Diplomarbeit, 2007
69 Seiten, Note: befriedigend
1. Wertorientierung – Unternehmensführung im Interesse der Eigentümer
2. Unternehmensbewertung
2.1 Grundlagen der Unternehmensbewertung
2.1.1 Anlässe einer Unternehmensbewertung
2.1.2 Konfliktsituationen im Rahmen einer Unternehmensbewertung
2.1.2.1 Kauf / Verkauf und Fusion / Spaltung
2.1.2.2 Dominierte und nicht dominierte Konfliktsituationen
2.1.2.3 Disjungierte und jungierte Konfliktsituationen
2.1.2.4 Ein- und mehrdimensionale Konfliktsituationen
2.2 Subjektive Bewertung
2.2.1 Prinzipien der subjektiven Bewertung
2.2.1.1 Subjektivität
2.2.1.2 Zukunftsbezogenheit
2.2.1.3 Gesamtbewertung
2.2.2 Zukunftserfolgswert
2.2.3 Kritik
2. 3 Funktionale Bewertung
2.3.1 Entscheidungsfunktion
2.3.1.1 Merkmale des Entscheidungswertes
2.3.1.2 Entscheidungswert als Grenzpreis
2.3.1.2.1 Ermittlung durch Totalmodell
2.3.1.2.2 Ermittlung durch Partialmodell
2.3.2 Vermittlungsfunktion
2.3.2.1 Merkmale des Arbitriumwertes
2.3.2.2 Ermittlung des Arbitriumwertes
2.3.3 Argumentationsfunktion
2.3.3.1 Merkmale des Argumentationswertes
2.3.3.2 Ermittlung des Argumentationswertes
3. Mögliche Maßnahmen zur wertorientierten Unternehmenssteuerung
3.1 Gründe und Adressaten der Wertorientierung
3.1.1 Gründe der wertorientierten Steuerung
3.1.2 Probleme der Bilanzorientierung
3.1.3 Anteilseigner und Anspruchsgruppen
3.1.4 „Discounted Cash Flow“-Verfahren
3.2 Eignung ausgewählter Kennzahlen zur Wertorientierung
3.2.1 Return on Investment
3.2.2 Economic Value Added
3.2.3 Cash Flow Return on Investment
3.2.4 Return on Capital Employed
3.2.5 Earnings less Riskfree Interest Charge
3.3 Ausgewählte Instrumente zur Wertsteigerung
3.3.1 Balanced Scorecard
3.3.1.1 Perspektiven der Balanced Scorecard
3.3.1.2 Wertorientierung und Balanced Scorecard
3.3.1.3 Kritik an der Balanced Scorecard
3.3.2 Kapitalmarktkommunikation
3.3.2.1 Wertorientierte Berichterstattung
3.3.2.2 Unternehmensverfassung
4. Fazit
Die Arbeit untersucht die Konzepte und Verfahren der Unternehmensbewertung und der wertorientierten Unternehmensführung. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwieweit diese Ansätze zur Entscheidungsunterstützung geeignet sind, wenn die Interessen der Anteilseigner und anderer Anspruchsgruppen berücksichtigt werden sollen.
2.1.2.1 Kauf / Verkauf und Fusion / Spaltung
Das folgende Kapitel stellt verschiedene Konfliktsituationen dar, welche im Rahmen einer Unternehmensbewertung beachtet werden müssen. Diese Konflikte treten aufgrund unterschiedlicher Interessen der beteiligten Konfliktparteien bei der Änderung der Eigentumsverhältnisse auf.
Im Zuge der Transaktion eines Bewertungsobjektes sind zwei unterschiedliche Ausprägungen zu beobachten: zum einen der Kauf oder Verkauf einer Unternehmung und zum anderen die Fusion oder Abspaltung einzelner Unternehmensteile.
Kommt es zu einem Wechsel des Eigentums, so handelt es sich um einen Kauf bzw. einen Verkauf einer Unternehmung. Diese Situation ist dadurch gekennzeichnet, dass der Verkäufer Eigentumsanteile an einen potenziellen Käufer mit der Absicht einer möglichst hohen Gegenleistung abzugeben bereit ist. Die Käuferpartei ist hingegen daran interessiert möglichst keine zu hohe Leistung erbringen zu müssen. Diese Gegenleistung entspricht dem Preis der erworbenen bzw. abgegebenen Anteile des Unternehmens. In der Regel handelt es sich dabei um monetäre Leistungen, deren Höhe im Mittelpunkt der Konfliktsituation des Kaufes bzw. Verkaufes steht.
Fusion und Spaltung sind weitere Ausprägungen der Konfliktsituation. Bei einer solchen Transaktion findet, anders als beim Kauf/Verkauf, kein Eigentümerwechsel statt. Es handelt sich lediglich um eine Änderung der Eigentümeranteile an einem Unternehmen, die nach Ende dieser Konfliktsituation zu möglichst gerechten Bedingungen für alle beteiligten Parteien realisiert werden soll.
1. Wertorientierung – Unternehmensführung im Interesse der Eigentümer: Dieses Kapitel führt in den Shareholder-Value-Ansatz ein und erläutert dessen zunehmende Bedeutung für die wertorientierte Unternehmensführung in einem globalisierten Umfeld.
2. Unternehmensbewertung: Hier werden die Grundlagen, subjektiven Bewertungsprinzipien und die funktionale Bewertungstheorie mit ihren drei Hauptfunktionen Entscheidungs-, Vermittlungs- und Argumentationsfunktion detailliert dargestellt.
3. Mögliche Maßnahmen zur wertorientierten Unternehmenssteuerung: Dieses Kapitel analysiert Gründe für die Wertorientierung, bewertet verschiedene Performance-Kennzahlen kritisch und untersucht Instrumente zur Wertsteigerung sowie die Rolle der Kapitalmarktkommunikation.
4. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Ergebnisse zusammen und betont, dass trotz der Relevanz wertorientierter Führung ein hoher Handlungsbedarf bei der Entwicklung praxisgerechterer Unterstützungsinstrumente besteht.
Wertorientierte Unternehmensführung, Shareholder Value, Unternehmensbewertung, Entscheidungswert, Arbitriumwert, Argumentationswert, Balanced Scorecard, Kennzahlen, ROI, Economic Value Added, Kapitalmarktkommunikation, Unternehmensverfassung, Stakeholder, Unternehmenswertmaximierung, Konfliktsituationen
Die Arbeit analysiert die theoretischen Konzepte und praktischen Maßnahmen zur wertorientierten Unternehmensführung und deren Einbindung in die Unternehmensbewertung.
Die Schwerpunkte liegen auf den Konfliktsituationen der Bewertung, der Eignung verschiedener Kennzahlen (z.B. ROI, EVA, ROCE) und dem Einsatz von Instrumenten wie der Balanced Scorecard.
Das Ziel ist es, Konzepte und Verfahren zur Unternehmensbewertung kritisch zu hinterfragen, um Führungskräften Grundlagen für eine wertmaximierende Entscheidungsfindung zu liefern.
Es wird eine kritische Analyse und theoretische Auseinandersetzung mit existierenden finanzwirtschaftlichen Bewertungsansätzen, Modellen und Steuerungsinstrumenten durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Unternehmensbewertung (subjektiv/funktional), eine Analyse der Gründe und Maßnahmen für wertorientierte Steuerung sowie die Darstellung von Steuerungs- und Kommunikationsinstrumenten.
Die Arbeit lässt sich vor allem durch Begriffe wie Shareholder Value, Unternehmensbewertung, Werttreiber, Performance-Kennzahlen und Corporate Governance charakterisieren.
Während die subjektive Bewertung den individuellen Unternehmenswert für jedes Bewertungssubjekt betont, stellt die funktionale Bewertung primär den Bewertungszweck (Entscheidung, Vermittlung, Argumentation) in den Vordergrund.
Bilanzen basieren auf historischen Daten, unterliegen Wahlrechten und berücksichtigen keine Eigenkapitalkosten oder zukünftige Wertpotenziale, was sie für zukunftsorientierte Steuerungsentscheidungen ungeeignet macht.
Sie wird als Instrument zur Umsetzung wertorientierter Strategien diskutiert, wobei der Autor insbesondere die Notwendigkeit ihrer Kombination mit einem Wertmanagement sowie ihre Schwächen (Perspektivenreduktion) hervorhebt.
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