Masterarbeit, 2011
120 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung und Problemstellung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Ju-Jutsu
2.1.1 Die Selbstverteidigungssportart Ju-Jutsu
2.1.2 Leistungs- und Kampfstruktur im Ju-Jutsu
2.1.3 Psychische Anforderungen im Ju-Jutsu Wettkampfsport
2.2 Angst: Emotionaler Zustand und Persönlichkeitsmerkmal
2.2.1 Definitionen und Konzeptionen von Angst
2.2.2 Bereichsspezifische Angstneigungen
2.2.3 Leistungsangst und Wettkampfängstlichkeit
2.2.4 Komponenten und Dimensionen
2.3 Bewältigung von Angst
2.3.1 Klassifikation von Angstbewältigung
2.3.2 Aktuelle und dipositionelle Angstbewältigung im Vergleich
2.3.3 Aktuelle Angstbewältigung
2.3.3.1 Allgemeine Angstbewältigung
2.3.3.2 Bewältigung von Wettkampfangst
2.3.4 Dispositionelle Angstbewältigung: Modell der Bewältigungsmodi nach Krohne
2.3.4.1 Die Angstbewältigungsmodi
2.3.4.1.1 Sensitivierer
2.3.4.1.2 Represser
2.3.4.1.3 Nichtdefensive
2.3.4.1.4 Fluktuierer
2.3.4.2 Kritik am Modell
2.3.4.3 Zur Messung des Angstbewältigungsmodus
2.4 Diagnostische Erfassung von Angstreaktionen
3 Fragestellung und Hypothesen
4 Methode
4.1 Stichprobe
4.2 Operationalisierung
4.2.1 Unabhängige Variablen
4.2.2 Abhängige Variablen
4.3 Instrumente
4.3.1 Objektivität
4.3.2 Reliabilität
4.3.2.1 Interne Konsistenz
4.3.2.2 Retest-Reliabilität
4.3.3 Validität
4.3.4 Normierung des WAI-T
4.3.5 Referenzwerte des WAI-B
4.4 Randomisierung
4.5 Statistische Hypothesen
4.6 Versuchsablauf
4.7 Statistik
4.8 Methodenkritik
5 Ergebnisse
5.1 Deskriptive Datenanalyse
5.1.1 Ergebnisse des WAI-T Fragebogen
5.1.1.1 Somatische Wettkampfängstlichkeit
5.1.1.2 Besorgnis
5.1.1.3 Konzentrationsstörung
5.1.2 Ergebnisse des WAI-B Fragbogen
5.1.2.1 Vigilanz
5.1.2.2 Kognitive Vermeidung
5.1.2.3 Angstbewältigungsmodi
5.2 Inferenzstatistische Datenanalyse
5.2.1 Voraussetzungen
5.2.1.1 Prüfung auf Normalverteilung
5.2.1.2 Prüfung auf Homogenität der Varianzen
5.2.1.3 Unabhängigkeit der Beobachtungen
5.2.1.4 Intervallskalierung
5.2.2 Signifikanzprüfung der Hypothese 1
5.2.3 Signifikanzprüfung der Hypothese 2
5.2.4 Signifikanzprüfung der Hypothese 3
5.2.5 Signifikanzprüfung der Hypothese 4
5.2.6 Signifikanzprüfung der Hypothese 5
5.2.7 Signifikanzprüfung der Hypothese 6
6 Diskussion
6.1 Vergleich mit Normwerten
6.2 Diskussion und Interpretation der Ergebnisse
6.3 Ausblick
Die vorliegende Masterarbeit untersucht psychologische Unterschiede in der Wahrnehmung von Wettkampfängstlichkeit und der Angstbewältigung bei Ju-Jutsukas verschiedener Leistungsklassen in der Disziplin Fighting, um zu prüfen, ob sich Kaderathleten von Breitensportlern in diesen Bereichen unterscheiden.
2.3.4.1 Die Angstbewältigungsmodi
Die Besonderheit des Modells der Angstbewältigungsmodi liegt nun darin, „dass die Konstrukte Vigilanz und kognitive Vermeidung als separate Variablen einer übergeordneten Persönlichkeitseigenschaft angesehen werden“136. Entsprechend legt erst das spezifische Verhältnis der beiden Variablen zueinander das fest, was von Krohne137 Bewältigungsmodus genannt wird. Die vier verschiedenen Bewältigungsmodi sind mit ihrer Konfiguration in der nachfolgenden Tabelle dargestellt.
1 Einleitung und Problemstellung: Dieses Kapitel führt in die psychologischen Herausforderungen im Ju-Jutsu ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich Unterschieden zwischen Leistungsgruppen.
2 Theoretische Grundlagen: Hier werden Ju-Jutsu, das Konstrukt Angst mit seinen Dimensionen sowie Theorien zur Angstbewältigung ausführlich erläutert.
3 Fragestellung und Hypothesen: Das Kapitel leitet die zentralen Forschungsfragen ab und definiert die zu überprüfenden Unterschiedshypothesen für die verschiedenen Leistungsgruppen.
4 Methode: Beschreibung der Stichprobe, der psychologischen Instrumente (WAI-T/WAI-B) und des Versuchsdesigns der empirischen Querschnittsstudie.
5 Ergebnisse: Darstellung der deskriptiven Datenanalyse sowie der inferenzstatistischen Signifikanzprüfungen der aufgestellten Hypothesen.
6 Diskussion: Interpretation der Ergebnisse im Vergleich zu Normwerten, kritische Auseinandersetzung mit der Methodik sowie ein Ausblick auf die Praxisrelevanz.
Ju-Jutsu, Fighting, Sportpsychologie, Wettkampfängstlichkeit, Angstbewältigung, Coping, Vigilanz, kognitive Vermeidung, Sensitivierer, Represser, Nichtdefensive, Fluktuierer, Leistungsdiagnostik, WAI-T, WAI-B
Die Arbeit untersucht psychologische Aspekte der Wettkampfvorbereitung im Ju-Jutsu, insbesondere die Ausprägung von Wettkampfängstlichkeit und die bevorzugten Strategien zur Angstbewältigung bei Sportlern verschiedener Leistungsklassen.
Die Themen umfassen die Definition von Angst im Sport, die psychologischen Leistungsanforderungen im Ju-Jutsu und das Modell der Angstbewältigungsmodi nach Krohne.
Ziel ist es zu ermitteln, ob sich A-Kaderathleten, B-Kaderathleten und Breitensportler statistisch signifikant in ihrer Wettkampfängstlichkeit und ihrem Bewältigungsmodus unterscheiden.
Es wurde eine quasi-experimentelle Querschnittsstudie durchgeführt, bei der psychologische Inventare (WAI-T und WAI-B) zur Datenerhebung genutzt und inferenzstatistisch (Varianzanalysen) ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Einleitung, die methodische Vorgehensweise, die deskriptive und inferenzstatistische Analyse der erhobenen Daten sowie die anschließende Diskussion der Ergebnisse.
Wichtige Begriffe sind Wettkampfängstlichkeit, Angstbewältigungsmodi, Ju-Jutsu Fighting, Vigilanz, kognitive Vermeidung und Leistungsklassen.
Diese Gruppierung erlaubt den Vergleich zwischen international erfolgreichen Topathleten und Breitensportlern, um Unterschiede in der psychologischen Stabilität und Bewältigungskompetenz aufzuzeigen.
Die Studie ergab keinen statistisch signifikanten Unterschied zwischen den Leistungsgruppen in Bezug auf die Komponenten somatische Ängstlichkeit, Besorgnis und Konzentrationsstörung.
Trotz der Einstufung als weniger effektive Bewältiger im Modell von Krohne zeigen diese Athleten, dass auch mit solch einem Bewältigungsmodus international sportliche Höchstleistungen möglich sind.
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