Bachelorarbeit, 2011
48 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1. Ausgangslage
1.2. Ziel der Arbeit
1.3. Vorgehen
2. Great Depression 1929
2.1. Ursachen
2.1.1. Hohe Liquidität und fehlende Regulierung
2.1.2. Neue Finanzprodukte und Manipulation auf dem Aktienmarkt
2.1.3. Aktienboom und Spekulationsblase
2.1.4. Probleme des Bankensektors
2.1.5. Vorhergehende und begleitende Wirtschaftsdepression
2.2. Regulierungsänderungen
2.2.1. Emergency Banking Act
2.2.2. Glass-Steagall-Act und Securities Act
2.2.3. Securities Exchange Act
2.2.4. Banking Act
2.2.5. Weitere gesetzliche Regelungen
3. Finanzmarktkrise
3.1. Ursachen
3.1.1. Hohe Liquidität und Geldpolitik des Federal Reserve Systems
3.1.2. Immobilienboom und Immobilienkrise
3.1.3. Neue Finanzprodukte und Verhalten der Ratingagenturen
3.1.4. Fehler in der Regulierung und in der Bankaufsicht
3.1.5. Fehlanreize und Moralische Probleme
3.2. Regulierungsänderungen
3.2.1. Neue Vorschriften für Finanzprodukte
3.2.2. Reform der Eigenkapital- und Bilanzierungsvorschriften
3.2.3. Reform der Ratingagenturen
3.2.4. Reform der Anreizsysteme für Manager und Aktionäre
3.2.5. Glaubhafte Regulierung und Transparenz
3.2.6. International anerkannte Standards und makroprudentielle Aufsicht
4. Vergleich der Krisenursachen und Regulierungsänderungen
4.1. Vergleich der Krisenursachen
4.1.1. Hohe Liquidität und Politik des FED
4.1.2. Versagen der Aufsicht und der Regelwerke
4.1.3. Neue Finanzprodukte
4.1.4. Riskante Kreditprodukte
4.1.5. Boom und Spekulation
4.1.6. Krisenanfälliges Bankensystem
4.1.7. Falsche Anreize
4.1.8. Wirtschaftslage
4.2. Vergleich der Regulierungsänderungen
4.2.1. Stabilität
4.2.2. Wirkungsvolle Aufsicht
4.2.3. Transparenz und Integrität
4.2.4. Vermeidung von Interessenskonflikten
5. Schluss
Das Ziel dieser Arbeit ist es, die Ursachen der "Great Depression" von 1929 sowie der aktuellen Finanzmarktkrise zu analysieren und die jeweils darauf folgenden Regulierungsänderungen vergleichend gegenüberzustellen, um Erkenntnisse für zukünftige Stabilitätsmechanismen zu gewinnen.
2.1.1. Hohe Liquidität und fehlende Regulierung
Eine grundsätzliche Ursache der Finanzkrise im Jahr 1929 war die hohe zur Verfügung stehende Liquidität, welche von verschiedenen Entwicklungen getrieben wurde. Sie führte dazu, dass Aktien in hohem Ausmaß erworben werden konnten.
Die Zinspolitik des „Federal Reserve Systems“ (FED) war geprägt von niedrigen Zinsen. Das inkonsequente Vorgehen nach Ausbruch des Aktienbooms verschlimmerte die Situation zusätzlich. Denn auch als der Aktienboom solche Dimensionen angenommen hatte, dass man etwas dagegen unternehmen wollte und musste, reagierte die FED, nach einigen wirkungslosen Zinsanhebungen, nicht angemessen. Am Ende beschränkten sich ihre Interventionen auf Empfehlungen an die Mitgliedsbanken, Spekulationskredite abzulehnen, eine weitere wirkungslose Zinsanhebung auf 6% und Untätigkeit, auch dann noch, als die Krise längst begonnen hatte. Die Situation wurde verschlimmert durch auf den Finanzmarkt drängendes Kapital von Unternehmen, Privaten und dem Ausland, was den Einfluss des FED auf die Geldversorgung zusätzlich untergrub.
Die niedrigen Zinsen begünstigten die Kreditvergabe der Banken, sodass im Vorfeld der Finanzkrise sogenannte Maklerkredite eingeführt werden konnten, die es Investoren ermöglichten Aktien zu erwerben, ohne den vollen Kaufpreis zahlen zu müssen. So wurden auch die Menschen zu Aktienkäufen motiviert, welche nicht über ausreichendes Eigenkapital verfügten. Als Sicherheit für den aufgenommenen Kredit dienten die erworbenen Aktien. Wenn diese in ihrem Wert sanken, mussten die Kreditnehmer zusätzliche Sicherheitsleistungen in bar entrichten. Wenn sie dazu nicht in der Lage waren, mussten sie ihre Aktien veräußern, was dazu führte, dass die Aktienpreise in Folge des steigenden Aktienangebotes fielen. So wurde im Jahr 1929 von zunächst wenigen im Wert sinkenden Aktien und nicht erfüllten Nachschussaufforderungen eine Abwärtsspirale ausgelöst, die im Zusammenbruch des Finanzmarktes endete.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die wiederkehrende Natur von Finanzkrisen ein und umreißt das Ziel der Arbeit, Ursachen und Regulierungsmaßnahmen der Jahre 1929 und der Gegenwart zu vergleichen.
2. Great Depression 1929: Hier werden die Ursachen des Börsencrashs wie hohe Liquidität und spekulative Investmenttrusts analysiert sowie die darauf folgenden regulatorischen Reaktionen, insbesondere der Emergency Banking Act und der Glass-Steagall-Act, erläutert.
3. Finanzmarktkrise: Dieses Kapitel untersucht die Auslöser der aktuellen Krise, darunter die Geldpolitik des FED, den Immobilienboom und neue komplexe Finanzprodukte, gefolgt von einer Diskussion aktueller Reformansätze zur Stabilität.
4. Vergleich der Krisenursachen und Regulierungsänderungen: Hier erfolgt eine synoptische Gegenüberstellung, in der Parallelen bei Liquiditätsüberfluss und Regulierungsversagen sowie Unterschiede in den Rahmenbedingungen der Krisen herausgearbeitet werden.
5. Schluss: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass Lehren aus der Geschichte zwar für Reformen entscheidend sind, die zunehmende Komplexität heutiger Finanzsysteme jedoch flexiblere und detailliertere Regulierungsansätze als im Jahr 1929 erfordert.
Finanzmarktkrise, Great Depression, Regulierung, Federal Reserve, Aktienboom, Immobilienkrise, Finanzinnovationen, Eigenkapital, Basel III, Ratingagenturen, Spekulationsblase, Systemrelevanz, Transparenz, Interessenskonflikte, Bankenaufsicht
Die Arbeit analysiert die Ursachen und die anschließenden regulatorischen Reaktionen auf die Weltwirtschaftskrise von 1929 im Vergleich zur aktuellen Finanzmarktkrise.
Zentrale Themen sind Liquiditätspolitik, das Versagen der Bankenaufsicht, neue Finanzprodukte, Anreizstrukturen für Akteure auf den Finanzmärkten und die Reform der Eigenkapitalvorschriften.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, ob die aktuelle Krise aus vergangenen Fehlern hätte erkannt werden können und inwiefern historische Regulierungsänderungen heute noch Gültigkeit besitzen oder modifiziert werden müssen.
Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven und vergleichenden Literaturanalyse, die historische Erkenntnisse systematisch den aktuellen Ereignissen gegenüberstellt.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der Ursachen beider Krisen, die Analyse der jeweiligen gesetzlichen Gegenmaßnahmen und den direkten Vergleich der Wirksamkeit dieser Regulierungen anhand ausgewählter Stabilitätsziele.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Systemrisiko, Transparenz, Finanzmarktregulierung, Basel-Standards und Anreizproblematik charakterisiert.
Der Autor weist darauf hin, dass eine strikte Trennung von Geschäfts- und Investmentbanken heute kritisch gesehen wird, da sie in einer global vernetzten Welt die Finanzierungsmöglichkeiten von Instituten in Krisenzeiten zu stark einschränken könnte.
Sie wird kritisiert, da die "Mark-to-Market"-Bewertung prozyklische Effekte verstärkt und Unternehmen daran hindert, in guten Zeiten stille Reserven für Krisenzeiten zu bilden.
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