Forschungsarbeit, 2009
44 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Die Theorie als Ausgangspunkt der Untersuchung
2.1. Definition des Begriffs „Migrationshintergrund“ ; Und die abhängigen Variablen
2.2. Hintergrundfaktoren
2.2.1. Historisch
2.2.2. Ökonomisch
2.2.3. Strukturell
2.3. Finanzierung des Bildungssystems
2.3.1. Öffentliche Ausgaben für Bildung
2.3.2. Private Ausgaben für Bildung
2.4. Ausprägungen des Schulsystems
2.4.1. Erste Selektion der Schüler
2.4.2. Ganztagsschulen
3. Operationalisierung und Forschungsdesign
3.1. Die PISA – Studie 2006 und die abhängigen Variablen
3.2. Die unabhängigen Variablen im Einzelnen
3.2.1. Hintergrundfaktoren
3.2.2. Finanzierungsfaktoren
3.2.3. Schulsystemfaktoren
3.3. Forschungsdesign und Fallauswahl
4. Die vergleichende Analyse als Endpunkt der Untersuchung
4.1. Datenfunde und Datenprobleme
4.2. Univariate Analyse
4.3. Bivariate Analyse
4.4. Multivariate Analyse
5. Fazit
6. Anhang
6.1. Datenprotokoll
Die Arbeit untersucht, welche strukturellen Rahmenbedingungen in OECD-Ländern den Bildungserfolg von Kindern mit Migrationshintergrund beeinflussen, wobei der Fokus auf der Lesekompetenz der PISA-Studie 2006 liegt.
2.2.3. Strukturell
Ballungsräume und Großstädte bilden den Lebensraum von immer mehr Menschen auf dieser Erde. Im Jahr 2007 wurde die Rede vom neuen Menschen, dem „Homo urbanus“ (SZ-Online 2007) laut. Grund dafür war der Bericht der UN-HABITAT World Urban Forum der erklärte, dass zukünftig mehr Menschen in Großstädten oder deren nahem Einzugsgebiet leben, als auf dem Land (DGVN 2007).
In diesen Ballungszentren bilden sich zunehmend verschiedene ethnische Parallelgesellschaften, die sich von der Gesellschaft regelrecht abschotten (Esser 2001: 46). Dies bedeutet unter anderem, dass der Großteil der Schüler mit Migrationshintergrund zu Hause nicht die jeweilige Landessprache, sondern die Muttersprache der Eltern sprechen. Diese Tatsache wirkt sich auch stark auf die Leistungen in der Schule aus. Petra Stanat beschreibt, dass in Schulen in denen mehr als 20 % der Schüler nicht die jeweilige Landessprache sprechen, die Lesetests klar schlechter ausfallen, als in Schulen in denen der Anteil einzig 5% beträgt (Stanat 2003: 256). Dadurch kann man die These aufstellen, dass die Struktur von Großstädten und Ballungsräumen eine optimale integrative Bildungspolitik für Schüler mit Migrationshintergrund erschwert, bzw. unmöglich macht (Stanat u.a. 2003: 256). Im Umkehrschluss bedeutet das wiederum, dass die Chance für einen Migranten, erfolgreich einen Schulabschluss zu erreichen in ländlichen Gegenden weitaus höher anzusiedeln ist. Da es dort keine Möglichkeit gibt Parallelgesellschaften auszubilden und die Schüler deutlich mehr mit der jeweiligen Landessprache in Berührung kommen. Dies gilt es später zu prüfen.
1. Einleitung: Einführung in die Bedeutung von Migration und Bildungschancen sowie Eingrenzung der Fragestellung auf die PISA-Studie 2006.
2. Die Theorie als Ausgangspunkt der Untersuchung: Theoretische Herleitung von Hintergrund-, Finanzierungs- und Schulsystemfaktoren, die den Bildungserfolg beeinflussen könnten.
3. Operationalisierung und Forschungsdesign: Überführung der Forschungsfrage in ein statistisch messbares Modell unter Verwendung von OECD-Daten.
4. Die vergleichende Analyse als Endpunkt der Untersuchung: Anwendung univariater, bivariater und multivariater statistischer Analysen zur Prüfung der aufgestellten Hypothesen.
5. Fazit: Interpretation der Ergebnisse und Erkenntnis, dass die untersuchten Rahmenbedingungen keinen signifikanten Einfluss auf die PISA-Ergebnisse von Schülern mit Migrationshintergrund haben.
6. Anhang: Detaillierte Auflistung der Internetquellen und tabellarische Aufbereitung der zugrunde liegenden Daten.
Migration, Migrationshintergrund, Bildungserfolg, PISA-Studie, Lesekompetenz, OECD, Bildungsfinanzierung, Schule, Integration, strukturelle Faktoren, Regressionsanalyse, Schulerfolg, Bildungspolitik
Die Arbeit untersucht den Einfluss von verschiedenen strukturellen Rahmenbedingungen (wie BIP, Urbanisierung, Schulsystem) auf den Bildungserfolg von Kindern mit Migrationshintergrund in OECD-Staaten.
Die zentralen Themen sind Migration, Bildungspolitik, Chancengleichheit im Bildungssystem sowie die statistische Analyse von Schulleistungsdaten.
Das primäre Ziel ist es, statistisch zu prüfen, ob bestimmte strukturelle Faktoren für die Leistungsdifferenzen bei der Lesekompetenz zwischen Schülern mit und ohne Migrationshintergrund verantwortlich sind.
Der Autor verwendet eine quantitative Aggregatdatenanalyse, konkret univariate Deskription sowie bi- und multivariate Regressionsanalysen auf Basis von OECD-Daten.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Hintergründe (Hintergrundfaktoren, Finanzierung, Schulsystem) dargelegt, operationalisiert und anschließend statistisch auf ihre Erklärungskraft für die PISA-Ergebnisse geprüft.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Migrationshintergrund, PISA-Studie, Bildungserfolg, Integration und strukturelle Faktoren beschreiben.
Der Autor vermutet, dass die untersuchten Rahmenbedingungen (Makroebene) die individuelle Leistungssituation von Schülern mit Migrationshintergrund zu wenig abbilden und externe Varianzen eine größere Rolle spielen könnten.
Die Theorie legt nahe, dass hohe Urbanisierung durch ethnische Parallelgesellschaften den Schulerfolg erschwert; die Analyse konnte jedoch keine eindeutige Bestätigung für diesen Zusammenhang finden.
Deutschland ist ein Einzelfall, da hier Schüler der zweiten Generation, die das hiesige Schulsystem von Anfang an durchlaufen haben, zum Teil schlechtere Leseergebnisse erzielen als später eingewanderte Schüler.
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