Forschungsarbeit, 2010
31 Seiten
1. Einleitung
2. Historische Entwicklung
3. Grundkonzepte
3.1 Wiederverwendbarkeit
3.2 Referenzmodelle
3.3 Referenzmodellierung
4. Untersuchungsansatz
4.1 Review
4.2 Vorgehensweise
5. Erweiterte Konzepte
5.1 Überblick
5.2 Modellierungssprachen
5.3 Modellierungswerkzeuge
5.4 Modellierungsmethoden
6. Aktuelle Entwicklungen und offene Probleme
6.1 Entwicklungen
6.2 Offene Probleme
7. Aktuelle Software
7.1 Überblick
7.2 SAP R/3 Referenzmodell
7.3 ARIS Value Engineering (AVE)
7.4 PROMATIS BPM Appliance
8. Erweiterung des Bezugsrahmens
8.1 Überblick
8.2 Referenzmodelle und BPM
8.3 Umsetzung von Referenzmodellen in BPM-Software
9. Resümee
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung der Referenzmodellierung für Unternehmen und analysiert, wie diese in modernen Business Process Management (BPM) Tools unterstützt und integriert werden kann. Das primäre Ziel besteht darin, Anforderungen an BPM-Software zu definieren, damit diese eine effiziente Nutzung und Anpassung von Referenzmodellen ermöglichen.
3.1 Wiederverwendbarkeit
Wiederverwendbarkeit ist ein in Unternehmen häufig gebrauchter und wichtiger Begriff. Sie stellt ein Qualitätsmerkmal von Softwarebausteinen dar. Jeder Baustein, auf den das Attribut „wiederverwendbar“ zutrifft, kann nicht nur im Rahmen des jeweiligen Projektes, für das er geschaffen wurde, eingesetzt, sondern auch in anderen Projekten eingebaut werden. Diese Projekte müssen nicht zwingend in direktem Zusammenhang mit dem ursprünglichen Projekt stehen (beispielsweise eine Weiterentwicklung), sondern können auch ganz unabhängig davon sein Allerdings müssen die jeweiligen Problemstellungen hinreichend ähnlich oder sogar gleich sein, damit der Baustein mehrfach verwendet werden kann.
Das Einsatzgebiet eines solchen Bausteines hängt von seiner Beschaffenheit ab. Je allgemeiner er programmiert wurde, desto häufiger kann er wiederverwendet werden, je spezifischer und komplexer der Baustein geschaffen wurde, desto unwahrscheinlicher wird es, dass der Begriff der Wiederverwendbarkeit auf diesen Baustein zutrifft.
Die Möglichkeit der Wiederverwendung kam erst mit der modularen und objektorientierten Programmierung. Diese enthalten Techniken, mit denen es möglich wurde, Generizität, d.h. Anwendung des gleichen Codes auf verschiedene Problemstellungen, zu erreichen. Moderne objektorientierte Programmiersprachen haben zur Unterstützung dieses Ziels eingebaute Sprachkonstrukte, so genannte Generics (Java) bzw. Templates (C++).
Mithilfe der Wiederverwendung können Codewiederholungen vermieden werden. Dadurch beginnt der Entwicklungsprozess nicht immer wieder von vorne sondern man kann direkt am eigentlichen Projekt einsteigen. Dies führt zu weniger Aufwand bei der Entwicklung und im Ergebnis bessere, also qualitativ hochwertigere und zuverlässigere, Produkte. Ein Paradebeispiel für die Anwendung der Wiederverwendbarkeit sind Referenzmodelle. Diese werden im Folgenden genauer betrachtet, erläutert und analysiert.
1. Einleitung: Beschreibt die steigende Bedeutung der Referenzmodellierung zur flexiblen Unternehmensführung und definiert die Forschungsaufgabe hinsichtlich der Anforderungen an BPM-Tools.
2. Historische Entwicklung: Zeichnet die Entstehung der Referenzmodellierung beginnend mit dem Kölner Integrationsmodell (KIM) in den 70er Jahren bis zur Etablierung des Forschungsgebiets um 1990 nach.
3. Grundkonzepte: Erläutert die theoretischen Fundamente, insbesondere den Begriff der Wiederverwendbarkeit, das Wesen von Referenzmodellen und die Referenzmodellierung als Arbeitsgebiet.
4. Untersuchungsansatz: Beschreibt die angewandte Review-Methode nach Cooper sowie die Vorgehensweise bei der Literatursuche, Analyse und Interpretation der Forschungsdaten.
5. Erweiterte Konzepte: Vertieft die Betrachtung von Modellierungssprachen, -werkzeugen und -methoden als essenzielle Bestandteile der Referenzmodellierung.
6. Aktuelle Entwicklungen und offene Probleme: Analysiert aktuelle Trends wie die geschäftsregelorientierte Systementwicklung sowie bestehende Herausforderungen wie Redundanzen und Anpassungsschwierigkeiten.
7. Aktuelle Software: Bewertet marktführende Lösungen wie das SAP R/3 Referenzmodell, ARIS Value Engineering und die PROMATIS BPM Appliance hinsichtlich ihrer Unterstützung von Referenzmodellen.
8. Erweiterung des Bezugsrahmens: Verknüpft Referenzmodelle mit dem BPM-Lifecycle und leitet allgemeine sowie spezifische Anforderungen für die Implementierung in BPM-Software ab.
9. Resümee: Führt die Ergebnisse zusammen und prognostiziert ein engeres Zusammenrücken von Referenzmodellierung und Geschäftsprozessmanagement in der Zukunft.
Referenzmodellierung, Wiederverwendbarkeit, Geschäftsprozessmanagement, BPM, Modellierungssprachen, Modellierungswerkzeuge, SAP R/3, ARIS, PROMATIS, Systementwicklung, Prozessmodellierung, Unternehmensmodellierung, Softwarearchitektur, Effizienzsteigerung, Modellrepository
Die Arbeit befasst sich mit dem Feld der Referenzmodellierung in Unternehmen und untersucht, wie diese Modelle effektiv gestaltet und in moderne BPM-Systeme integriert werden können.
Zu den Schwerpunkten zählen die theoretischen Grundlagen der Wiederverwendbarkeit, die methodische Vorgehensweise bei der Literaturanalyse, der Einsatz von Modellierungswerkzeugen und die Analyse spezifischer Softwarelösungen wie ARIS und SAP.
Das Hauptziel ist die Definition konkreter Anforderungen, die ein BPM-Tool erfüllen muss, um die Anwendung und den Nutzen von Referenzmodellen innerhalb von Unternehmen optimal zu unterstützen.
Die Arbeit basiert auf der Review-Methode nach Cooper, bei der vorhandene Primäruntersuchungen und Literatur systematisch analysiert, integriert und zusammengefasst werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die methodische Einordnung, die Untersuchung von Modellierungskonzepten sowie die Evaluierung aktueller Softwareprodukte und deren Eignung für das Referenzmodell-Management.
Die wichtigsten Schlagworte sind Referenzmodellierung, Wiederverwendbarkeit, Geschäftsprozessmanagement (BPM), Modellierungssprachen und Prozessmodellierung.
Die Autorin unterscheidet primär zwischen Vorgehens-Referenzmodellen, die kurzfristig bei der Optimierung helfen, und Unternehmens-Referenzmodellen, die dauerhaft wiederkehrende Situationen abbilden.
Eine Datenbank ist essenziell, um das in Referenzmodellen enthaltene Prozesswissen effizient zu verwalten, Suchanfragen zu beschleunigen und redundante Datenbestände zu minimieren.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

