Bachelorarbeit, 2011
98 Seiten, Note: 1,8
0 EINLEITUNG
1 DIE AKTUELLE ARBEITSMARKTSITUATION IN DEUTSCHLAND
2 DAS REHABILITATIONSSYSTEM IN DEUTSCHLAND
3 INTEGRATIONSFACHDIENSTE IN DEUTSCHLAND
3. 1 Definition
3. 2 Entstehung der IFD
3. 3 Zielgruppe
3. 4 Finanzierung und Träger
3. 5 Aufgaben
3. 6 Dokumentation und Qualitätssicherung
3. 7 Personal
3. 8 Bewertung der Arbeit der Integrationsfachdienste
3. 9 Bisherige Forschungen zum Thema der IFD
3. 10 Die kreisfreie Stadt Dortmund sowie der Kreis Unna – Zwei Beispiele für IFD
3.10.1 Der Integrationsfachdienst der kreisfreien Stadt Dortmund
3.10.2 Der Integrationsfachdienst im Kreis Unna
4 PLANUNG, DURCHFÜHRUNG UND ERGEBNISSE DER ERHEBUNG
4. 1 Entwicklung der Fragestellung
4. 2 Methodische Grundlagen
4. 3 Das Experteninterview
4.3.1 Dimensionen des Experteninterviews
4.3.2 Die Auswertung von Experteninterviews
4.3.3 Grenzen der Methode Experteninterview
4. 4 Gütekriterien qualitativer Forschung
4. 5 Interviewleitfaden
4. 6 Interviewpartner
4. 7 Durchführung der Interviews
4. 8 Ergebnisse
4. 9 Diskussion der Ergebnisse
5 RESÜMEE UND AUSBLICK
Die vorliegende Arbeit untersucht explorativ die Sichtweise von Arbeitgebern auf die Zusammenarbeit mit Integrationsfachdiensten (IFD). Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, wie Arbeitgeber diese Kooperation erleben, welchen Nutzen sie daraus ziehen und wie die Zusammenarbeit aus ihrer Perspektive optimiert werden kann, insbesondere im Kontext der beruflichen Sicherung und Vermittlung von Menschen mit Behinderung.
3. 5 Aufgaben
Im Jahr 2009 wurden 30.809 Personen beraten und 69.278 Personen im Rahmen der beruflichen Sicherung und der Vermittlung betreut (vgl. BIH 2010, 26). Zu den Aufgaben im Speziellen zählen Vermittlung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt, berufsbegleitende Dienste/ Arbeitsplatzsicherung, Übergang Schule-Beruf (Vermittlung von der Schule in einen Beruf), Übergang WfbM-Beruf (Vermittlung aus einer Werkstatt heraus auf den allgemeinen Arbeitsmarkt).
Vermittlung: Vermittlungsarbeit heißt im Detail Vermittlung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt. Sie ist neben der Begleitung bestehender Arbeitsverhältnisse eine der zentralen Hauptaufgaben des Integrationsfachdienstes. Ziel ist es, für den behinderten Menschen einen adäquaten Arbeitsplatz zu finden. Dies ist auf Langfristigkeit angelegt.
Die IFD sind ein niederschwelliges Angebot; somit hat jeder Kunde die Möglichkeit den IFD zu kontaktieren und sich über die Arbeit des IFD zu informieren. In der Regel werden die Klienten jedoch vom Hauptauftraggeber, z.B. BfA dem IFD zugewiesen. Vermittlungsarbeit berücksichtigt zudem auch den gesamten Prozess der Vorbereitung sowie Absicherung des Arbeitsverhältnisses und gegebenenfalls auch eine Nachbetreuung.
0 EINLEITUNG: Die Autorin begründet das Thema ihrer explorativen Untersuchung und erläutert die Motivation, Arbeitgeber als Experten zur Zusammenarbeit mit dem IFD zu befragen.
1 DIE AKTUELLE ARBEITSMARKTSITUATION IN DEUTSCHLAND: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über demografische Faktoren sowie arbeitsmarktpolitische Instrumente in Deutschland.
2 DAS REHABILITATIONSSYSTEM IN DEUTSCHLAND: Hier werden die Strukturen der beruflichen Rehabilitation, einschließlich der verschiedenen Träger und Maßnahmen, erläutert.
3 INTEGRATIONSFACHDIENSTE IN DEUTSCHLAND: Dieses Kapitel beleuchtet Definition, Entstehung, Zielgruppen, Aufgaben, Finanzierung und Qualitätssicherung der IFD sowie lokale Beispiele aus Dortmund und dem Kreis Unna.
4 PLANUNG, DURCHFÜHRUNG UND ERGEBNISSE DER ERHEBUNG: Darstellung der methodischen Vorgehensweise, der Experteninterviews, der Auswertung und der zentralen Ergebnisse der Arbeitgeberbefragung.
5 RESÜMEE UND AUSBLICK: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse und Vorschläge für die Optimierung der Zusammenarbeit zwischen Arbeitgebern und Integrationsfachdiensten.
Integrationsfachdienst, IFD, berufliche Rehabilitation, Arbeitgeber, Arbeitsplatzsicherung, Vermittlung, Menschen mit Behinderung, Experteninterview, Arbeitsmarkt, Inklusion, berufliche Integration, Qualitätssicherung, Arbeitsförderung, Behindertenpolitik, Unternehmenskultur
Die Arbeit untersucht, wie Arbeitgeber die Zusammenarbeit mit Integrationsfachdiensten (IFD) wahrnehmen und welchen Stellenwert diese Kooperation für die berufliche Integration von Menschen mit Behinderung hat.
Die zentralen Themen sind das deutsche Rehabilitationssystem, die Aufgaben der IFD, die methodische Durchführung qualitativer Experteninterviews und die subjektive Einschätzung der Arbeitgeber zur Zusammenarbeit.
Das primäre Ziel ist es, einen explorativen Einblick in die Sichtweise von Arbeitgebern zu gewinnen, um zu verstehen, wie sie die Zusammenarbeit mit dem IFD gestalten, welchen Nutzen sie daraus ziehen und wie diese Kooperation weiterentwickelt werden kann.
Es handelt sich um eine qualitative Studie. Als Methode wurde das leitfadengestützte Experteninterview gewählt, um detailliertes Wissen von Arbeitgebern zu rekonstruieren.
Im Hauptteil werden zunächst der theoretische Rahmen der IFD in Deutschland sowie deren Arbeitsweise (Vermittlung und Begleitung) beschrieben. Anschließend folgt die methodische Planung und Durchführung der Experteninterviews mit fünf Arbeitgebern.
Die wichtigsten Begriffe sind Integrationsfachdienst (IFD), berufliche Rehabilitation, Arbeitsplatzsicherung, Vermittlung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt und Experteninterview.
Während bisherige Studien primär die Perspektive der Klienten oder die Vor- und Nachteile der Beschäftigung Behinderter untersuchten, fokussiert diese Arbeit explizit auf die Sicht der Arbeitgeber bezüglich der operativen Zusammenarbeit mit dem IFD.
Ein zentrales Ergebnis ist, dass die befragten Arbeitgeber die "Chemie" bzw. das persönliche Verhältnis zum IFD-Berater als wesentlichen Faktor für eine erfolgreiche und vertrauensvolle Zusammenarbeit bewerten.
Die befragten Experten wünschten sich unter anderem eine bessere Erreichbarkeit, mehr persönliche Präsenz der Berater vor Ort sowie eine Unterstützung bei der gemeinsamen Bearbeitung von Förderanträgen.
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