Bachelorarbeit, 2007
46 Seiten, Note: sehr gut
Die Arbeit befasst sich mit dem italienischen Parteiensystem und dessen Wandel vom Pluralismus zum Zweiparteiensystem. Die Hauptaufgabe ist es, die Entwicklung des Parteiensystems von der ersten zur zweiten Republik zu analysieren und die wichtigsten Faktoren, die zu diesem Wandel führten, zu identifizieren.
Die Arbeit beginnt mit einer Einführung in das italienische politische System und stellt die wichtigsten Konfliktlinien innerhalb der italienischen Gesellschaft vor, wie den Nord-Süd-Gegensatz und den Konflikt zwischen Kirche und Staat. Anschließend werden die wichtigsten Parteien der ersten Republik (1948-1992/94) – die Democrazia Cristiana (DC), der Partito Comunista Italiano (PCI) und der Partito Socialista Italiano (PSI) – detailliert beleuchtet.
Das dritte Kapitel befasst sich mit dem Zusammenbruch des Systems der ersten Republik und den Ursachen dafür: die Erosion der traditionellen Subkulturen, der Zusammenbruch der Sowjetunion, die Korruptionsskandale der Tangentopoli und die Haushaltskrise.
Das vierte Kapitel analysiert die Entstehung neuer Parteien im System der zweiten Republik. Hier wird besonders auf die Lega Nord, die Alleanza Nazionale (AN) und die Forza Italia! (FI) von Silvio Berlusconi eingegangen.
Kapitel fünf beleuchtet die Wahlrechtsreformen von 1991 und 1993, die zur Bildung von Wahlallianzen und zur Entwicklung in Richtung eines fragmentierten Bipolarismus führten. Hier werden auch die Wahlen von 1994, 1996, 2001 und 2006 genauer betrachtet.
Die Arbeit behandelt die wichtigsten Themen und Begriffe des italienischen Parteiensystems: Pluralismus, Zweiparteiensystem, Bipolarismus, Konfliktlinien, Subkulturen, Tangentopoli, Mani Pulite, Wahlrechtsreformen, Forza Italia!, Casa delle Libertà, L’Unione, Silvio Berlusconi, Romano Prodi.
Die Erste Republik (bis ca. 1992) war geprägt von der Dominanz der Democrazia Cristiana und festen Subkulturen. Die Zweite Republik entstand nach den Korruptionsskandalen (Tangentopoli) und wird durch neue Akteure wie Silvio Berlusconi und ein bipolareres Wahlsystem charakterisiert.
Zentrale Faktoren waren die Erosion gesellschaftlicher Subkulturen, das Ende des Kalten Krieges (Zusammenbruch der Sowjetunion), massive Korruptionsskandale (Mani Pulite) und eine schwere Haushaltskrise.
Berlusconi nutzte sein Medienimperium und die neue Partei Forza Italia!, um das entstandene Vakuum in der politischen Mitte zu füllen. Er präsentierte sich als Alternative zur alten politischen Klasse und schuf erfolgreiche Wahlallianzen.
Der wirtschaftliche und kulturelle Gegensatz zwischen dem wohlhabenden Norden und dem ärmeren Süden ist eine der tiefsten Konfliktlinien, die sich auch in der Gründung regionaler Parteien wie der Lega Nord widerspiegelt.
„Tangentopoli“ (Stadt der Schmiergelder) bezeichnet das weitreichende System politischer Korruption in Italien, das Anfang der 1990er Jahre durch die Justizermittlungen „Mani Pulite“ aufgedeckt wurde und zum Untergang fast aller Traditionsparteien führte.
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