Diplomarbeit, 2003
115 Seiten, Note: 1.7
3. EINLEITUNG
3.1 Aktualität der Thematik
3.2 Abgrenzung der Thematik
3.3 Gang der Untersuchung
4. DIE NEUE BASELER EIGENKAPITALVEREINBARUNG
4.1 Grundlagen
4.1.1 Die Rolle des Eigenkapitals
4.1.2 Der Begriff des Ratings
4.1.3 Quantifizierung des Risikos
4.1.4 Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht
4.1.5 Eckpunkte von Basel I
4.1.6 Von Basel I zu Basel II
4.2 Die drei Säulen von Basel II
4.2.1 Säule I: Die Mindestkapitalanforderung
4.2.2 Säule II: Das Aufsichtliche Überprüfungsverfahren
4.2.3 Säule III: Die Marktdisziplin
5. WISSENSBASIS RATING
5.1 Definition Mittelstand
5.2 Wirtschaftliche Situation und Bedeutung
5.3 Der Begriff des Ratings
5.4 Mindestanforderungen an den Inhalt eines Ratingsystems
5.5 Rating-Arten
5.5.1 Das Emissionsrating
5.5.2 Unsolicited und Solicited Ratings
5.5.3 Debt-Rating und Equity-Rating
5.5.4 Unternehmensrating
5.6 Rating-Symbolik und ihre Bedeutung
5.7 Nutzen von externen Ratings und deren Kosten
5.7.1 Interner Nutzen eines Ratings
5.7.2 Externer Nutzen eines Ratings
5.8 Internes versus externes Rating
6. DAS DSGV-RATINGSYSTEM DER NASPA
6.1 Die erste Stufe des DSGV-Rating, das Finanzrating
6.1.1 Kennzahlen der Finanzlage
6.1.2 Kennzahlen zur Ertragslage
6.1.3 Kennzahlen zur Vermögenslage
6.1.4 Die Gewichtung der Kennzahlen
6.1.5 Die Gewichtung von qualitativen und quantitativen Faktoren
6.2 Die zweite Stufe des DSGV-Rating, das Qualitative Rating
6.2.1 Gewichtung der qualitativen Faktoren
6.3 Die dritte Stufe des DSGV-Rating – Warnsignale
6.3.1 Die Masterskala des Standardrating
6.4 Die vierte Stufe, Haftungsverbünde
6.5 Arten der Verflechtung und rechtliche Strukturen
7. STRATEGISCHE MAßNAHMEN
7.1 Verbesserung der quantitativen Faktoren durch Cash-Flow-Management
7.1.1 Einordnung des Begriffes Cash-Flow
7.1.1.1 Das idealisierte Zahlungsmodell
7.2 Instrumente und Handlungsfelder des Cash-Flow-Managements
7.2.1 Weitere Handlungsfelder und Instrumente
7.2.2 Maßnahmen zur Verbesserung der Eigenkapitalsituation
7.2.2.1 Stammkapitalerhöhung als Maßnahme der Eigenkapitalerhöhung
7.2.2.2 Nachschüsse durch die Gesellschafter
7.2.2.3 Nebenleistungen
7.2.2.4 Venture Capital als Form der Eigenmittelbeschaffung
7.2.2.5 Private-Placement zur Beschaffung von Eigenkapital
7.2.2.6 Genussrechte
7.2.2.7 Das „Börner Modell“
7.3 Maßnahmen zur Verbessern der qualitativen Faktoren
7.3.1 Implementierung eines Controllingsystems
7.3.1.1 Strategische Planung und Kontrolle
7.3.1.2 Operative Planung und Kontrolle
7.3.2 Implementierung eines Risikomanagementsystems
7.3.2.1 Die Risikomanagement-Organisation
7.3.2.2 Der Risikomanagement-Prozess
7.3.3 Implementierung eines Forderungsmanagementsystems
7.3.4 Qualifikationen der Unternehmensleitung
7.3.5 Personalmanagement im Hinblick auf das Rating
7.3.6 Produkt-Markt-Strategien
7.3.6.1 Marktdurchdringung
7.3.6.2 Marktentwicklung
7.3.6.3 Produktentwicklung
7.3.6.4 Diversifikation
8. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der strategischen Unternehmensführung mittelständischer Betriebe im Hinblick auf die Anforderungen durch das Rating im Zuge von Basel II. Ziel ist es, der Unternehmensleitung Handlungsempfehlungen zu geben, um durch gezielte strategische und operative Maßnahmen das Rating positiv zu beeinflussen und die Finanzierungssituation zu sichern.
Die drei Säulen von Basel II
Entscheidend ist das von der Geschäftsleitung bestimmte Risiko- und Ertragsprofil einer Bank in Verbindung mit deren Fähigkeit, die eingegangenen Risiken zu steuern und dauerhaft zu tragen. Der Baseler Ausschuss will daher darauf hinwirken, dass die bankeigenen Risikosteuerungssysteme weiter verbessert und diese durch die zuständigen Aufsichtsinstanzen überprüft werden. Darüber hinaus ist eine Erweiterung der Offenlegungspflichten für Banken vorgesehen, um die disziplinierenden Kräfte der Märkte komplementär zu den regulatorischen Anforderungen zu nutzen.
Basel II besteht daher aus drei sich gegenseitig ergänzenden Säulen, um die Stabilität des nationalen und des internationalen Bankensystems besser abzusichern.
Die erste Säule von Basel II stellt das zentrale Element des neuen Regelwerkes dar.
Bisher wird die Einhaltung der Eigenkapitalanforderung anhand des sogenannten Kapitalkoeffizienten gemessen, was sich auch durch die Neuregelungen von Basel II nicht ändert. Der Kapitalkoeffizient wird wie folgt berechnet:
Während bei der Definition des Kapitalbegriffes derzeit keine Änderungen vorgesehen sind und auch der Mindestkapitalkoeffizient von 8% unverändert bleibt, werden die bisherigen Risikoarten, Kreditrisiko und Marktrisiko, um das operationelle Risiko ergänzt, das künftig explizit mit Kapital zu unterlegen sein wird.
3. EINLEITUNG: Darstellung der Aktualität der Rating-Thematik für mittelständische Unternehmen sowie Abgrenzung der Arbeit.
4. DIE NEUE BASELER EIGENKAPITALVEREINBARUNG: Erläuterung der Hintergründe und der dreisäuligen Struktur von Basel II als regulatorischer Rahmen für Banken.
5. WISSENSBASIS RATING: Definition des Mittelstands und des Ratingbegriffs sowie Einordnung der verschiedenen Rating-Arten und deren Nutzen.
6. DAS DSGV-RATINGSYSTEM DER NASPA: Detaillierte Analyse des stufenweisen Aufbaus eines spezifischen bankinternen Ratingverfahrens für Firmenkunden.
7. STRATEGISCHE MAßNAHMEN: Aufzeigen konkreter Instrumente zur Optimierung von quantitativen Faktoren (Cash-Flow) und qualitativen Faktoren zur Verbesserung der Bonität.
8. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Zusammenfassende Bewertung der Bedeutung systematischer Managementansätze für eine langfristig positive Rating-Entwicklung.
Basel II, Rating, Mittelstand, Eigenkapital, Cash-Flow-Management, Kreditwürdigkeit, Risikomanagement, Unternehmenskennzahlen, Controlling, Bonitätsbeurteilung, Firmenkunden, Forderungsmanagement, Strategische Planung, Finanzierungskosten, Unternehmensführung.
Die Arbeit analysiert, wie mittelständische Unternehmen ihre strategische Unternehmensführung anpassen können, um den Anforderungen durch Ratingverfahren im Kontext von Basel II gerecht zu werden.
Im Fokus stehen die Anforderungen von Basel II, die methodischen Grundlagen von internen Ratingverfahren sowie strategische operative Maßnahmen zur Stärkung der Unternehmensbonität.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmensleitungen durch gezielte Maßnahmen (z.B. Cash-Flow-Optimierung, Risikomanagement) ihr Rating positiv beeinflussen und somit Finanzierungsvorteile erzielen können.
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und die praxisnahe Erläuterung von Controlling- und Managementinstrumenten am Beispiel der Nassauischen Sparkasse.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen von Basel II und Ratings sowie in den anwendungsorientierten Teil, der konkrete Management-Tools wie Risikoportfolios und Forderungsmanagement erläutert.
Zentrale Begriffe sind Basel II, Rating, Mittelstand, Eigenkapital, Risikomanagement und strategische Unternehmensführung.
Ein besseres Rating führt zu einer geringeren Risikoeinschätzung durch die Bank, was sich unmittelbar in günstigeren Zinssätzen für Kredite widerspiegelt.
Durch die Implementierung eines Risikomanagementsystems können Unternehmen frühzeitig Gefahren für ihren Fortbestand erkennen, was von Banken im Rahmen der qualitativen Bewertung hoch bewertet wird.
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