Forschungsarbeit, 2010
37 Seiten
1. Einleitung & Motivation
2. Grundkonzepte
2.1 Web 2.0 und Social Software
2.1.1 Begriffsklärung
2.1.2 Charakteristik von Social Software
2.1.3 Prinzipien von Social Software
2.2 Enterprise 2.0
2.3 Rollenverständnis im klassischen BPM
3. Untersuchungsansatz
3.1 Review
3.2 Vorgehensweise
4. Erweiterte Konzepte
4.1 Beziehungen zwischen Social Software und BPM
4.2 Prinzipien von Social Software im BPM und deren Erfolgspotentiale
4.3 Empowerment und Agiles BPM
4.4 Social BPM Lebenszyklus
5. Aktuelle Entwicklung und offene Probleme im Social BPM
5.1 Technologieoptionen
5.2 Prozessdefinition und Modellierung
5.3 Prozessoptimierung – Vorgehen und Qualitätssicherung
5.4 Rollenverständnis im Social BPM
5.5 Charakteristik des Social BPM
6. Aktuelle Prototypen
6.1 ARISalign
6.2 collMaP (Forschungsprototyp)
7. Bedeutung für den Bezugsrahmen
8. Zusammenfassung und Fazit
9. Ausblick
Die Arbeit untersucht das Potenzial von Social Software, um das klassische Geschäftsprozessmanagement (BPM) flexibler zu gestalten und die Beteiligung der Mitarbeiter zu erhöhen. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei darauf, wie Prinzipien des Web 2.0, wie Selbstorganisation und kollektive Intelligenz, in den BPM-Lebenszyklus integriert werden können, um die Effizienz zu steigern und Silo-Strukturen aufzubrechen.
5.3 Prozessoptimierung – Vorgehen und Qualitätssicherung
Im Rahmen von Social BPM zeichnet sich eine neue „soziale“ Methode zur Prozessoptimierung ab. Prozessausführer (PA) haben hier die Möglichkeit direkt in Prozessmodelle einzugreifen, um Änderungsvorschläge zu modellieren und die Begründung bzw. Relevanz zu dokumentieren. Weitere Mitarbeiter ebenso wie Prozessverantwortliche entscheiden anschließend über die Relevanz. Wurde die Relevanz bzw. die Notwendigkeit der Prozessänderung erkannt, so erfolgt eine iterative Überarbeitung des Prozesses, bis der Prozess allgemein als Entwurfsversion akzeptiert wird. Anschließend erfolgt wiederum eine iterative Überarbeitung dieser Entwurfsversion auf der Basis von Reviews, welche die Prozessgestalter untereinander durchführen. Erfolgt ein Review ohne weitere Änderungsvorschläge wird der Prozess freigegeben und anschließend als neuer Ist-Prozess in das unternehmensweite Prozessmodelle integriert.
Das erläuterte Vorgehen wurde in Abbildung 6 unter Zuhilfenahme der Ereignisgesteuerte Prozesskette (EPK) modelliert. Wie auch bei der Prozessdefinition und Modellierung kann in der Prozessoptimierung auf die Qualitätssicherungsmechanismen des Kollektivs zurückgegriffen werden. Einerseits kann frühzeitig die Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit der vorgeschlagenen Prozessänderung bzw. der aktuellen Schwachstelle sowohl mit den betroffenen Stellen (den Prozessausführern) als auch mit den Prozessgestaltern diskutiert werden, andererseits kann durch die iterative kontinuierliche Prozessverbesserung durch mehrere Beteiligte der gewünschte Ist-Prozess schneller erreicht werden.
1. Einleitung & Motivation: Einführung in das Wachstum von Web 2.0-Technologien und die daraus resultierende Notwendigkeit, klassische Organisationstheorien im BPM durch sozialere Ansätze zu ergänzen.
2. Grundkonzepte: Definition von Web 2.0, Social Software und Enterprise 2.0 sowie Analyse des klassischen Rollenverständnisses im BPM.
3. Untersuchungsansatz: Beschreibung der gewählten Review-Methode nach Cooper zur wissenschaftlichen Aufarbeitung des Themenfeldes.
4. Erweiterte Konzepte: Erläuterung der theoretischen Grundlagen von Social BPM, inklusive Empowerment und dem veränderten BPM-Lebenszyklus.
5. Aktuelle Entwicklung und offene Probleme im Social BPM: Detaillierte Untersuchung von Technologieoptionen, intuitiven Modellierungsmöglichkeiten und neuen Vorgehensweisen in der Prozessoptimierung.
6. Aktuelle Prototypen: Demonstration der praktischen Umsetzung anhand der Werkzeuge ARISalign und des Forschungsprototypen collMaP.
7. Bedeutung für den Bezugsrahmen: Zusammenfassung der Anforderungen an BPM-Suiten und Einordnung von Social BPM in den betrieblichen Bezugsrahmen.
8. Zusammenfassung und Fazit: Zusammenfassende Bewertung des Potenzials von Social BPM zur Steigerung der Prozessdynamik und Motivation.
9. Ausblick: Diskussion über zukünftige Forschungsbedarfe, insbesondere bezüglich der Unternehmensgröße und weiterer Phasen des BPM-Zyklus.
Social BPM, Web 2.0, Enterprise 2.0, Geschäftsprozessmanagement, Prozessoptimierung, Empowerment, Selbstorganisation, Kollektive Intelligenz, Prozessmodellierung, Social Software, Agile Organisation, ARISalign, collMaP, Prozessausführer, Prozessgestaltung.
Die Arbeit untersucht, wie Methoden und Technologien des Web 2.0 in das klassische Geschäftsprozessmanagement integriert werden können, um moderne Unternehmensanforderungen an Flexibilität und Partizipation zu erfüllen.
Zu den Schwerpunkten gehören der Wandel von der starren Prozesshierarchie zur Selbstorganisation, der Einsatz von Social Software in Unternehmen (Enterprise 2.0) und neue Methoden der kollaborativen Prozessmodellierung.
Ziel ist es, den BPM-Lebenszyklus zu verkürzen, die Mitarbeitermotivation durch Empowerment zu steigern und eine Methode zu etablieren, bei der Prozessausführer aktiv an der Gestaltung und Optimierung der Abläufe mitwirken.
Die Arbeit basiert auf der Review-Methode nach Cooper, bei der vorhandene Primärliteratur und aktuelle Forschungsansätze systematisch bewertet, zusammengefasst und in einen theoretischen Bezugsrahmen gesetzt werden.
Der Hauptteil befasst sich mit erweiterten Konzepten wie dem Social BPM Lebenszyklus, stellt technische Optionen für webbasierte Plattformen vor und demonstriert die Praxisumsetzung anhand konkreter Werkzeuge wie ARISalign.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Social BPM, Empowerment, Prozessoptimierung, Selbstorganisation und kollaborative Prozessmodellierung am besten beschreiben.
Im klassischen BPM ist der Mitarbeiter oft passiver Ausführender. Im Social BPM wird er durch Empowerment zum aktiven Mitgestalter, der über Mitwirkungskompetenz verfügt und aktiv Verbesserungsvorschläge in den Prozess einbringt.
Führungskräfte wandeln sich von direkten Weisungsgebern zu Coaches, Koordinatoren und Designern, die Teams organisieren, Wissen vermitteln und den notwendigen Rahmen für Selbstorganisation schaffen.
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