Bachelorarbeit, 2010
50 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Grundlagen des Portfoliomanagements
2.1 Die Moderne Portfoliotheorie
2.2 Asset Allocation
3. Alternative Investments
3.1 Hedge Funds / Managed Futures
3.2 Private Equity
3.3 Währungen / Kunstgegenstände / Immobilieninvestments
4. Rohstoffe als Asset Klasse
4.1 Grundlagen des Rohstoffhandels
4.2 Marktteilnehmer
4.3 Rohstoffbörsen und -indizes
4.4 Terminmarktkurve, Contango und Backwardation
4.5 Investitionsmöglichkeiten und Trading-Strategien
4.5.1 Institutionelle Investoren
4.5.2 Private Investoren
5. Portfolio-Optimierung mit Rohstoffinvestments für Privatanleger
5.1 Portfolio-Optimierung im Kontext von Konjunkturzyklen.
6. Auswirkungen auf die Realwirtschaft
Die Arbeit untersucht Rohstoffe als alternative Anlageklasse und ihre Integration in ein privates Portfolio zur Risikostreuung. Ziel ist es zu analysieren, wie Rohstoffinvestments unter Berücksichtigung von Diversifikationseffekten und Konjunkturzyklen optimal allokiert werden können, während gleichzeitig die kritische Frage eines möglichen Einflusses von Finanzinvestoren auf die Realwirtschaft betrachtet wird.
4.4 Terminmarktkurve, Contango und Backwardation
Rohstoffe sind im Gegensatz zu Aktien und Bonds oft nicht physisch zu erwerben. Außer einigen Edelmetallen wie z.B. Goldbarren oder -Münzen müssen interessierte Investoren über börsengehandelte Terminkontrakte investieren. Die Fälligkeiten, die hier zu beachten sind, sind elementar für die Händler.
Wie schon in Kapitel 4.3 angesprochen, entsteht der größte Ertrag bei Rohstoffinvestments mit dem Roll Yield. Wenn man vom Roll Yield spricht, sind die Futures-Kontrakte, Forwards oder Swaps, also die Finanztermingeschäfte bedeutsam. Die zwei möglichen Szenarien sind zum einen die Contango-Situation und zum anderen die Backwardation-Situation.
Unter Contango versteht man die Forward-Kurve eines Rohstoffes, bei der Preise von Futures-Kontrakten mit langen Laufzeiten über denen der kurzen Laufzeiten oder dem Spot-Preis liegen. Das Schaubild zeigt eine typische Contango-Situation.
Hier kommen der Spot-Preis plus Zinssatz abzüglich Leihkosten und Dividende zusammen, sodass der Forward-Preis über dem Spot-Preis liegt. Eine Contango-Situation ist momentan beim Erdöl zu sehen, da Marktteilnehmer momentan von einem Ende der Rezession ausgehen, was mit einer steigenden Nachfrage nach Öl einhergeht. Hier entstehen interessante Anlagemöglichkeiten für Finanzinvestoren, wenn sie den Rohstoff kaufen und in Lagerhallen unterbringen, über Futures-Kontrakte auf Termin verkaufen und bis dahin lagern. Sollte der Futures-Kurs abzüglich Spot-Preis und Lagerhaltungskosten im positiven Bereich sein, lohnt sich das Investment. Diese Vorgehensweise wird „Cash-and-Carry-Arbitrage“ genannt.
1. Einleitung: Die Arbeit erläutert die Relevanz von Rohstoffen als alternative Assetklasse zur Risikostreuung nach der Finanzmarktkrise 2008 und formuliert die Untersuchung ihrer Portfolio-Integration sowie realwirtschaftlicher Auswirkungen.
2. Grundlagen des Portfoliomanagements: Es werden die theoretischen Fundamente der Portfolioselektion nach Markowitz sowie Konzepte der Asset Allocation als Rahmen für die Portfoliobildung vorgestellt.
3. Alternative Investments: Dieses Kapitel definiert alternative Assetklassen und charakterisiert sie durch ihre geringe Korrelation zu traditionellen Märkten, bevor spezifische Instrumente wie Hedgefonds und Private Equity behandelt werden.
4. Rohstoffe als Asset Klasse: Hier wird der Rohstoffhandel, die Rolle von Marktteilnehmern, die Funktionsweise von Börsen sowie die komplexen Preisbildungsmechanismen an Terminmärkten detailliert analysiert.
5. Portfolio-Optimierung mit Rohstoffinvestments für Privatanleger: Das Kapitel untersucht empirisch die optimale Beimischung von Rohstoffen in einem Weltportfolio zur Renditemaximierung und Risikominimierung unter Berücksichtigung von Konjunkturzyklen.
6. Auswirkungen auf die Realwirtschaft: Abschließend wird kritisch diskutiert, ob und inwieweit Finanzinvestoren und Spekulanten durch Preisbeeinflussung dauerhafte Auswirkungen auf die reale Wirtschaft ausüben.
Rohstoffe, Assetklasse, Portfoliomanagement, Diversifikation, Hedgefonds, Private Equity, Terminmärkte, Contango, Backwardation, Asset Allocation, Finanzinvestoren, Realwirtschaft, Roll Yield, Preisbildung, Rohstoffindizes
Die Arbeit untersucht Rohstoffe als eine eigenständige alternative Anlageklasse und analysiert deren Nutzen für die Diversifikation eines Anlageportfolios für Privatanleger sowie deren Einfluss auf die Realwirtschaft.
Die zentralen Felder sind die Grundlagen des Portfoliomanagements, die Funktionsweise von Rohstoffmärkten und Terminbörsen sowie die methodische Optimierung von Portfolios unter Einbeziehung von Rohstoffinvestments.
Das primäre Ziel ist es zu ermitteln, wie Rohstoffe effizient in ein Portfolio integriert werden können, um bei gegebenem Risiko eine bessere Rendite zu erzielen, und dabei die realwirtschaftlichen Konsequenzen dieser Investitionen zu hinterfragen.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender finanzwissenschaftlicher Studien, die Auswertung von Korrelationsmatrizen sowie die Analyse von Terminmarktdaten und theoretischen Modellen zur Asset Allocation.
Der Hauptteil behandelt neben theoretischen Grundlagen die spezifischen Handelsstrategien für Rohstoffe, die Investitionsmöglichkeiten für private und institutionelle Anleger sowie die Analyse von Rollrenditen und Marktteilnehmerstrukturen.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Portfolio-Diversifikation, Terminmärkte, Contango, Backwardation, Roll-Yield und die Interaktion zwischen Rohstoffspekulation und realwirtschaftlicher Preisbildung.
Diese Begriffe beschreiben die Struktur der Terminmarktkurve und sind entscheidend für die Rendite eines Rohstoffinvestments, da sie maßgeblich bestimmen, ob beim sogenannten Rollen der Terminkontrakte Rollverluste oder Rollgewinne entstehen.
Der Autor führt verschiedene Sichtweisen an und kommt zu dem Schluss, dass Finanzinvestoren zwar zur Marktliquidität und Informationseffizienz beitragen können, durch ihr Handeln aber auch eine erhöhte Volatilität an den Märkten verursachen, ohne jedoch die langfristige Richtung der Preise bestimmen zu können.
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