Examensarbeit, 2003
53 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
1 Begriffsbestimmungen
1.1 Schule für Körperbehinderte
1.2 Oberstufe der Schule für Körperbehinderte
1.3 Praxistag
1.4 Schülerfirma
2 Grundlegende Aspekte zur Gründung einer Schülerfirma in einer Oberstufe der Schule für Körperbehinderte
2.1 Begründung der Projektidee Schülerfirma in einer Oberstufe der Schule für Körperbehinderte
2.2 Zielgruppe der Schülerfirma
2.3 Ziele der Schülerfirma
2.3.1 Öffnung der Schule
2.3.2 Motivation statt Schulmüdigkeit und Schulunlust
2.3.3 Vermittlung praktischer Erfahrungen mit Arbeitsprozessen, Betriebsabläufen und Betriebsstrukturen
2.3.4 Vermittlung von Erfahrungen mit den Anforderungen der Arbeits- und Berufswelt
2.3.5 Bereitstellung von Berufswahlkriterien auf der Basis eigener Erfahrungen
2.3.6 Erwerb von Schlüsselqualifikationen
2.4 Einbettung der Schülerfirma in Lehrpläne und Unterricht
2.5 Beurteilungskriterien zur Mitarbeit in der Schülerfirma
3 Schulorganisatorische Rahmenbedingungen zur Gründung einer Schülerfirma in einer Oberstufe der Schule für Körperbehinderte
3.1 Einholung des Einverständnisses des Schulleiters
3.2 Zeitlicher Rahmen
3.3 Räumliche, sächliche und personelle Organisation.
3.3.1 Räumliche Organisation
3.3.2 Sächliche Organisation
3.3.3 Personelle Organisation
4 Abteilungen der Schülerfirma
4.1 Allgemeine Darstellung der Abteilungen
4.2 Büroabteilung
4.3 Abteilung Werken/Gestaltung
4.4 Abteilung Kantine
5 Gründung einer Schülerfirma in einer Oberstufe der Schule für Körperbehinderte
5.1 Wahl der Rechtsform
5.1.1 Schülerfirmen als Schulprojekte ohne eigenen Rechtsstatus
5.1.2 Schülerfirmen unter dem Dach des Fördervereins
5.1.3 Schülerfirmen in Partnerschaft mit einer Institution oder Firma
5.1.4 Schülerfirmen als Wirtschaftsunternehmen
5.2 Auswahl eines Firmennamens und -Logos für die Schülerfirma
5.3 Gründungsvertrag der Schülerfirma
5.4 Startkapital
5.4.1 Fremdfinanzierung
5.4.1.1 Aufnahme eines Kredits
5.4.1.2 Darlehen vom schulischen Förderverein
5.4.1.3 Sponsoring
5.4.2 Eigenfinanzierung
5.4.2.1 Gründung einer Genossenschaft
5.4.2.2 Gründung einer Aktiengesellschaft
5.5 Klärung der Zuständigkeitsbereiche
5.6 Bewerbungsverfahren
5.7 Rotationsprinzip
5.8 Mitgliederversammlungen
5.8.1 Versammlung der Abteilungen
5.8.2 Hauptversammlung
5.9 Ablauf des Firmenalltags
5.10 Kundenkreis
5.11 Gewinn
6 Ausblick und Schlussbetrachtung
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Entwicklung eines konzeptionellen Rahmens zur Gründung einer Schülerfirma in der Oberstufe einer Schule für Körperbehinderte, um Schüler handlungsorientiert auf ihre nachschulische Lebens- und Arbeitswelt vorzubereiten.
1.4 Schülerfirma
In der spärlich vorhandenen Literatur kursieren neben dem Begriff Schülerfirma auch die Synonyme Schulunternehmen, Schülerunternehmen, Schulfirma, Mini-Unternehmen und Junior-Unternehmen. Allen Bezeichnungen ist gemein, dass es sich um ein Unternehmen mit Projektcharakter handelt, in dem die Schüler als Mitarbeiter, in einigen Schulen sogar als Geschäftsleiter oder Firmeneigentümer fungieren. Sie führen kaufmännische Tätigkeiten aus, bieten Dienstleistungen an, treffen unternehmerische Entscheidungen, stellen Produkte her und vermarkten diese. Dies geschieht, je nach Schulform, unter unterschiedlichen Bedingungen, in verschiedenem Ausmaß und mit unterschiedlichen Zielvorstellungen. Die Arbeit als auch der Umfang einer Schülerfirma liegen im Ermessen der Gründer und reichen vom Pausenkiosk über eine Schulcafeteria bis hin zu Unternehmen, die im außerschulischen Bereich Dienstleistungen anbieten, so z.B. einen Partyservice oder Computerdienstleistungen.
Die Schülerfirma versucht durch reale Arbeitssituationen einen Echtheitsbezug zu schaffen, um die Schüler mit Strukturen der Berufs- und Arbeitswelt vertraut zu machen. Darüber hinaus werden Schlüsselqualifikationen in verschiedenen Bereichen erworben bzw. angebahnt (vgl. Punkt 2.3). Es bleibt jedoch zu erwähnen, dass Schülerfirmen keine Unternehmen sind, die in Konkurrenz zur Realwirtschaft stehen. Laut GEYER sind Schülerfirmen eine spezielle, fächerübergreifende Form der Unterrichtsgestaltung und zählen zu schulischen Veranstaltungen (GEYER 2001, 9).
Die Arbeit in einer Schülerfirma kommt den Forderungen des Entwurfs „Richtlinien für den Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung“ nach, welcher offene Unterrichtsformen verlangt, um dem individuellen Lerntempo, Lernvermögen und der Leistungsfähigkeit der Schüler gerecht zu werden (KMK 2002, 8).
1 Begriffsbestimmungen: Klärung der zentralen Termini Schule für Körperbehinderte, Oberstufe, Praxistag und Schülerfirma.
2 Grundlegende Aspekte zur Gründung einer Schülerfirma in einer Oberstufe der Schule für Körperbehinderte: Theoretische Begründung der Schülerfirma als handlungsorientiertes Unterrichtsprojekt inklusive Zielsetzungen.
3 Schulorganisatorische Rahmenbedingungen zur Gründung einer Schülerfirma in einer Oberstufe der Schule für Körperbehinderte: Darstellung der notwendigen organisatorischen Schritte wie Schulleiter-Einverständnis und räumliche Ausstattung.
4 Abteilungen der Schülerfirma: Beschreibung der drei geplanten Abteilungen Büro, Werken/Gestaltung und Kantine sowie deren Aufgabenbereiche.
5 Gründung einer Schülerfirma in einer Oberstufe der Schule für Körperbehinderte: Detaillierte Anleitung zur rechtlichen und wirtschaftlichen Gründung, inklusive Startkapital, Bewerbungsverfahren und Abläufen.
6 Ausblick und Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Einschätzung der Chancen und pädagogischen Mehrwerte einer Schülerfirma für die Zielgruppe.
Schülerfirma, Körperbehinderte, Oberstufe, Berufsvorbereitung, Handlungsorientierung, Schlüsselqualifikationen, Praxis, Schule, Arbeitsprozesse, Projektunterricht, Inklusion, Selbstständigkeit, Förderplanung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der konzeptionellen Planung und Gründung einer Schülerfirma innerhalb der Oberstufe einer Schule für Körperbehinderte.
Die Schwerpunkte liegen auf der Berufsvorbereitung, der Förderung von Handlungskompetenz sowie der praktischen Organisation von Schulunternehmen.
Das Hauptziel ist es, Schülern mit körperlichen Beeinträchtigungen praxisnahe Einblicke in die Arbeitswelt zu ermöglichen und sie auf ihre Zeit nach der Schule vorzubereiten.
Es handelt sich um eine konzeptionelle Ausarbeitung, die sich auf fachdidaktische Literatur und Richtlinien für den Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung stützt.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begründung, organisatorische Rahmenbedingungen, die Strukturierung von Abteilungen sowie die praktische Gründungsphase (Rechtsform, Finanzen, Abläufe).
Wesentliche Begriffe sind Schülerfirma, Berufsvorbereitung, Handlungsorientierung, Schlüsselqualifikationen und die spezifische Förderung an einer Schule für Körperbehinderte.
Sie baut auf den bereits etablierten Praxistagen auf und optimiert diese durch eine strukturierte Unternehmensform, die gezielt auf die individuellen Bedürfnisse der Schüler eingeht.
Gewinne dienen primär der Reinvestition, der Finanzierung von Prämien oder gemeinsamer Unternehmungen, wobei die steuerlichen Geringfügigkeitsgrenzen beachtet werden müssen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

