Bachelorarbeit, 2007
67 Seiten, Note: 2,1
1 Einleitung
2 Untersuchungsgebiet „Neue Landschaft“ Ronneburg
2.1 Lage und Klima
2.2 Geologischer Überblick
2.2.1 Geologie des Untersuchungsgebietes
2.2.2 Entstehung der Uranlagerstätte von Ronneburg
3 Historischer Überblick – Vom Uranbergbau zur BUGA 2007
3.1 Die SDAG WISMUT
3.2 Uranerzbergbau in Ostthüringen
3.3 Sanierung der WISMUT-Hinterlassenschaften
3.3.1 Gesetzlicher Rahmen für die Sanierung
3.3.2 Die Sanierungstätigkeit
3.4 Die Bundesgartenschau 2007 in Gera und Ronneburg
4 Grundlagen der Bodenfunktionsbewertung
4.1 Bodenschätzung
4.2 Bodenfunktionen im BBodSchG
4.3 Anforderungen zum Vergleich von Bodenbewertungsverfahren
4.4 Verfahren der Bodenfunktionsbewertung als Grundlage für die Betrachtung der Veränderung der Lebensraumfunktion
4.5 Methodisches Vorgehen im Untersuchungsgebiet
5 Bodenkundliche Charakteristik der einzelnen Gebietseinheiten
5.1 Profil 1
5.2 Profil 2
5.3 Profil 3
5.4 Profil 4
6 Diskussion und Ergebnisse
6.1 Lebensraumfunktion vor 1950
6.1.1 Lebensgrundlage für Menschen
6.1.2 Lebensgrundlage und Lebensraum für Pflanzen und Bodenorganismen
6.2 Lebensraumfunktion zwischen 1950 und 1991
6.2.1 Lebensgrundlage für Menschen
6.2.2 Lebensgrundlage und Lebensraum für Pflanzen und Bodenorganismen
6.3 Lebensraumfunktion 1991 bis 2007
6.3.1 Lebensgrundlage für Menschen
6.3.2 Lebensgrundlage und Lebensraum für Pflanzen und Bodenorganismen
7 Zukünftige Entwicklung weiterer Bodenfunktionen in der „Neuen Landschaft“ Ronneburg
7.1 Natürliche Bodenfunktionen
7.1.1 Bestandteil des Naturhaushaltes
7.1.2 Abbau-, Ausgleichs- und Aufbaumedium
7.2 Archiv der Natur- und Kulturgeschichte
8 Nachbetrachtung und Handlungsempfehlung
8.1 Lebensgrundlage für Menschen
8.2 Lebensgrundlage und Lebensraum für Pflanzen und Bodenorganismen
9 Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die quantitative und qualitative Veränderung der Bodenfunktion „Lebensraumfunktion“ im Gebiet der „Neuen Landschaft“ Ronneburg über einen Zeitraum von rund 60 Jahren zu untersuchen, darzustellen und vergleichend zu bewerten, wobei die Auswirkungen des ehemaligen Uranerzbergbaus und die anschließende Sanierung zentrale Rollen einnehmen.
2.2.2 Entstehung der Uranlagerstätte von Ronneburg
Bei den im Gebiet Ronneburg aufgeschlossenen Gesteinsformationen (Abb. 4), handelt es sich hauptsächlich um ordovizische Quarzite und Tonschiefer. Die darüber lagernden Schichten des Silurs wurden, wie auch die zuvor genannten, in einem flachen, warmen und sauerstoffarmen Meer abgelagert (FENGLER 2006:10). Dies ist anhand zahlreicher eingeschlossener Fossilien nachweisbar. Dominierend sind hier v.a. die Graptolithen, weshalb diese Schichten auch als Graptolithenschiefer (SCHMIDT & REICHARDT 1993:14) bezeichnet werden, welche somit reich an organischem Kohlenstoff und eisensulfidhaltig sind. Diese so genannten „Faulschlamm-Fazies“ (SZUROWSKI et al. 1991:25) reicherten sich mit Schwermetallen – hier insbesondere mit Uran – an. Urangehalte von bis zu 60 g/t bildeten damit die Grundlage für die Ausbildung der späteren Uranlagerstätte (RUSSE 1991:21, SZUROWSKI et al. 1991: 25, LANGE et al. 1994:29, FENGLER 2006:10). Durch eine Reihe tektonischer Aktivitäten zwischen dem Perm und dem Tertiär, wie zum Beispiel der Variszischen Gebirgsbildung, gelangten die Schichten an die Oberfläche und waren somit der Verwitterung preisgegeben, was eine Verlagerung uranhaltiger Schichten von der Oxidationszone in die Zementationszone zur Folge hatte (LANGE & FREYHOFF 1991:264f.).
1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Bedeutung der Bodenfunktion Lebensraumfunktion ein und definiert das Ziel, deren Veränderung im ehemaligen Bergbaugebiet Ronneburg zu untersuchen.
2 Untersuchungsgebiet „Neue Landschaft“ Ronneburg: Es werden die geographischen, klimatischen und geologischen Grundlagen des Untersuchungsgebiets sowie die Entstehung der Uranlagerstätte dargelegt.
3 Historischer Überblick – Vom Uranbergbau zur BUGA 2007: Dieses Kapitel beleuchtet den historischen Wandel vom Uranabbau durch die SDAG WISMUT über die umfassenden Sanierungsmaßnahmen bis zur Nutzung als Bundesgartenschaugelände.
4 Grundlagen der Bodenfunktionsbewertung: Hier werden die theoretischen Grundlagen, Anforderungen und das methodische Vorgehen für die Analyse der Bodenfunktionen im Untersuchungsgebiet erläutert.
5 Bodenkundliche Charakteristik der einzelnen Gebietseinheiten: Anhand ausgewählter Bodenprofile erfolgt eine detaillierte bodenkundliche Beschreibung der verschiedenen Teilbereiche des Gebiets.
6 Diskussion und Ergebnisse: Die vergleichende Untersuchung der Lebensraumfunktion wird in drei Zeitabschnitten (vor 1950, 1950-1991, 1991-2007) diskutiert.
7 Zukünftige Entwicklung weiterer Bodenfunktionen in der „Neuen Landschaft“ Ronneburg: Es werden Prognosen zur zukünftigen Entwicklung natürlicher Bodenfunktionen und der Archivfunktion des Bodens aufgestellt.
8 Nachbetrachtung und Handlungsempfehlung: Auf Basis der Ergebnisse werden Schlussfolgerungen für die touristische und ökologische Nachnutzung des Geländes gezogen sowie Empfehlungen für den Bodenschutz formuliert.
9 Zusammenfassung: Das letzte Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit über die historische Modifikation der Bodenfunktion zusammen.
Bodenfunktion, Lebensraumfunktion, Uranbergbau, Ronneburg, Neue Landschaft, WISMUT, Sanierung, Bundesgartenschau, Bodenbewertung, Bodenprofile, Ostthüringen, Rekultivierung, Geologie, Bodenkunde, Umweltschutz.
Die Arbeit untersucht den historischen Wandel der Bodenfunktion „Lebensraum“ im Ronneburger Bergbaugebiet über einen Zeitraum von 60 Jahren.
Die zentralen Themen sind der Uranerzbergbau, die damit einhergehende flächenhafte Zerstörung der Landschaft, die nachfolgende Sanierung durch die WISMUT GmbH und die Nachnutzung als „Neue Landschaft“ für die Bundesgartenschau 2007.
Das Ziel ist es, die quantitative und qualitative Veränderung der Bodenfunktion „Lebensraum“ anhand festgelegter Gebietseinheiten über den Zeitraum von rund 60 Jahren darzustellen und vergleichend zu bewerten.
Die Arbeit nutzt einen Verschnitt verschiedener Methoden, darunter die Analyse von Bodenprofilen, Auswertung von Luft- und Satellitenbildern, topographische Kartierungen sowie die Anwendung von Funktionsbewertungskonzepten nach gängigen Standards wie der AD-HOC-AG Boden.
Der Hauptteil befasst sich mit der historischen Entwicklung des Bergbaus, den Grundlagen der Bodenfunktionsbewertung, der bodenkundlichen Charakterisierung durch Profile und der detaillierten Diskussion der Lebensraumfunktion in drei maßgeblichen Zeitabschnitten.
Wichtige Begriffe sind Bodenfunktion, Lebensraumfunktion, Uranbergbau, Ronneburg, WISMUT, Sanierung und Bundesgartenschau.
Das „Neue Tal“ (die ehemalige Gessentalaue) erfordert aufgrund des extremen Wandels – von der Zerstörung durch Bergbau über die Versiegelung bis hin zur Neuschaffung eines mäandrierenden Bachbetts bei gleichzeitiger Abschirmung vor kontaminierten Wässern – eine differenzierte Untersuchung.
Die Bodenversiegelung, etwa durch Wegebau oder Baumaßnahmen zur Bundesgartenschau, schränkt die natürlichen Bodenfunktionen ein, da sie den Lebensraum für Bodenlebewesen begrenzt und Filter- sowie Pufferkapazitäten verringert.
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