Diplomarbeit, 2003
116 Seiten, Note: 1,3
Vorwort
1. Einleitung
2. Alkoholismus
2.1 Geschichte des Alkohols
2.2 Entstehung des Alkoholismus
2.3 Formen des Alkoholismus
2.4 Folgen des Alkoholismus
3. Das alkoholbedingte amnestische Syndrom
3.1 Diagnose laut ICD 10 und DSM IV
3.2 Ursachen
3.3 Krankheitsbild
4. Hilfen für Bewohner
5. Tagesstruktur im Wohnheim „Sonnenweg“
5.1 Institutionelle Rahmenbedingungen
5.2 Tagesstruktur
6. Personenbeschreibungen und Darstellung ihrer Probleme im Wohnheim „Sonnenweg“
6.1 Personenbeschreibung 1
6.2 Personenbeschreibung 2
6.3 Personenbeschreibung 3
6.4 Zusammenfassung der auftretenden Probleme
7. Das Hirnleistungstraining
8. Durchführung von Hirnleistungstraining im Wohnheim
8.1 Anfangsbedingungen
8.2 Voraussetzungen zur Durchführung des Hirnleistungstrainings im Wohnheim „Sonnenweg“
8.3 Durchgeführte Testverfahren
9. Verlauf des Hirnleistungstrainings
10. Auswertung
10.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
10.2 Ergebnisdiskussion
10.3 Selbstreflexion
11. Beantwortung der Fragestellungen
12. Konsequenzen für das Wohnheim „Sonnenweg“
13. Resümee / Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklungsmöglichkeiten von Menschen mit alkoholbedingtem amnestischen Syndrom unter dem Einsatz von Hirnleistungstraining in einem Wohnheim, um auf Basis gewonnener Erkenntnisse Empfehlungen für eine optimierte Betreuung und Tagesstruktur zu formulieren.
3.3 Krankheitsbild
Zur Erläuterung des Krankheitsbildes wird sich auf zwei folgende klinische Befunde gestützt. „Neuropathologisch findet sich eine gliovasotrope Schädigung mit Proliferation von Kappilaren und kleinen Venen sowie spongiöser Gewebsauflockerung mit Prädilektionsort im Bereich der Corpora mamillaria, der Umgebung des III. Ventrikels, der Vierhügelregion und des periaquäduktalen Bereiches“ (Wessel, in Griffith, 1986, S. 98). „Histologisch findet man eine Vakuolisierung des Gewebes und eine Zerstörung der parenchymatösen Elemente“ (Feuerlein et al., 1998, S. 169).
Das Verhalten der Betroffenen lässt sich dagegen nicht so einfach und konkret beschreiben. Für die Arbeit mit Menschen mit dem alkoholbedingtem amnestischen Syndrom ist es wichtig zu wissen, dass es sich bei dem Syndrom um eine Beeinträchtigung der Verarbeitung neuer Informationen handelt. Sie sind nicht in der Lage, Informationen im Kurzzeitgedächtnis zu verarbeiten, um sie später im Langzeitgedächtnis zu speichern. „Bei Personen mit amnestischen Syndrom besteht sowohl eine Unfähigkeit, Neues zu lernen (anterograde Amnesie), als auch partielle Unfähigkeit, sich an Dinge zu erinnern, die früher bekannt waren (retrograde Amnesie)“ (Steingass, 1994, S. 26). Der Krankheitsverlauf ist bei jedem individuell geprägt und die Symptome treten mit unterschiedlicher Intensität auf. Dennoch lassen sich nach Raasch Gemeinsamkeiten im Krankheitsbild der Patienten feststellen:
Vorwort: Der Autor erläutert die Beweggründe für die Arbeit und bedankt sich bei unterstützenden Einrichtungen.
1. Einleitung: Es werden die Problemstellung und das Ziel der Arbeit, Menschen mit amnestischem Syndrom besser durch Hirnleistungstraining zu fördern, beschrieben.
2. Alkoholismus: Kapitel zur Geschichte, Entstehung, den Formen und sozialen sowie gesundheitlichen Folgen des Alkoholkonsums.
3. Das alkoholbedingte amnestische Syndrom: Detaillierte Darstellung der Diagnosekriterien, Ursachen (insb. Vitamin B1-Mangel) und des klinischen Krankheitsbildes.
4. Hilfen für Bewohner: Zusammenfassung von Erfahrungen anderer Einrichtungen zum Umgang mit betroffenen Heimbewohnern.
5. Tagesstruktur im Wohnheim „Sonnenweg“: Beschreibung der institutionellen Rahmenbedingungen und des täglichen Ablaufs im untersuchten Wohnheim.
6. Personenbeschreibungen und Darstellung ihrer Probleme im Wohnheim „Sonnenweg“: Charakterisierung der drei am Experiment teilnehmenden Bewohner und deren spezifische Defizite.
7. Das Hirnleistungstraining: Theoretische Definition, Begründung der Methode und Anwendungsbereiche des Trainings.
8. Durchführung von Hirnleistungstraining im Wohnheim: Erläuterung der organisatorischen Vorbereitungen, Testverfahren und Rahmenbedingungen für das Experiment.
9. Verlauf des Hirnleistungstrainings: Dokumentation des 14-tägigen Trainings in Form eines Tagebuchs.
10. Auswertung: Statistische Zusammenfassung der Testergebnisse und kritische Diskussion der Beobachtungen.
11. Beantwortung der Fragestellungen: Zusammenfassende Beantwortung der zentralen Forschungsfragen auf Basis des Experiments.
12. Konsequenzen für das Wohnheim „Sonnenweg“: Konkrete Vorschläge zur konzeptionellen und strukturellen Verbesserung der Betreuung im Wohnheim.
13. Resümee / Ausblick: Zusammenfassende Reflexion der Ergebnisse und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Alkoholismus, amnestisches Syndrom, Wernicke-Korsakow-Syndrom, Hirnleistungstraining, Kognition, Gedächtnisstörung, Rehabilitation, Wohnheim, Suchthilfe, Betreuung, Tagesstruktur, Vitamin B1-Mangel, Langzeitpatienten.
Die Arbeit untersucht, wie Menschen mit einem alkoholbedingten amnestischen Syndrom in einem Wohnheim durch gezieltes Hirnleistungstraining in ihrer Selbständigkeit gefördert werden können.
Die Themen umfassen die medizinischen und sozialen Hintergründe des Alkoholismus, das spezifische Krankheitsbild des amnestischen Syndroms, Ansätze der Betreuung in Wohneinrichtungen und die praktische Anwendung von kognitivem Training.
Ziel ist es zu ermitteln, welche Auswirkungen Hirnleistungstraining auf kognitive Defizite bei Betroffenen hat und ob diese Methode fest in den Alltag des Wohnheims integriert werden sollte.
Der Autor führt ein 14-tägiges Experiment mit drei Bewohnern durch, begleitet von einer teilnehmenden Beobachtung und standardisierten Testverfahren wie dem Mini-Mental-Status-Test (MMST) und dem Trail Making Test.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des Themas, die detaillierte Beschreibung der Bewohner und die Dokumentation des Trainingsverlaufs im Rahmen einer Tagebuchstudie.
Die Arbeit fokussiert sich primär auf Begriffe wie Sucht, amnestisches Syndrom, Hirnleistungstraining, kognitive Rehabilitation und tagesstrukturierende Maßnahmen.
Das Wohnheim dient als Untersuchungsort, an dem der Autor als Bezugsbetreuer tätig war und die Notwendigkeit von Verbesserungen in der Betreuungskonzeption für diese Klientel festgestellt hat.
Der Autor schließt, dass das Training für die Bewohner eine positive Abwechslung darstellt, zu einer besseren Konzentration beitragen kann und die Lebensqualität sowie das Selbstwertgefühl der Betroffenen steigert.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

