Wissenschaftliche Studie, 2011
17 Seiten
Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Fremdsprache, DaF
Einleitende Bemerkungen
Literatur und die Gesellschaft. Erwartungs- und Rezeptionshorizont
Die Schwierigkeiten bei der Vermittlung der deutschen Sprache und Literatur in Nigeria bzw. Afrika
Schluss und mögliche Vorschläge
Die Arbeit untersucht die problematische Vermittlungssituation der deutschen Sprache, Literatur und Kultur in Afrika, insbesondere in Nigeria, und fordert eine kritische Neubestimmung der interkulturellen Germanistik unter Berücksichtigung adressatenspezifischer Bedürfnisse sowie einer Abkehr von kolonialen Machtstrukturen.
Die Schwierigkeiten bei der Vermittlung der deutschen Sprache und Literatur in Nigeria bzw. Afrika
Angesichts der oben geschilderten wenig zufrieden stellenden Bestandsaufnahme der afrikanistischen Germanistik möchte ich zu Beginn dieses Kapitels die mögliche Blockade akribisch und kritisch analysieren, um anschließend wohldurchdachte Vorschläge zu unterbreiten. Zunächst sind ein paar unfaire und falsche Eindrücke zu korrigieren: Erstens die Konstatierung von Gouaffo, Albert (2004:1), dass unter anderem die afrikanistische Germanistik die jüngste Germanistik der Welt sei. Anhand der verfügbaren historisch-politischen und literarischen Daten über frühe deutsch- afrikanische Kontakte und Beziehungen ist so eine Behauptung kaum haltbar. Manchmal wird eine solche Charakterisierung Afrikas als Entschuldigung der Unfähigkeit und Rückentwicklung des Kontinents präsentiert.
Anhand der anthropologischen und geschichtlichen Quellen lassen sich die frühesten Kontakte und Begegnungen zwischen Afrikanern und Deutschen mehrere Jahrhunderte zurückdatieren. In Deutsch- Südwestafrika, dem heutigen Namibia, begann eine der ersten Begegnungsphasen zwischen Afrika und dem Deutschen Reich im Jahre 1882, die sich sich zum Völkermord an den Herero und Namagua im Jahre 1904 entwickelte. Dieses Ereignis kündigte bereits im Voraus die Apartheid an. Michael Mann, Soziologe der Universität von Kalifornien hat viel in diesem Bereich geforscht (siehe Michael Mann: South-West Africa: The Genocide of the Hereros, 1904-1905; www.globalsite.ac.uk.2001; Bley H. 1971 South-West Africa under German Rule 1894-1914.) Pointiert ausgedrückt kann historische Forschung nur akribisch und heuristisch sein, wenn der Forscher aus verschiedenerlei Perspektive eine ausgeglichene Darstellung gewinnt.
Einleitende Bemerkungen: Einführung in die Problematik der Attraktivität des Faches Deutsch als Fremdsprache in Afrika und die Notwendigkeit einer kulturwissenschaftlich-pädagogischen Neuorientierung.
Literatur und die Gesellschaft. Erwartungs- und Rezeptionshorizont: Theoretische Herleitung der Verbindung von Literatur, sozialem Milieu und der Bedeutung der Rezeptionsästhetik für das Verständnis literarischer Werke in einem globalisierten Kontext.
Die Schwierigkeiten bei der Vermittlung der deutschen Sprache und Literatur in Nigeria bzw. Afrika: Kritische Analyse der bestehenden Barrieren, einschließlich historischer Fehlannahmen, organisatorischer Mängel und infrastruktureller Defizite in der afrikanischen Hochschulgermanistik.
Schluss und mögliche Vorschläge: Zusammenfassende Forderung nach mehr Unabhängigkeit der afrikanischen Germanistik, besserer Ausbildung der Lektoren und der Anwendung lokal angepasster Interpretationsmethoden wie dem Womanismus.
Deutsch als Fremdsprache, Interkulturelle Germanistik, Nigeria, Rezeptionsästhetik, Erwartungshorizont, Kulturmündigkeit, Literaturdidaktik, Postkolonialismus, DaF-Vermittlung, Afrika, Germanistik, Landeskunde, Kulturdialog, Sprachbad, Krisenmanagement.
Die Arbeit analysiert die Herausforderungen bei der Vermittlung deutscher Sprache und Literatur in Nigeria und Afrika und hinterfragt kritisch die Ansätze der aktuellen interkulturellen Germanistik.
Zentrale Themen sind die Rezeptionsästhetik afrikanischer Leser, die infrastrukturelle Situation der Germanistik vor Ort und die Notwendigkeit adressatengerechter Lehr- und Interpretationsmethoden.
Das Ziel ist es, die Blockaden der afrikanistischen Germanistik aufzudecken und praktikable, eigenständige Wege zur Stärkung des Fachs sowie zur kulturellen Emanzipation afrikanischer Germanisten aufzuzeigen.
Der Autor nutzt eine kulturwissenschaftlich-kontrastive Analyse sowie eine adressatenorientierte Betrachtungsweise, ergänzt durch Ansätze der Rezeptionsästhetik nach Hans R. Jauß.
Der Hauptteil befasst sich mit der Analyse der aktuellen Lage der Germanistik, der Rolle der deutschen Kulturvermittler im Ausland und der Kritik an Paternalismus und unzureichender Finanzierung durch die deutsche Bildungs- und Kulturpolitik.
Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Deutsch als Fremdsprache, Interkulturelle Germanistik, Rezeptionsästhetik und afrikanistischer Kontext definieren.
Der Autor schlägt den Womanismus vor, um eine afrikanisch orientierte Methode zur Interpretation deutscher Texte zu etablieren, die das holistische Wohl der Geschlechter und der Familie in den Vordergrund stellt.
Der Autor kritisiert scharf, dass Firmen wie Julius Berger in Nigeria zwar ökonomisch erfolgreich sind, aber kaum zur kulturellen Förderung beitragen und mit ihrem Verhalten teilweise den Ruf Deutschlands schädigen.
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