Bachelorarbeit, 2009
80 Seiten, Note: 5.75
1 Einleitende Bemerkungen
1.1 Problemstellung und Ziel
1.2 Aufbau und Vorgehensweise
2 Begriffsdefinition und Abgrenzung
2.1 Intellectual Capital (IC)
2.2 Human Capital (HC)
3 Human Capital in der Rechnungslegung
3.1 Human Capital – ein Aktivum eines Unternehmens?
3.1.1 Allgemeine Ansatzvoraussetzungen für ein Asset
3.1.2 Ansatzvoraussetzungen für Intangible Assets
3.1.3 Einschränkungen bezüglich Human Capital als ein Asset
3.1.4 Exkurs: Goodwill
3.2 Fazit zum Human Capital als ein Asset
4 Human Capital – ein unerlässlicher Faktor in der Berichterstattung
4.1 Bedeutung von Human Capital in der Berichterstattung
4.1.1 Kapitalmarktwirtschaftliche Perspektive
4.1.2 Unternehmensperspektive
4.1.3 Investorenperspektive
4.2 Darstellung von Human Capital in der Berichterstattung
4.2.1 Rein qualitative Ansätze
4.2.2 Rein quantitative Ansätze
4.2.2.1 Umsatzfaktor von Human Capital (HCRF)
4.2.2.2 Human Economic Value Added (HEVA)
4.2.2.3 Kostenfaktor von Human Capital (HCCF)
4.2.2.4 Wertschöpfung von Human Capital (HCVA)
4.2.2.5 Kapitalrendite von Human Capital (HCROI)
4.2.2.6 Marktwert von Human Capital (HCMV)
4.2.3 Qualitativ-quantitativer Ansatz
4.2.3.1 Vorbemerkungen
4.2.3.2 Intellectual Capital Statement
4.3 Fazit zu den Ansätzen für eine Human Capital Berichterstattung
5 Geschäftsberichtanalyse
5.1 Untersuchungsgegenstand und Ziel der Analyse
5.2 Allgemeine Ergebnisse der Analyse
5.3 Unternehmensspezifische Ergebnisse der Analyse
5.3.1 Novartis International AG
5.3.2 F. Hoffmann-La Roche Ltd
5.3.3 Synthes, Inc.
5.3.4 Actelion Pharmaceuiticals Ltd
5.3.5 Nobel Biocare Holding AG
5.4 Fazit der Geschäftsberichtsanalyse
5.5 Ausblick
6 Fazit
Die Bachelorarbeit untersucht die zunehmende Bedeutung des Human Capital in der externen Unternehmensberichterstattung. Ziel ist es zu analysieren, inwieweit Unternehmen der Health Care Branche den Wert ihrer Mitarbeiter als zentralen Werttreiber in Jahresabschlüssen systematisch und transparent kommunizieren oder ob hierbei weiterhin erhebliche Defizite bestehen.
3.1.2 Ansatzvoraussetzungen für Intangible Assets
Werden die International Financial Reporting Standards betrachtet, sind immaterielle Vermögenswerte in IAS 38 berücksichtigt. Immaterielle Vermögenswerte charakterisieren sich gemäss IAS 38.8 (2008) durch folgende drei zentrale Merkmale:
− Identifizierbarkeit (Abgrenzbarkeit);
− keinen monetären Vermögenswert;
− ohne physische Substanz.
Laut Buchholz (2004) müssen für den Ansatz von immateriellen Vermögenswerten weitere postenspezifische Kriterien erfüllt sein, um damit einen objektiveren Aufschluss der Vermögenswerte darstellen zu können. Nebst den allgemeinen Ansatzvorschriften, welche in IAS 38 wiederholt werden, müssen immaterielle Vermögenswerte zusätzlich die spezifischen Ansatzkriterien der Abgrenzbarkeit, Kontrolle und des wirtschaftlichen Nutzens erfüllen. Die Abgrenzbarkeit meint dabei die Sicherstellung der Existenz des immateriellen Vermögenswertes (S. 75). IAS 38.11 (2008) präzisiert die Aussage und verlangt die Identifizierbarkeit für eine klare Abgrenzung des Wertes zum Geschäfts- oder Firmenwert. Nach Buchholz (2004) werden in IAS 38.12 zwei unterschiedliche Arten für die Abgrenzbarkeit unterschieden. Erstens verlangt die Separierbarkeit, dass immaterielle Vermögenswerte auf einer rechtlichen oder vertraglichen Basis aufbauen oder sich von anderen Posten unterscheiden. Ausserdem muss zweitens geprüft werden, inwiefern der Vermögenswert von anderen Werten getrennt verkauft, vermietet oder auf andere Art und Weise genutzt werden kann. Sind die eben genannten Kriterien nicht erfüllt, dann ist der Posten als Bestandteil des Firmenwertes zu berücksichtigen (S. 75f.).
1 Einleitende Bemerkungen: Einführung in die Relevanz des Human Capital als zentraler Werttreiber in einer globalisierten Wissensökonomie und Darlegung der Zielsetzung der Arbeit.
2 Begriffsdefinition und Abgrenzung: Theoretische Einordnung des Intellectual Capital und des Human Capital unter Berücksichtigung verschiedener wissenschaftlicher Definitionen.
3 Human Capital in der Rechnungslegung: Untersuchung der IFRS-Vorgaben hinsichtlich der Aktivierungsfähigkeit von Human Capital und die damit verbundenen Restriktionen.
4 Human Capital – ein unerlässlicher Faktor in der Berichterstattung: Beleuchtung der Bedeutung aus Kapitalmarkt-, Unternehmens- und Investorensicht sowie Vorstellung verschiedener Reporting-Ansätze.
5 Geschäftsberichtanalyse: Praktische Untersuchung von Geschäftsberichten ausgewählter Health Care Unternehmen hinsichtlich ihrer aktuellen Human Capital Berichterstattung.
6 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und kritische Reflektion über die Diskrepanz zwischen theoretischer Bedeutung und praktischer Umsetzung der Human Capital Berichterstattung.
Human Capital, Intellectual Capital, Berichterstattung, Rechnungslegung, IFRS, Werttreiber, Intangible Assets, Human Capital Reporting, Value Reporting, Geschäftsberichtanalyse, Health Care Branche, Mitarbeiterzufriedenheit, Fluktuation, Personalmanagement, Humankapital-Rendite.
Die Arbeit behandelt die Rolle des Human Capital als wertgenerierenden Faktor eines Unternehmens und untersucht, wie dieses Kapital in der externen Finanzberichterstattung dargestellt wird.
Neben theoretischen Grundlagen zum Intellectual und Human Capital analysiert die Arbeit die Rechnungslegungsvorschriften, verschiedene Reporting-Modelle wie das Intellectual Capital Statement sowie die Praxis in der Health Care Branche.
Das Ziel ist die Untersuchung, ob und wie Unternehmen der Health Care Branche den Wert ihres Humankapitals in Jahresabschlüssen kommunizieren und ob dabei ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird.
Die Autorin kombiniert eine theoretische Literaturanalyse mit einer explorativen empirischen Analyse, bei der Geschäftsberichte von fünf führenden SMI-kotierten Unternehmen aus der Health Care Branche systematisch untersucht wurden.
Der Hauptteil analysiert zunächst die Hürden in der Bilanzierung nach IFRS, evaluiert anschließend verschiedene quantitative und qualitative Reporting-Modelle und führt danach die praktische Analyse der Geschäftsberichte durch.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Human Capital, Intellectual Capital, Value Reporting, immaterielle Vermögenswerte, Unternehmensberichterstattung und spezifische Kennzahlen wie HCRF oder HEVA geprägt.
Die Analyse zeigt eine große Inkonsistenz; während einige Unternehmen zumindest Kennzahlen zur Fluktuation oder Personalkosten veröffentlichen, bleibt die Berichterstattung meist auf qualitative Beschreibungen beschränkt, die wenig über den tatsächlichen Wertbeitrag aussagen.
Es wird festgehalten, dass ohne allgemein akzeptierte Standards keine transparente Vergleichbarkeit möglich ist, weshalb sich Unternehmen idealerweise proaktiv als Vorläufer für eine systematische Berichterstattung etablieren sollten.
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