Diplomarbeit, 2010
93 Seiten, Note: 1,8
1 Einleitung
1.1 Begründung der Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 Green Investments
2.1 Begriffsdefinition „Green Investments“
2.2 Abgrenzungen
2.2.1 Abgrenzung zu anderen Geldanlagen
2.2.2 Abgrenzung zu „Green Finance“
2.3 Arten von Green Investments
2.3.1 Anlageformen
2.3.2 Wirkungsklassen
2.4 Chancen und Risiken der Alternativen Geldanlage
3 Der Markt für Green Investments
3.1 Die Akteure auf dem Markt für Green Investments
3.1.1 Anleger
3.1.2 Finanzdienstleister
3.1.3 Ethische, ökologische und nachhaltige Unternehmen
3.2 Entwicklung von alternativen Geldanlagen
3.2.1 Entstehung und Geschichte
3.2.2 Ethisch, ökologisch und nachhaltige Indizes
3.2.3 Greenwashing
3.3 Bedeutung von Green Investments für den Finanzdienstleistungssektor
4 Sparkassen in Bayern
4.1 Der Sparkassenverband Bayern
4.2 Geschäftsgebiet
4.3 Aufbau einer Sparkasse
4.4 Aufgaben der Sparkassen
5 Befragung von Sparkassen in Bayern zu Green Investments
5.1 Ziel der Untersuchung
5.2 Die Befragungskonzeption
5.2.1 Art der Untersuchung
5.2.2 Datengewinnung durch Befragung
5.3 Aufbau und Ablauf der Befragung
5.3.1 Aufbau des Fragebogens
5.3.2 Befragungszeitraum
6 Ergebnis der Befragung
6.1 Die Befragungsteilnehmer
6.1.1 Die Teilnehmergruppen nach ihrer Bilanzsumme
6.1.2 Marktanteil der teilnehmenden Sparkassen
6.1.3 Kundenzahl der befragten Sparkassen
6.2 Auswertung und Interpretation der Ergebnisse
6.2.1 Begriffsverständnis von Green Investments
6.2.2 Green Investments als Ergänzung des Finanzdienstleistungsangebots
6.2.3 Bevorzugte Anlagen und Anlagestrategie im Eigengeschäft
6.2.4 Akzeptanz und Konkurrenz in der Region
6.2.5 Bankberatung im Bereich Green Investments
6.2.6 Kunden gewinnen durch Green Investments
6.2.7 Produkte für ethisch-ökologisch orientierte Anleger
6.3 Bedeutung von Green Investments für Sparkassen in Bayern
6.4 Nachhaltigkeit vor Rendite
6.5 Trendbranche im Geschäftsgebiet
6.6 Einschätzung einzelner Befragungsteilnehmer
7 Abschließende Betrachtung
7.1 Fazit
7.2 Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, den Verbreitungsgrad und die Bedeutung von Green Investments bei bayerischen Sparkassen zu analysieren. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, inwieweit diese nachhaltigen Anlageprodukte bereits in das Portfolio und die Beratung der Sparkassen integriert sind und welche Rolle sie bei der Kundengewinnung spielen.
3.2.3 Greenwashing
Die Unternehmen wollen natürlich auch vom Öko-Trend profitieren, daher bedienen sie sich verschiedenster Methoden. Die ehrlichen Methoden zielen darauf ab, die Produktion bzw. die Leistungserstellung umzustellen, so dass diese den ethischen, ökologischen und nachhaltigen Anforderungen der Gesellschaft entsprechen. Eine andere Methode ist das Greenwashing oder „grün waschen“. Beim Greenwashing werden von einem Unternehmen falsche Informationen zur eigenen Umweltpolitik verbreitet. Dies beeinflusst die Öffentlichkeit, die das Unternehmen nun als umweltbewusst wahrnimmt. Meist arbeiten Energie- oder Rohstoffkonzerne mit dieser Form der Öffentlichkeitsarbeit, um ihr Image „reinzuwaschen“. Aber auch die Politik und andere Organisationen nutzen die Vorteile des Greenwashing, die durch das Überstreifen eines grünen Umhangs im übertragenen Sinne entstehen. So können z.B. Projekte als ethisch, ökologisch und nachhaltig dargestellt werden, die es in Wirklichkeit gar nicht sind. Ein Beispiel für solch grün gewaschene Produkte sind z.B. Nahrungsmittelfonds bestimmter Kreditinstitute, die dem ersten Anschein nach die Produktion von Grundnahrungsmitteln fördern. Anleger, die in diese scheinbar ethische, ökologische und nachhaltige Geldanlage investieren, erfreuen sich an den steigenden Kursen, welche durch Spekulationen an den Weltmärkten in die Höhe getrieben werden. Grundsätzlich ist ein Kursgewinn nicht ethisch verwerflich, die in die Höhe getrieben Preise für Grundnahrungsmittel allerdings schon. Diese Preistreiberei an den Weltmärkten hat zur Folge, dass sich die Menschen in den ohnehin schon armen Ländern auf dieser Erde noch weniger Nahrungsmittel leisten können.
1 Einleitung: Diese Einleitung begründet die Relevanz von Green Investments angesichts globaler ökologischer Krisen und legt die Zielsetzung der Untersuchung fest.
2 Green Investments: Das Kapitel definiert Green Investments, grenzt sie von anderen Anlageformen ab und erläutert die verschiedenen Wirkungsklassen.
3 Der Markt für Green Investments: Hier werden die zentralen Marktakteure sowie die historische Entwicklung und die Problematik des Greenwashings detailliert betrachtet.
4 Sparkassen in Bayern: Dieser Abschnitt beschreibt die Organisation, das Geschäftsgebiet und die gesetzlichen Aufgaben der bayerischen Sparkassen.
5 Befragung von Sparkassen in Bayern zu Green Investments: Dieses Kapitel erläutert das Ziel, das Design und den Ablauf der durchgeführten empirischen Umfrage.
6 Ergebnis der Befragung: Hier erfolgt die detaillierte Auswertung der Umfrageergebnisse inklusive der Einschätzungen der teilnehmenden Sparkassen.
7 Abschließende Betrachtung: Das letzte Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und wagt einen Ausblick auf die zukünftige Marktentwicklung.
Green Investments, Sparkassen in Bayern, Nachhaltigkeit, Grüne Geldanlagen, Ethisches Investment, Ökologische Anlage, Greenwashing, Finanzdienstleister, Marktforschung, Kundenbindung, Rendite, Nachhaltigkeitsindizes, Natur-Aktien-Index, Nachhaltiges Wirtschaften, Anlagepolitik.
Die Diplomarbeit untersucht die Verbreitung und Bedeutung von sogenannten Green Investments bei den 73 bayerischen Sparkassen.
Die Arbeit behandelt die Definition nachhaltiger Geldanlagen, die Marktentwicklung, die Rolle der bayerischen Sparkassen sowie eine empirische Befragung zur Praxis vor Ort.
Das Ziel ist es, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie verbreitet Green Investments bei Sparkassen in Bayern sind und welche Bedeutung sie für diese Institute im täglichen Geschäft haben.
Der Autor führt eine deskriptive Marktforschung in Form einer schriftlichen Befragung der bayerischen Sparkassen durch, ergänzt um eine theoretische Literaturanalyse.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung zu Green Investments, die Vorstellung der Sparkassenorganisation in Bayern sowie die detaillierte Auswertung der Befragungsdaten.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Green Investments, Sparkassen, Nachhaltigkeit, Renditeorientierung und ökologische Geldanlagen.
Die Umfrage zeigt ein ambivalentes Bild: Einerseits wird das langfristige Potenzial erkannt, andererseits handeln die Institute momentan noch sehr renditeorientiert und zurückhaltend.
Das "Grüne Sparbuch" dient als konkretes Beispiel für eine mögliche Produktinnovation innerhalb der Sparkassen, wobei die Bereitschaft zur Einführung bei den Befragten untersucht wurde.
Die meisten befragten Sparkassen sind stark renditeorientiert und akzeptieren nur in wenigen Fällen eine geringere Rendite zugunsten ökologischer oder ethischer Kriterien.
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