Diplomarbeit, 2009
98 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemaufriss
1.2 Fragestellung
1.3 Methodische Vorgehensweise
2 Begriffserörterungen und Theorien
2.1 Wertediskussionen
2.1.1 Was sind Werte?
2.1.2 Werte in der Sozialen Arbeit
2.2 Menschenrechte
2.2.1 Zur Geschichte der Menschenrechte
2.2.2 Menschenrechtsinstrumente nach 1948
2.2.3 Kinderrechtskonvention
2.2.4 Soziale Arbeit – Eine Begriffsbestimmung
2.2.5 Menschenrechte und Soziale Arbeit
2.3 Ethiktheorien
2.3.1 Ethik – ein gemeinsames Erbe der Menschheit
2.3.2 Die vier Ethiktheorien
2.3.3 Martha C. Nussbaums Auseinandersetzung mit der Theorie des Guten Lebens in der Moderne
2.3.4 Martha C. Nussbaums Fähigkeiten – Ansatz
2.3.5 Kritische Würdigung des Fähigkeitenansatzes von Martha C. Nussbaum
2.4 Theoretischer Ansatz von Silvia Staub- Bernasconi
2.4.1 Prozess – und Systemtheorie
2.4.2 Soziale Probleme als Gegenstandsbereich Sozialer Arbeit
2.4.3 Die Handlungstheorie von Sylvia Staub- Bernasconi
2.4.4 Soziale Arbeit als (Menschenrechts)Profession
2.4.5 Kritische Überlegungen von Silvia Staub- Bernasconi
2.5 Berufsethische Prinzipien und Schlussfolgerungen für die Soziale Arbeit
3 Institutionelle Analyse
3.1 Die „xxxxxxxxxxx“ e.V. xxxxxxxx
3.1.1 Die Satzung des Vereins
3.1.2 Personelle Ressourcen
3.1.3 Wichtige Partner zur Verwirklichung des Erziehungsauftrages
3.1.4 Gesetzliche Grundlagen und Kernprozesse
3.1.5 Organigramm der Einrichtung
3.1.6 Finanzierung und räumliche Ressourcen der Jugendhilfeeinrichtung
3.1.7 Versorgung der Einrichtung
3.2 Das Leitbild der Einrichtung
3.2.1 Was ist ein Leitbild?
3.2.2 Das Leitbild der „xxxxxxxxxxx“ e.V.
3.3 Auswertung der institutionellen Analyse
4. Umsetzung des Leitbilds in der Praxis – ein Spannungsfeld?
4.1 Reflexion an ausgewählten Beispielen aus der Praxis
4.2 Muster ethischer Konflikte
4.3 Handeln im Konflikt
4.3.1 Der Konflikt als Strukturmerkmal menschlichen Lebens
4.3.2 Der Handlungskonflikt und ethische Reflexion
4.3.3 Kriterien ethischer Entscheidungsfindung
4.4 Notwendigkeit und Ansatzpunkt ethischer Reflexion Sozialer Arbeit
5 Partizipation - Ein Spannungsfeld zwischen Theorie und Praxis
5.1 Partizipation in der Heimerziehung – Der Versuch einer Begriffsbestimmung
5.2 Heimerziehung – ein Feld im Wandel
5.3 Formen der Partizipation
5.4 Grenzen und Widersprüche von Partizipation
6 Ein Rechtekatalog für die Einrichtung wird ins Leben gerufen
6.1 Warum ein Rechtekatalog für die Einrichtung?
6.2 Entwicklung der Schwerpunkte im Qualitätszirkel
6.3 Kinder und Jugendliche wählen ihren Kinderrat
6.4 Partizipation als Balanceakt
6.5 Auswertung zum aktuellen Stand des Projektverlaufes
6.6 Perspektiven und Ausblick
7 Schlussfolgerung zur Beantwortung der Fragestellung
8 Zusammenfassende Thesen
Das Ziel der Diplomarbeit ist eine kritische Analyse des Menschenrechtsdiskurses und berufsethischer Prinzipien in der Sozialen Arbeit, wobei untersucht wird, wie diese in der Praxis einer stationären Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung angewendet werden und auftretende ethische Konflikte reflektiert werden.
4.1 Reflexion an ausgewählten Beispielen aus der Praxis
Beispiel I: Wir nehmen den jungen Menschen und seine Familie in ihrer Lebenssituation ernst. (Dieser Punkt geht konform mit dem Artikel 5 der UN-Kinderrechtskonvention. Siehe Anhang)
Wie gehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit diesem hohen Anspruch des Leitbildes um? Dieses Beispiel soll aufzeigen, wie schwierig sich der Umgang mit Toleranz und Akzeptanz anderer Lebenskonzepte im praktischen Alltag in der Sozialen Arbeit gestalten lässt. Es erfolgt ein kurzer Ausschnitt der vom Jugendamt erstellten Sozialgeschichte von Familie G. Mit dem Eintritt in den Kindergarten wurden bei Klaus erste Probleme im erweiterten sozialen Umfeld sichtbar. Durch Klaus´ massive Aggressionen und sein enormes Mittelpunktstreben wurde er von den Kindern, deren Eltern und auch den Erzieherinnen zunehmend abgelehnt. Mit dieser Ablehnung, welche schließlich zum Ausschluss (Unterschriftensammlung der Eltern gegen Klaus hatte Erfolg) aus dem Kindergarten führte, verstärkte sich Klaus´ Aggressionsbereitschaft.
1 Einleitung: Hier wird der Problemaufriss und die wissenschaftliche Fragestellung dargelegt, wobei der Fokus auf dem Spannungsfeld zwischen Menschenrechten und dem Alltag in der Sozialen Arbeit liegt.
2 Begriffserörterungen und Theorien: Dieses Kapitel erarbeitet die theoretische Basis durch die Diskussion von Werten, Menschenrechten sowie ethischen Ansätzen von Nussbaum und Staub-Bernasconi.
3 Institutionelle Analyse: Eine detaillierte Untersuchung der Einrichtung, ihrer Satzung, personellen Ressourcen und ihres Leitbildes zur Standortbestimmung im Kontext der sozialen Praxis.
4. Umsetzung des Leitbilds in der Praxis – ein Spannungsfeld?: Die Autorin reflektiert die praktische Umsetzung des Leitbildes an Fallbeispielen und erörtert Muster ethischer Konflikte im beruflichen Alltag.
5 Partizipation - Ein Spannungsfeld zwischen Theorie und Praxis: Dieses Kapitel theoretisiert den Partizipationsbegriff in der Heimerziehung und beleuchtet die Grenzen und Widersprüche bei der Umsetzung.
6 Ein Rechtekatalog für die Einrichtung wird ins Leben gerufen: Hier wird die praktische Entstehung eines einrichtungsinternen Rechtekatalogs unter Einbeziehung der Kinder und Jugendlichen dokumentiert und ausgewertet.
7 Schlussfolgerung zur Beantwortung der Fragestellung: Die Autorin fasst die Ergebnisse zusammen und verknüpft die theoretischen Ansätze mit ihren praktischen Beobachtungen aus dem Einrichtungsalltag.
8 Zusammenfassende Thesen: Das Werk endet mit einer prägnanten Zusammenfassung der zentralen Erkenntnisse für die Soziale Arbeit in Thesenform.
Soziale Arbeit, Menschenrechte, Kinderrechte, Berufsethik, Leitbild, Partizipation, Heimerziehung, Ethische Konflikte, Martha C. Nussbaum, Silvia Staub-Bernasconi, Rechtekatalog, Praxisreflexion, Soziale Gerechtigkeit, Werte, Profession
Die Diplomarbeit untersucht die Anwendung von Menschenrechten und berufsethischen Prinzipien im Kontext der stationären Kinder- und Jugendhilfe.
Die Arbeit behandelt die Werte der Sozialen Arbeit, ethische Theorien, die Reflexion des eigenen Handelns in der Heimerziehung sowie die Partizipation von Kindern und Jugendlichen.
Ziel ist es zu analysieren, wie Menschenrechte und insbesondere Kinderrechte in den Praxisalltag einer Jugendhilfeeinrichtung einfließen und wie ethische Konflikte dabei aufgearbeitet werden.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse ethischer Theorien sowie einer institutionellen Analyse der eigenen Arbeitsstelle inklusive Dokumentation eines Projektverlaufs zur Erstellung eines Rechtekatalogs.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine institutionelle Analyse der Einrichtung sowie die praktische Reflexion des Leitbilds und die Dokumentation zur Einführung eines Rechtekatalogs.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Menschenrechte, Partizipation, Berufsethik, Heimerziehung und ethische Reflexion in der Sozialen Arbeit definiert.
Die Autorin wählte ihre Arbeitsstelle als Grundlage, um die Theorie-Praxis-Verknüpfung sowie die Herausforderungen bei der Umsetzung von Kinderrechten in einem realen Betreuungsalltag kritisch zu beleuchten.
Er dient als Instrument zur Partizipation, indem er Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit gibt, ihre eigene Lebenswelt aktiv mitzugestalten und demokratische Prozesse zu erfahren.
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