bewertung der Einzelergebnisse
5.3.2 Fazit der Bewertung
6. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit identifiziert und analysiert die finanzwirtschaftlichen Einflussfaktoren auf Kreditportfolios von Immobilienunternehmen, um Optimierungspotenziale in der Gestaltung von Kreditverträgen aufzuzeigen und diese anhand eines Praxisbeispiels zu veranschaulichen.
3.2.1 Festzinsvereinbarungen
Bei einer Festzinsvereinbarung erfolgt zu Beginn eines Kredites die einmalige Festlegung eines Zinssatzes entweder für die vollständige Kreditlaufzeit (z. B. Bauspar oder Förderdarlehen) oder häufiger für eine bestimmte Zinsbindungsfrist (z. B. 5, 10 oder 15 Jahre). Da im festgelegten Zeitraum keine Zinsanpassungen vorgenommen werden und die Tilgung i. d. R. ebenfalls von vornherein festgelegt wird, ist der Kapitaldienst für die Finanzierung exakt kalkulierbar. Festzinsvereinbarungen sind während der Laufzeit grundsätzlich nicht kündbar. Eine Ausnahme hiervon bietet das ordentliche Kündigungsrecht eines Darlehensnehmers nach Ablauf von 10 Jahren.
Einer Beendigung der Festzinsvereinbarung vor vertraglicher Fälligkeit (z. B. wegen Verkauf der Immobilie) kann der Kreditgeber zustimmen. Da der Kreditgeber den Finanzierungsbetrag i. d. R. fristenkongruent refinanziert hat, kann ihm je nach Zinsniveau ein Schaden durch die weiter bestehende Refinanzierung entstehen. Aus diesem Grund muss der Darlehensnehmer bei vorzeitiger Auflösung i. d. R. eine Vorfälligkeitsentschädigung bezahlen, deren Höhe vom Zinsniveau bei Vertragsabschluss, vom Zinsniveau bei Auflösung und von der Restlaufzeit des Vertrags abhängt.
1. Einleitung: Definition des Fokus auf unternehmerische Kreditnehmer sowie Darlegung der Zielsetzung und des Aufbaus der Arbeit.
2. Grundlagen: Vorstellung der verschiedenen Immobilieninvestoren, der Finanzierungsformen sowie der gängigen Darlehensgeber in der Immobilienwirtschaft.
3. Bestandteile und Varianten in der Kreditfinanzierung von Immobilien: Detaillierte Erläuterung der technischen Komponenten wie Zins, Tilgung, Beleihung und Besicherung.
4. Finanzwirtschaftliche Analyse der Kreditfinanzierungsvarianten: Untersuchung der Zielkonflikte und der Auswirkungen einzelner Finanzierungsbausteine auf die Unternehmensziele.
5. Untersuchung eines Kreditportfolios anhand eines Praxisbeispiels: Analyse der theoretischen Aspekte am praktischen Beispiel der „Immobilien AG“.
6. Schlussbetrachtung: Zusammenfassendes Fazit zur Bedeutung von Finanzierungsstrategien und Anregungen zur Optimierung.
Kreditfinanzierung, Immobilienwirtschaft, Immobilienportfolio, Darlehensvertrag, Zinsbindung, Tilgungsvarianten, Beleihungswert, Besicherung, Covenants, Leverage-Effekt, Pfandbriefbanken, Risikomanagement, Liquiditätssteuerung, Kapitaldienstfähigkeit, Immobilieninvestitionen.
Die Arbeit untersucht die Kreditfinanzierung von Immobilienunternehmen mit dem Fokus auf die Identifikation und Optimierung der relevanten Einflussgrößen.
Die Arbeit deckt die Struktur der Immobilienfinanzierung ab, von den Darlehensgebern über Zins- und Tilgungsstrukturen bis hin zu Besicherungsformen und der Analyse von Kreditportfolios.
Ziel ist es, finanzwirtschaftliche Einflussfaktoren auf Kreditverträge und das Gesamtportfolio zu analysieren, um Optimierungsansätze für Unternehmen abzuleiten.
Neben einer theoretischen Fundierung durch Literaturanalyse erfolgt eine praktische Untersuchung und Bewertung des Kreditportfolios eines Beispielunternehmens („Immobilien AG“).
Im Hauptteil werden zunächst die Grundlagen der Immobilienfinanzierung dargelegt, gefolgt von einer detaillierten Analyse der einzelnen Finanzierungsbausteine und einer finanzwirtschaftlichen Bewertung der Einflussfaktoren.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Kreditfinanzierung, Immobilienportfolio, Zinsbindung, Beleihungswert und Covenants maßgeblich geprägt.
Das magische Dreieck beschreibt die konkurrierenden Ziele Liquidität, Rentabilität und Sicherheit, die für Immobilienunternehmen bei der Kreditgestaltung ausbalanciert werden müssen.
Die Zinsbindung beeinflusst sowohl die Planungssicherheit als auch die Kreditkosten sowie die Flexibilität bei vorzeitigen Tilgungen oder Verkäufen.
Covenants sind Nebenabreden, die den Kreditgeber durch die Überwachung von Kennzahlen (wie LTV oder DSCR) schützen, den Handlungsspielraum des Kreditnehmers jedoch einschränken können.
Durch Konzentrationsprozesse, Bankübernahmen und die Folgen der Finanzkrise (Liquiditätsengpässe) hat sich der Markt zunehmend in einen Verkäufermarkt für die Banken gewandelt.
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