Bachelorarbeit, 2008
26 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Theorie der modernen Autobiographie
2.1 Entwicklung zur modernen Autobiographien des 20. Jahrhunderts
2.2 Charakterisierungen moderner Autobiographien
2.3 Autobiographische Wahrheit
3. Analyse von Helga Königsdorfs Autobiographie „Landschaft in wechselndem Licht“
3.1 Autobiographischer Pakt
3.2 Erzählgestaltung und Zeitebene
3.3 Subjektive Erinnerungen
3.4 Themen und Motive
3.5 Kritische Selbstreflexionen
4. Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern es sich bei dem Werk „Landschaft in wechselndem Licht“ von Helga Königsdorf um eine moderne Autobiographie handelt, wobei insbesondere erzähltechnische Merkmale und der autobiographische Pakt kritisch analysiert werden.
3.1 Autobiographischer Pakt
Im folgenden Kapitel wird die Authentizität des Werkes untersucht und mit Textstellen belegt. Bereits der Untertitel des Buches – „Erinnerungen“ – sowie das Cover mit einem Foto der Autorin sind erste Hinweise für die Bestätigung der These. Die Biographie der Autorin liefert einen weiteren Nachweis. Mit Hilfe dieser Informationen lässt sich feststellen, dass der Inhalt des Buches mit den aufgeführten Lebensdaten und -stationen der Autorin übereinstimmt. Zum Vergleich ist dem Anhang dieser Arbeit die Biographie der Autorin beigefügt. Folgender Satz mit dem Kürzel der Autorin stehen im Vorwort: „Das ist ja gerade das Tolle am Leben: Was auch darüber gesagt oder geschrieben wird, es ist immer anders gewesen.“ Die Autorin muss sich bei der Beschreibung ihres Lebens auf ihre subjektive Wahrnehmung verlassen. Eine andere Person wird aus ihrer eigenen Perspektive eine gleiche Situation unter Umständen anders wahrgenommen haben. Mit dieser Aussage nimmt die Autorin Bezug auf das subjektive Gedächtnis, einem typischen Merkmal der modernen Autobiographie, das in Kapitel 3.3 behandelt wird. Auch der Hinweis auf Pastellkreidezeichnungen der Autorin und die Gedichtsammlung im Anhang bestätigen die Authentizität, da Helga Königsdorf selber gezeichnet und Gedichte geschrieben hat.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz autobiographischer Literatur ein und begründet die Zielsetzung, den Primärtext gegen die Gattung der Memoiren abzugrenzen.
2. Theorie der modernen Autobiographie: Dieses Kapitel erläutert die historische Entwicklung und die konstitutiven Merkmale der modernen Autobiographie, einschließlich der Problematik autobiographischer Wahrheit.
3. Analyse von Helga Königsdorfs Autobiographie „Landschaft in wechselndem Licht“: Das Hauptkapitel wendet das theoretische Wissen auf den Primärtext an und untersucht den autobiographischen Pakt, narrative Strategien und thematische Schwerpunkte.
4. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung rekapituliert die Ergebnisse und bekräftigt die Einordnung des Werkes als Autobiographie entgegen einer vereinzelt geäußerten Kritik.
Autobiographie, Helga Königsdorf, moderne Autobiographie, autobiographischer Pakt, Philippe Lejeune, Subjektivität, Erinnerung, Identität, DDR-Geschichte, Krankheit, Lebenskrisen, Erzählgestaltung, Zeitebene, Selbstreflexion, Literaturwissenschaft.
Die Arbeit analysiert Helga Königsdorfs Werk „Landschaft in wechselndem Licht“ und prüft, ob es die Gattungsmerkmale einer modernen Autobiographie erfüllt.
Neben der Gattungstheorie stehen die Umsetzung des autobiographischen Paktes, die subjektive Natur des Erinnerns sowie der Einfluss von Lebenskrisen auf das autobiographische Schreiben im Fokus.
Die Forschungsfrage ist, ob das Werk als Autobiographie zu klassifizieren ist und wie die Autorin dabei mit den Grenzen und Möglichkeiten des Genres spielt.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, bei der theoretische Konzepte (u.a. von Philippe Lejeune und Roy Pascal) auf den Primärtext angewendet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des autobiographischen Paktes, die Analyse der Erzählweise, die Thematisierung subjektiver Erinnerungen sowie die Auseinandersetzung mit Motiven wie Krankheit und Identität.
Wichtige Begriffe sind Autobiographie, Identität, subjektive Erinnerung, autobiographischer Pakt und literarische Selbstreflexion.
Das Schachspiel fungiert als wiederkehrendes, symbolisches Motiv, das die Autorin in die Gegenwart zurückholt und den nahenden Tod sowie ihre existentielle Lage thematisiert.
Die Arbeit hinterfragt die Kürze der DDR-Darstellung kritisch, betont jedoch, dass das Ziel einer Autobiographie die individuelle Rekonstruktion ist und nicht die vollständige historische Aufarbeitung.
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