Masterarbeit, 2005
184 Seiten, Note: 2,0 (sehr gut)
1. Vorwort
2. Einleitung und Fragestellung
3. Onkologische Diätetik aus medizinisch-wissenschaftlicher Sicht
3.1 Definitionen und Statistik
3.2 Anorexie-Kachexie-Syndrom bei Krebspatienten
3.3 Krebsdiäten versus Komplementärmedizin
3.4 Onkologische Ernährungstherapie
3.4.1 Beschwerdeorientierte Ernährungstherapie
3.4.2 Ernährungstherapie bei operativen Defektsyndromen des GIT
3.4.3 Enterale und Parenterale Ernährung
4. Bestimmung der Zielgruppe
5. Situationsanalyse
5.1 Die Qualität von Ratgebern zum Thema „Ernährung bei Krebs“
5.1.1 Definitionen
5.1.2 Methodik
5.1.3 Ergebnisse
5.1.4 Kritische Anmerkungen zur Methodik
5.2 Schriftliche Befragung zu den Erfahrungen von Krebspatienten mit Informationsbroschüren zum Thema „Ernährung bei Krebs“
5.2.1 Methodik
5.2.2 Ergebnisse
5.2.3 Kritische Anmerkungen zur Methodik
6. Ergebnisdiskussion, Problembeschreibung und Ausblick
6.1 Shared decision making in der Krebstherapie
6.2 Die Eignung von Informationsbroschüren als Grundlage einer partnerschaftlichen Entscheidungsfindung
6.3 Die Rolle des Patienten im Shared-decision-making-Modell
6.4 Ausblick
7. Zieldefinition des Ratgebers
8. Lösungsansatz: Konzept für einen neuen Ratgeber zum Thema „Ernährung bei Krebs“
8.1 Der Ratgeber als Informationsmedium für Krebspatienten
8.1.1 An wen richtet sich der Ratgeber, was erwartet den Leser?
8.1.2 Welche Themen behandelt der Ratgeber?
8.1.3 Wie aktuell und transparent ist sein Inhalt?
8.1.4 Wie leserfreundlich ist der Ratgeber?
8.1.5 Welche weiterführenden Informationen bekommt der Leser?
8.1.6 Sonstiges
8.2 Der Ratgeber als PR-Element eines Unternehmens
8.2.1 Öffentlichkeitsarbeit als Bestandteil der Unternehmenskommunikation
8.2.2 Corporate Identity
8.2.3 Finanzierungsmöglichkeiten: Sponsoring und Fundraising
9. Implementierung: Die Broschüre
10. Zusammenfassung
Die vorliegende Masterarbeit zielt darauf ab, ein Konzept für eine patientengerechte Informationsbroschüre zum Thema „Ernährung bei Krebs“ zu entwickeln, die auf wissenschaftlich fundierten Standards basiert und sowohl der Patientenaufklärung als auch der Öffentlichkeitsarbeit dient.
3.1 Definitionen und Statistik
Der Begriff Tumor steht zunächst für eine lokale Zunahme des Gewebevolumens. Dabei beschränkt sich das langsame Wachstum benigner1 Tumore trotz differenzierter Zelltypen auf lokale Regionen, während maligne2 Tumore neben Zelldifferenzierung und raschem Wachstum zudem durch eine verzögerte Apoptose3 und Metastasierung4 gekennzeichnet sind. Semimaligne Tumore haben die histologischen Kennzeichen maligner Tumore, weisen jedoch keine Metastasierung auf. Eine weitere Unterteilung der Tumorerkrankungen erfolgt nach der histogenetischen Systematik, in welcher der Tumor nach dem Muttergewebe benannt wird, aus dem er hervorgegangen ist (vgl. ERBAR 2002, S. 42; vgl. HILDEBRANDT ET AL. 1998, S. 1613).
Unter der Bezeichnung Krebs hingegen werden „alle bösartigen Neubildungen einschließlich der primär systemischen Lymphome5 und Leukämien“ (ABKD 2004, S. 12) zusammengefasst. In dieser Definition bleiben der Hautkrebs mit Ausnahme des malignen Melanoms der Haut sowie nicht bösartige Neubildungen der Harnblase (vgl. ABKD 2004, S. 12) unberücksichtigt.
Die Zahl der jährlich auftretenden Neuerkrankungen an Krebs in Deutschland wird auf rund 200.000 Erkrankungen bei Männern und etwa 194.700 bei Frauen geschätzt, wobei das mittlere Erkrankungsalter für Männer bei 66 und für Frauen bei 67 Jahren liegt (vgl. ABKD 2004, S. 12). Tabelle 1 zeigt den prozentualen Anteil verschiedenster Krebsarten an den Neuerkrankungen.
Krebs entsteht meist nicht als Folge eines einzigen Risikofaktors, sondern auf der Kombination verschiedenster Einflüsse. Während der Mensch einigen Risikofaktoren weitgehend hilflos gegenüber steht, können andere wiederum beeinflusst beziehungsweise vermieden werden. Dazu zählt etwa das Rauchen, das vermutlich für mehr als ein Viertel aller Krebstodesfälle mitverantwortlich ist.
1. Vorwort: Dieses Kapitel gibt einen persönlichen Rückblick auf die Entstehung der Masterarbeit und ordnet den Stand des wissenschaftlichen Materials ein.
2. Einleitung und Fragestellung: Hier wird die psychische Belastung von Krebspatienten erläutert und die Notwendigkeit eines wissenschaftlich fundierten Ratgebers als Instrument der Öffentlichkeitsarbeit der DKG begründet.
3. Onkologische Diätetik aus medizinisch-wissenschaftlicher Sicht: Dieses Kapitel behandelt die physiologischen Grundlagen, das Anorexie-Kachexie-Syndrom, gängige Krebsdiäten und die Anforderungen an eine moderne Ernährungstherapie.
4. Bestimmung der Zielgruppe: Hier wird das Profil der Zielgruppe definiert, um den Ratgeber inhaltlich und sprachlich optimal anzupassen.
5. Situationsanalyse: Untersuchung der Qualität bestehender Ratgeber sowie eine schriftliche Befragung von Krebspatienten zur Erhebung ihrer Wünsche und Erfahrungen.
6. Ergebnisdiskussion, Problembeschreibung und Ausblick: Zusammenführung der Studienergebnisse zur Ableitung der Handlungsbedarfe für den neuen Ratgeber.
7. Zieldefinition des Ratgebers: Festlegung der kurz- und langfristigen Lernziele für die Zielgruppe im Kontext der Informationsvermittlung.
8. Lösungsansatz: Konzept für einen neuen Ratgeber zum Thema „Ernährung bei Krebs“: Detaillierte Planung von Inhalt, Layout, PR-Strategie und Finanzierung der Broschüre.
9. Implementierung: Die Broschüre: Visualisierung des erarbeiteten Konzepts in Form eines beispielhaften Broschüren-Layouts.
10. Zusammenfassung: Abschließender Überblick über die zentralen Erkenntnisse und die praktische Umsetzung des Konzepts.
Onkologische Diätetik, Krebspatienten, Ernährungstherapie, Patientenbroschüre, Tumorkachexie, Krebsdiäten, Ernährungsberatung, Shared Decision Making, Informationsqualität, Patienteninformation, Gesundheitskommunikation, Discern-Instrument, Ernährung bei Krebs, Patientensouveränität.
Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption eines hochwertigen Patientenratgebers zum Thema Ernährung bei Krebserkrankungen unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Standards und der Bedürfnisse der Betroffenen.
Die zentralen Felder sind die medizinischen Grundlagen der onkologischen Ernährung, die kritische Evaluation existierender Patientenmaterialien und die empirische Erhebung von Patientenbedürfnissen.
Ziel ist es, ein wissenschaftlich fundiertes, patientengerechtes Konzept für eine neue Informationsbroschüre zu erstellen, die sowohl therapeutisch unterstützt als auch die Öffentlichkeitsarbeit der Deutschen Krebsgesellschaft stärkt.
Es wurde eine Kombination aus qualitativer Inhaltsanalyse bestehender Broschüren mittels des Discern-Instruments und einer empirischen schriftlichen Befragung von Krebspatienten durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des onkologischen Ernährungswissens, eine methodische Analyse bestehender Marktangebote und die praktische Entwicklung des neuen Broschüren-Konzepts.
Die wichtigsten Schlagworte sind Onkologische Diätetik, Patienteninformation, Ernährungsberatung, Shared Decision Making und Qualitätsstandards für Patientenbroschüren.
Sie dient als visuelles Instrument, um den Patienten eine einfache Orientierung für eine gesunde und ausgewogene Lebensmittelauswahl im Alltag zu bieten.
Die Erkenntnisse über Wünsche nach übersichtlicher Gestaltung, verständlicher Sprache und Kontaktmöglichkeiten zu Organisationen fließen direkt in das Design und die Struktur des neuen Ratgebers ein.
Die Arbeit analysiert Sponsoring und Fundraising als notwendige Instrumente für Non-Profit-Organisationen, warnt jedoch vor Abhängigkeiten, die die Glaubwürdigkeit beeinträchtigen könnten.
Es betont die Rolle des Patienten als informierten Partner, der durch qualifiziertes Informationsmaterial in die Lage versetzt wird, gemeinsam mit dem Arzt fundierte Entscheidungen über seine Therapie zu treffen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

