Masterarbeit, 2010
104 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise
2 Die betriebliche Altersversorgung in Deutschland
2.1 Das Alterssicherungssystem in Deutschland
2.2 Die betriebliche Altersversorgung
2.3 Die fünf Durchführungswege der bAV
2.3.1 Direkt- oder Pensionszusage
2.3.2 Unterstützungskasse
2.3.3 Direktversicherung
2.3.4 Pensionskasse
2.3.5 Pensionsfonds
2.3.6 EbAVs & Solvency II
2.4 Die rechtlichen Bestimmungen zur bAV
2.4.1 Gesetzliche Rahmenbedingungen
2.4.2 Staatliche Förderung und steuerliche Behandlung der bAV
2.4.3 Insolvenzschutz
3 Der Weg zu Solvency II
3.1 Der Müller-Report
3.2 Solvency I
3.2.1 EU-Richtlinie 2002/13/EG für Schadenversicherungsunternehmen
3.2.2 EU-Richtlinie 2002/83/EG für Lebensversicherungsunternehmen
3.3 Solvency II: Richtlinie 2009/138/EG
3.3.1 Neue Regelungen – Das Drei-Säulen-Modell
3.3.2 Minimum-Capital-Requirements
3.3.3 Solvency-Capital-Requirements
4 Der VaR als Risikomaßzahl
4.1 Varianz-Kovarianz-Modell
4.2 Historische Simulation
4.3 Monte-Carlo-Simulation
5 Die Solvency II-Diskussion hinsichtlich der Einbeziehung von EbAVs
5.1 Argumente für die Einbeziehung von EbAVs unter Solvency II
5.1.1 Same Risk - Same Capital
5.1.2 Level-Playing-Field
5.1.3 Sicherheit der Altersversorgung
5.2 Lebensversicherungen im Vergleich zu Pensionskassen und Pensionsfonds
5.2.1 Geschäftsmodell
5.2.2 Finanzierung
5.2.3 Risiken und Risk Management
5.2.4 Aufsicht
5.2.5 Auswirkungen der Anwendung von Solvency II auf Pensionskassen und Pensionsfonds
5.3 Fazit
6 Alternative Wege zur Regulierung von Unternehmens-Pensionskassen und Unternehmens-Pensionsfonds
6.1 Erste Schritte der Umsetzung von Solvency II
6.1.1 Die 9. VAG-Novelle
6.1.2 MaRisk VA
6.2 Einfaches Modell für den Umgang mit Unternehmens-Pensionskassen und Unternehmens-Pensionsfonds als Alternative zu Solvency II
6.2.1 Mögliche Aufwandsbeschränkungen
6.2.2 Einfaches Modell für Unternehmens-Pensionskassen und Unternehmens-Pensionsfonds
7 Schlussbetrachtung
Diese Masterarbeit untersucht die Auswirkungen der geplanten Solvency II-Richtlinie auf Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung (EbAVs) in Deutschland. Das primäre Ziel ist es, die Unterschiede zwischen Versicherungen und Pensionskassen bzw. Pensionsfonds zu analysieren, um zu bewerten, ob eine Einbeziehung dieser Einrichtungen in das strikte Regelwerk von Solvency II sinnvoll ist. Basierend darauf wird ein alternatives Modell entwickelt, das speziell auf die Bedürfnisse von Unternehmens-Pensionskassen und -Pensionsfonds zugeschnitten ist und eine Solvabilitätskontrolle ohne existenzgefährdenden bürokratischen Aufwand ermöglicht.
1 Einleitung
Am 10. November 2009 wurde die sogenannte Solvency II-Richtlinie durch das Europäische Parlament und den Rat verabschiedet. Durch das in Kraft treten der Richtlinie im Oktober 2012, werden die für Versicherungsunternehmen geltenden Regelungen zur Kapitalhinterlegung sowie die Pflicht zu einem umfassenden Risikomanagement deutlich verschärft. Seit Verabschiedung dieser für die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) verbindlichen Richtlinie ist eine intensive Diskussion darüber entbrannt, ob man Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung (EbAVs) in die neuen Regelungen mit einbeziehen sollte. Während die Vertreter der Versicherungen klar für die Einbeziehung plädieren, da sie einen Wettbewerbsnachteil vermeiden möchten, fürchten vor allem Pensionskassen und Pensionsfonds einschneidende negative Auswirkungen für ihr Geschäftsmodell, was sich letztendlich auf die Rentenversicherten auswirken würde. Gerade für sogenannte Unternehmens-Pensionskassen und Unternehmens-Pensionsfonds könnte die Anwendung der Richtlinie das Aus bedeuten, da Einrichtungen dieser Art teilweise über sehr wenig Personal verfügen und nicht ohne Weiteres die finanziellen Mehrbelastungen tragen könnten.
Wohin die Diskussion letztendlich führen wird, lässt sich momentan noch nicht vorhersagen. Sicher ist jedoch, dass es auch für EbAVs erweiterte Regelungen geben wird. Allerdings lassen sich momentan noch keine sicheren Aussagen darüber treffen, wie diese Veränderungen exakt aussehen werden. Sollten die Solvency II-Regelungen letztendlich auch Pensionskassen und Pensionsfonds mit einbeziehen, dann ist von entscheidender Bedeutung, ob ein Modell entwickelt werden kann, welches einfach und unkompliziert anzuwenden ist und das es Unternehmens-Pensionskassen und Unternehmens-Pensionsfonds ermöglicht, weiterhin zu bestehen. Mit dieser Arbeit soll die Diskussion in diese Richtung vorangetrieben und ein Vorschlag für solch ein Modell vorgestellt werden.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Solvency II-Richtlinie für Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung (EbAVs) ein und definiert das Ziel, ein Modell für deren Regulierung zu entwickeln.
2 Die betriebliche Altersversorgung in Deutschland: Dieses Kapitel erläutert das Drei-Säulen-Modell der Altersvorsorge, beschreibt die fünf Durchführungswege der betrieblichen Altersversorgung (bAV) und beleuchtet die rechtlichen sowie steuerlichen Rahmenbedingungen.
3 Der Weg zu Solvency II: Das Kapitel zeichnet die historische Entwicklung der Solvenzregulierung nach, vom Müller-Report über Solvency I bis zur detaillierten Analyse des Drei-Säulen-Modells der Solvency II-Richtlinie.
4 Der VaR als Risikomaßzahl: Hier werden die mathematischen Grundlagen des Value-at-Risk (VaR) sowie die drei zentralen Risikomodelle – Varianz-Kovarianz-Modell, historische Simulation und Monte-Carlo-Simulation – vorgestellt.
5 Die Solvency II-Diskussion hinsichtlich der Einbeziehung von EbAVs: Dieses Kapitel vergleicht Versicherungen mit Pensionskassen und Pensionsfonds, diskutiert die Argumente für und gegen eine Einbeziehung in Solvency II und zieht ein Fazit.
6 Alternative Wege zur Regulierung von Unternehmens-Pensionskassen und Unternehmens-Pensionsfonds: Basierend auf der Analyse entwickelt der Autor ein vereinfachtes Modell, das eine behördliche Aufsicht ermöglicht, ohne die existenzgefährdenden Anforderungen von Solvency II auf kleine Einrichtungen zu übertragen.
7 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bekräftigt die Notwendigkeit spezieller, entschärfter Regelungen für Unternehmens-Pensionskassen und -Pensionsfonds, um deren Fortbestand und die Sicherheit der Altersversorgung zu gewährleisten.
Solvency II, betriebliche Altersversorgung, bAV, EbAVs, Risikomanagement, Pensionskassen, Pensionsfonds, Value-at-Risk, Solvenzkapitalanforderungen, 9. VAG-Novelle, MaRisk VA, Altersvorsorge, Aufsichtsrecht, Marktwertprinzip, Drei-Säulen-Modell.
Die Arbeit analysiert, ob und wie die strengen regulatorischen Anforderungen von Solvency II auf Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung (EbAVs) wie Pensionskassen und Pensionsfonds übertragen werden können, ohne deren Existenz zu gefährden.
Die Arbeit behandelt die betriebliche Altersversorgung in Deutschland, die Entwicklung europäischer Solvenzregulierungen, quantitative Risikomaßnahmen wie den Value-at-Risk sowie die spezifische Diskussion zur Einbeziehung von EbAVs in das Solvency II-Regelwerk.
Das Ziel ist es, zu bewerten, ob EbAVs in direktem Wettbewerb zu Versicherungen stehen, und ein angepasstes, einfacheres Modell für die Regulierung von kleinen Unternehmens-Pensionskassen und -Pensionsfonds zu entwerfen.
Der Autor stützt sich auf Literaturstudien, theoretische Analysen des regulatorischen Umfelds, den Vergleich spezifischer Geschäftsmodelle sowie eigene Überlegungen und Expertenmeinungen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der bAV, eine detaillierte Analyse der Solvency II-Richtlinie, eine Diskussion der kontroversen Argumente verschiedener Interessenvertreter und die Herleitung eines alternativen, vereinfachten Regulierungsmodells.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Solvency II, betriebliche Altersversorgung (bAV), EbAVs, Pensionskassen, Pensionsfonds, Solvenzkapitalanforderungen (SCR/MCR) und das Risikomanagement.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Anwendung des vollen Solvency II-Regelwerks für kleine, personell schwach ausgestattete Unternehmens-Pensionskassen existenzgefährdend sein könnte, da die Berichtspflichten und Risikoberechnungen den finanziellen und administrativen Rahmen sprengen würden.
Das Modell übernimmt die Drei-Säulen-Struktur von Solvency II, ist jedoch deutlich schlanker konzipiert. Es verzichtet teilweise auf die komplexen Berechnungen für den MCR und SCR oder passt diese durch höhere Konfidenzniveaus und Vereinfachungen an die spezifische Risikosituation der Unternehmens-Pensionskassen an.
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