Masterarbeit, 2010
101 Seiten, Note: 2,7
1. Integrationskompetenz Sozialkapital
2. Fragestellung der Masterarbeit
3. Theoretisches Konzept des Sozialkapitals
3.1 Einführung in das theoretische Konzept des Sozialkapitals
3.1.1 Die politikwissenschaftliche Ausrichtung des Sozialkapital
3.1.2 Das Kapitale in Sozialkapital
3.1.3 Sozialkapital als öffentliches und/oder privates Gut
3.2 Der Sozialkapitalansatz von Putnam
3.2.1 Strukturelle Dimension des Sozialkapitals
3.2.1.1 Netzwerke
3.2.1.2 Horizontale und vertikale soziale Beziehungen
3.2.1.3 Bindende und brückenschlagende soziale Beziehungen
3.2.1.4 Starke und schwache soziale Beziehungen
3.2.2 Kulturelle Dimension des Sozialkapitals
3.2.2.1 Normen
3.2.2.2 Vertrauen
3.2.3 Zusammenhang zwischen den Sozialkapitaldimensionen
3.3 Der Sozialkapitalansatz nach Coleman
3.3.1 Kooperative Handlungssysteme und Vertrauensvergabe
3.3.2 Vertrauensvergabesituationen und Handlungsoptionen
3.4 Ergänzungen zu den Sozialkapitalansätzen von Putnam und Coleman
3.4.1 Negative und positive Externalitäten des Sozialkapitals
3.4.2 Ziviles und unziviles Sozialkapital
4. Operationalisierung
4.1 Definitionen
4.2 Operationale Analysefelder der sozialen Beziehungen
4.3 Gelegenheitsstrukturen im Analysefeld
5. Forschungsfeld der Integration
5.1 Forschungsstände zur Integration
5.1.1 Integrationsindikator Sprachkompetenz
5.1.2 Integrationsindikator Bildung
5.1.3 Integrationsindikator Familien- und Erwerbstätigkeit
5.2 Forschungsfeld der Binnenintegration
6. Analysefelder der soziale Beziehungen
6.1 Verwandtschaftliche soziale Beziehungen
6.1.1 Kernfamiliäre soziale Beziehungen
6.1.1.1 Inter- und intraethnische Partnerschaften und Ehen
6.1.1.2 Selektionskriterien für interethnische (Ehe-)Partnerwahl
6.1.1.3 Ethnisch-kulturelle Präferenz: Frühverheiratung
6.1.1.4 Ethnisch-kulturelle Präferenz: Religiosität und Traditionalität
6.1.1.5 Zwischenfazits zu den kernfamiliären sozialen Beziehungen
6.1.2 Großfamiliäre soziale Beziehungen
6.1.2.1 Familienbezogenheit von großfamiliären sozialen Beziehungen
6.1.2.2 Zentrifugalkräfte von großfamiliären sozialen Beziehungen
6.1.2.3 Verwandtschaftliche Reziprozität und Vertrauen
6.1.2.4 Intergenerationale großfamiliäre Reziprozität
6.1.2.5 Zwischenfazits zu den großfamiliären sozialen Beziehungen
6.2 Nicht-verwandtschaftliche soziale Beziehungen
6.2.1 Zusätzlich zu berücksichtigende Analysekomponenten
6.2.1.1 Ausprägungen von bekanntschaftlichen Beziehungen
6.2.1.2 Ausprägungen von freundschaftlichen Beziehungen
6.2.1.3 Selektionskriterien von freundschaftlichen Beziehungen
6.2.1.4 Erste Zwischenfazits zu nicht-verwandtschaftlichen Beziehungen
6.2.2 Mediterranes Verständnis von freundschaftlichen Beziehungen
6.2.2.1 Homo- und heterogene freundschaftliche Multiplexität
6.2.2.2 Freundschaftliche Reziprozität und Vertrauen
6.2.2.3 Zweites Zwischenfazit zu nicht-verwandtschaftlichen Beziehungen
7. Schlussfazit und Ergebnisanalyse
7.1 Ermöglichende und verhindernde strukturelle Sozialkapitalausprägung
7.2 Ermöglichende und verhindernde kulturelle Sozialkapitalausprägung
7.3 Wirkungen des in ethnischen Gemeinschaften gebildeten Sozialkapitals
8. Schlussbemerkungen
9. Anhang
9.1 Hybrides theoretisches Sozialkapitalschema
9.2 Analysefelder von sozialen Beziehungen
10. Literaturverzeichnis
Die Arbeit untersucht die Bedingungen für die Entstehung und Bildung von Sozialkapital in ethnischen Gemeinschaften in Deutschland und analysiert dessen Auswirkungen auf die Doppelintegration der Migranten sowie auf die Gesamtgesellschaft. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, unter welchen Bedingungen das gebildete Sozialkapital eine Doppelintegration ermöglichen oder verhindern kann und welche Wirkungen dabei auf die Gesamtgesellschaft entstehen.
3.1.1 Die politikwissenschaftliche Ausrichtung des Sozialkapitals
Für die Politikwissenschaften sind in erster Linie die Analysen von Putnam (1993a, 1995b, 2000, 2001) ausschlaggebend und prägend gewesen (vgl. Franzen/Freitag 2007: 11). Grob können dabei zwei Diskursrichtungen unterschieden werden: zum einen der Steuerungsdiskurs, welcher im Kontext neuer Staatlichkeit geführt wird, und zum anderen der schon als klassisch zu bezeichnende Solidaritätsdiskurs in einer Gesellschaft, welcher sich mit der sozialen Integration auseinandersetzt (vgl. Seubert: 2009: 11).
Die hier zu untersuchenden Beispiele ethnischer Gemeinschaften bewegen sich demzufolge im zuletzt genannten Diskurs. In der demokratietheoretischen Konzeptionalisierung des Sozialkapitals von Seubert (2009) wird „[…] die Förderung gesellschaftlicher Integration […] als Herausforderung der Gegenwart benannt, auf die mit dem Sozialkapital eine Antwort gefunden werden könnte“ (17).
Die Aufgabe besteht darin, den Prozess der Sozialkapitalbildung daraufhin zu untersuchen, inwieweit die Teilhabe an der Gesamtgesellschaft befördert oder verhindert wird. Denn trotz juristischer und verfassungsgemäßer Gleichheit existieren unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen, die alle unterschiedlich an der Gesellschaft teilhaben (vgl. ebd.: 18f.).
1. Integrationskompetenz Sozialkapital: Einleitung in die Problematik der gesellschaftlichen Integration und die theoretische Relevanz des Sozialkapitalansatzes.
2. Fragestellung der Masterarbeit: Vorstellung des theoretischen Rahmens sowie der zentralen Forschungsfragen bezüglich der Wirkung von Sozialkapital auf die Doppelintegration.
3. Theoretisches Konzept des Sozialkapitals: Detaillierte Herleitung der theoretischen Grundlagen unter Einbeziehung der Ansätze von Putnam und Coleman.
4. Operationalisierung: Definition der zentralen Begrifflichkeiten und Festlegung der Analysefelder für die empirische Untersuchung.
5. Forschungsfeld der Integration: Übersicht über aktuelle Integrationsindikatoren und die wissenschaftliche Einordnung der Binnenintegrationsthese.
6. Analysefelder der soziale Beziehungen: Untersuchung informeller sozialer Netzwerke, unterteilt in verwandtschaftliche und nicht-verwandtschaftliche Formen.
7. Schlussfazit und Ergebnisanalyse: Zusammenführung der Ergebnisse und Bewertung der ermöglichenden sowie verhindernden Faktoren für Doppelintegration.
8. Schlussbemerkungen: Zusammenfassende Betrachtung der Erkenntnisse und Ausblick auf künftigen Forschungsbedarf.
9. Anhang: Visualisierung des hybriden Sozialkapitalschemas und der Analysefelder.
10. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Literatur.
Sozialkapital, Doppelintegration, Binnenintegration, soziale Netzwerke, Migrationshintergrund, ethnische Gemeinschaften, Reziprozität, soziales Vertrauen, interethnische Partnerschaften, Familienbezogenheit, Integration, Sozialintegration, politische Partizipation, kollektives Handeln, Gelegenheitsstrukturen.
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle von Sozialkapital in ethnischen Gemeinschaften und untersucht, ob dieses als Hindernis oder als Chance für die gelungene Integration in die deutsche Gesamtgesellschaft fungiert.
Im Zentrum stehen die Entstehung von Sozialkapital durch soziale Netzwerke (verwandtschaftlich und nicht-verwandtschaftlich) sowie die Auswirkungen auf die Integration der Mitglieder ethnischer Gemeinschaften.
Das Ziel ist es zu ergründen, unter welchen Bedingungen das innerhalb dieser Gemeinschaften gebildete Sozialkapital eine sogenannte "Doppelintegration" – also die Teilhabe sowohl innerhalb der eigenen Gruppe als auch in der Mehrheitsgesellschaft – fördert oder behindert.
Es wird eine komparative und deskriptive Analyse durchgeführt, die verschiedene theoretische Ansätze von Putnam, Coleman und weiteren Autoren zu einem hybriden Konzept vereint und auf empirische Daten anwendet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die Operationalisierung der Begriffe und eine tiefgehende Analyse verschiedener sozialer Beziehungsformen bei Türken und Italienern in Deutschland.
Sozialkapital, Doppelintegration, Binnenintegration, soziale Netzwerke, ethnische Gemeinschaften sowie verschiedene Indikatoren für Bildung, Erwerbstätigkeit und familiäre Unterstützung sind prägend für die Arbeit.
Die Familie wird als "Urform" des Sozialkapitals betrachtet, wobei besonders die Unterschiede zwischen Kern- und Großfamilie sowie deren Einfluss auf die Bildung von Vertrauen und Reziprozitätsnormen analysiert werden.
Die Arbeit beleuchtet Unterschiede in den Heiratsmustern, der Religiosität und der Kontakthäufigkeit zur Gesamtgesellschaft, um aufzuzeigen, wie diese Faktoren jeweils unterschiedliche Integrationspfade bedingen.
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