Diplomarbeit, 2009
110 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Definitorische Grundlagen
2.1.1 Der Führungs-Begriff
2.1.2 Führungserfolg
2.1.3 Der Charisma-Begriff
2.2 Transformationale Führung
2.2.1 Einordnung transformationaler und charismatischer Führungskonzepte innerhalb der traditionellen Führungsforschung
2.2.2 Neocharismatische Führung / New Leadership Approach
2.2.3 Das “Full Range of Leadership” Modell
2.2.3.1 Transformationale Führung
2.3.2.2 Transaktionale Führung
2.2.3.3 Laissez Faire
2.2.4 Stand der empirischen Forschung zu transformationaler Führung
2.3 Kriterien des Führungserfolgs
2.3.1 Arbeitsprozesse
2.3.1.1 Der Prozess-Begriff
2.3.1.2 Gestaltung der Arbeitsprozesse
2.3.1.3 Stand der empirischen Forschung
2.3.2 Organisationales Commitment
2.3.2.1 Der Commitment-Begriff
2.3.2.2 Eindimensionale Konstrukte
2.3.2.3 Das Drei-Komponenten-Modell des organisationalen Commitments nach Allen und Meyer
2.3.2.4 Stand der empirischen Forschung
2.3.3 Interorganisationales Vertrauen
2.3.3.1 Definition interpersonelles Vertrauen in Organisationen
2.3.3.2 Erklärungsansätze zu interpersonellen Vertrauen in Organisationen
2.3.3.3 Stand der empirischen Forschung
2.4 Hypothesenbildung
3. Methodisches Vorgehen
3.1 Untersuchungsdesign
3.2 Untersuchungsteilnehmer
3.3 Untersuchungsinstrumente und Skalen
3.3.1 Multifactor Leadership Questionnaire (MLQ)
3.3.2 Skala-Gestaltung der Arbeitsprozesse
3.3.3 Affective-Commitment-Scale (ACS)
3.3.4 Organizational-Trust-Inventory (OTI)
3.4 Auswertungsmethode
3.4.1 Multiple Regressionsanalyse
3.4.2 Testung von Mediationseffekten
4. Ergebnisdarstellung
4.1 Deskriptive Ergebnisse
4.1.1 Einschätzungen zum Führungsverhalten des direkten Vorgesetzten
4.1.2 Einschätzungen zur Gestaltung der Arbeitsprozesse
4.1.3 Einschätzungen zum affektiven Commitment
4.1.4 Einschätzungen zum Vertrauen in den direkten Vorgesetzten
4.2 Ergebnisse zur Überprüfung der Hypothesen
4.2.1 Ergebnisse der Hypothese 1
4.2.2 Ergebnisse der Hypothese 2
4.2.3 Ergebnisse der Hypothese 3
4.2.4 Ergebnisse der Hypothese 4
4.2.5 Ergebnisse der Hypothese 5
5. Zusammenfassung und Diskussion
Ziel dieser Arbeit ist es zu untersuchen, ob transformationale Führung in einer Universitätsverwaltung einen positiven Einfluss auf die Gestaltung von Arbeitsprozessen hat, wobei insbesondere die vermittelnden Rollen von affektivem Commitment und interpersonellem Vertrauen analysiert werden.
2.3.1.2 Gestaltung der Arbeitsprozesse
Bei der Gestaltung von Prozessen geht es um die Erfassung aller Tätigkeiten und deren Abhängigkeiten und die Eliminierung von nichtwertschöpfenden Tätigkeiten. Ein weiteres Ziel ist, den Ablauf der Leistungserstellung von überflüssigen Schnittstellen zu befreien, denn die Schnittstellen verursachen Kosten-, Qualitäts- und Zeit-Verluste. Solche Schnittstellenprobleme sind Kommunikationsprobleme, Zielkonflikte, Liegezeiten an den Grenzen der Funktionalabteilungen etc. Sie bewirken lange Durchlaufzeiten bei Entwicklungsprojekten und bei der Abwicklung von Kundenaufträgen, hohe Kosten durch spätes Erkennen von Qualitätsmängeln oder eine geringe Flexibilität bei der Reaktion auf neue Marktanforderungen (Picot, Reichwald & Wigand, 1998), erhöhen den Koordinationsaufwand und erschweren die Flexibilität und Innovation (vgl. Hunziker, 1999; Proeller, 2002). Allein die prozessorientierte Betrachtung des Unternehmensgeschehens, d.h. das Transparent-Machen von crossfunktionalen Abläufen, kann demnach eine Vielzahl von Rationalisierungsansätzen aufdecken.
Das Motiv des Prozessmanagements ist die Kundenorientierung, also die Erfüllung von Kundenwünschen. Denn nur eine ganzheitliche Steuerung der Unternehmensprozesse berücksichtigt alle vom Kunden wahrgenommenen Leistungsmerkmale und führt dazu, dass Wettbewerbsvorteile durch Kundenorientierung erlangt werden können. Die prozessorientierte Organisation hat die Aufgabe eine optimale Ausführung der Prozesse zu ermöglichen (Becker et al., 2003). Dazu gilt es die Unternehmens- und Verwaltungsprozesse bzgl. Kosten, Zeit und Qualität bestmöglich zu gestalten. Gaitanides et. al (1994) postulieren dazu vier Parameter, die im Prozessmanagement insbesondere Beachtung finden: Kosten, Qualität, Zeit und Kundenzufriedenheit (siehe Abbildung 5).
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert den wachsenden Anpassungsdruck auf Universitätsverwaltungen und die Notwendigkeit, deren Effizienz durch moderne Führungskonzepte zu steigern.
2. Theoretischer Hintergrund: Es werden die Grundlagen der transformationalen Führung, das Konzept des Führungserfolgs sowie die Bedeutung von Commitment und Vertrauen für effiziente Arbeitsprozesse dargelegt.
3. Methodisches Vorgehen: Dieser Abschnitt beschreibt das Untersuchungsdesign, die Stichprobenmerkmale der Universitätsverwaltung und die verwendeten Messinstrumente wie den Multifactor Leadership Questionnaire.
4. Ergebnisdarstellung: Die empirischen Ergebnisse werden präsentiert, wobei die Zusammenhänge zwischen Führungsstil, Arbeitsprozessen, Commitment und Vertrauen mittels Regressionsanalysen geprüft werden.
5. Zusammenfassung und Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch reflektiert, die Hypothesen bestätigt oder verworfen und Implikationen für die Verwaltungspraxis sowie weitere Forschungsansätze abgeleitet.
Transformationale Führung, Transaktionale Führung, Universitätsverwaltung, Prozessmanagement, Führungserfolg, Affektives Commitment, Interpersonelles Vertrauen, Arbeitsgestaltung, Prozessmerkmale, Regressionsanalyse, Mitarbeiterbindung, Organisationsentwicklung, Führungsstil, Controlling, Führungskräfte.
Die Arbeit untersucht den Einfluss von Führung auf die Qualität und Effizienz von Arbeitsprozessen innerhalb einer universitären Verwaltungseinrichtung.
Die zentralen Felder sind transformationale Führung, Prozessmanagement, Mitarbeiterbindung (Commitment) und interpersonelles Vertrauen zwischen Führungskräften und Mitarbeitern.
Es wird geprüft, inwiefern transformationale Führung direkt oder indirekt (über Commitment und Vertrauen) die Steuerung und Gestaltung von Arbeitsprozessen in der Verwaltung positiv beeinflusst.
Die Arbeit basiert auf einer empirischen Querschnittsstudie, bei der 68 Fragebögen ausgewertet wurden, ergänzt durch multiple Regressionsanalysen und die Testung von Mediationseffekten.
Der Hauptteil beleuchtet die Definitionen von Führungserfolg, stellt das "Full Range of Leadership"-Modell von Bass vor und erörtert die Konzepte von Prozessmanagement sowie organisationalem Commitment und Vertrauen.
Transformationale Führung, Organisationserfolg, Prozessgestaltung, Universitätsverwaltung, Commitment und Vertrauen sind die prägenden Begriffe.
Es dient als Mediator, der erklärt, wie Führung durch die emotionale Bindung der Mitarbeiter an die Organisation die Effizienz der Arbeitsprozesse vermittelt und steigern kann.
Die Studie zeigt, dass transformationale Führung einen signifikant stärkeren Einfluss auf die Prozessmerkmale und die Bindung der Mitarbeiter hat als transaktionale Führung.
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