Diplomarbeit, 2007
118 Seiten, Note: 1,8
1. Einleitung
2. Warum Management in Organisationen der Sozialwirtschaft? – Eine Einführung zur Notwendigkeit von Management
2.1 Zum Management im Allgemeinen
2.2 Zum Sozialmanagement im Besonderen
2.3 Die Hintergründe für Sozialmanagement
3. Einführung zum Empowerment
3.1 Begriffliches
3.2 Die historischen Wurzeln von Empowerment und dessen Bedeutung für den gesellschaftlichen Kontext Deutschlands
4. Die Empowermentkonzepte aus den unterschiedlichen Kontexten von Sozialer Arbeit und Management im Vergleich
4.1 Empowerment als Konzept in der Sozialen Arbeit
4.1.1 Die Auslegungen der Bedeutung von Empowerment im sozialarbeiterischen Kontext
4.1.2 Die Philosophie der Menschenstärken – Grundprinzipien und Wertebasis
4.1.3 Die Methoden des Empowerments
4.1.4 Die neuen Rollen der professionellen Helfer
4.1.5 Empowerment und Organisationsentwicklung – Der Empowermentzirkel nach Herriger
4.1.6 Stolpersteine – Hindernisse für das Empowermentkonzept in der Sozialen Arbeit
4.2 Empowerment als Managementkonzept in Unternehmen der Wirtschaft
4.2.1 Die Ziele von Empowerment
4.2.2 Die Voraussetzungen für die Initiierung von Empowermentprozessen
4.2.3 Die Strategie des Empowerments – Wie kann Empowerment umgesetzt werden?
4.2.4 Die neuen Rollen der Manager
4.2.5 Die Auswirkungen von Empowermentprozessen für die Mitarbeiter
4.2.6 Stolpersteine – Hindernisse für Empowerment als Managementkonzept
4.3 Vergleich der beiden Konzepte – Zusammenfassung und Schlussfolgerungen für ein Management in Organisationen der Sozialwirtschaft
5. Empowerment in Organisationen der Sozialwirtschaft am Beispiel der Radebeuler Sozialprojekte gGmbH – eine analytische Betrachtung des Empowermentunternehmenskonzeptes und dessen Auswirkungen auf die Mitarbeiter seit Bestehen des Unternehmens
5.1 Das Unternehmenskonzept der RaSop gGmbH
5.1.1 Die Vision
5.1.2 Die Entwicklung
5.1.3 Die Organisationsstruktur
5.1.4 Das Selbstverständnis zum Empowerment
5.2 Management durch Empowerment – Empowermentprozesse im Unternehmen seit 2000
5.2.1 Die Führung
5.2.2 Die Planung
5.2.3 Die Organisation
5.2.4 Die Personalentwicklung
5.2.5 Die Kontrolle
5.3 Schlussfolgerungen und Ausblick
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht Empowerment als Managementkonzept in Organisationen der Sozialwirtschaft. Ziel ist es, die Verbindung zwischen den Kontexten der Sozialen Arbeit und des Managements zu analysieren und zu prüfen, inwieweit Empowerment als Managementkonzept für soziale Einrichtungen geeignet ist, wobei die Radebeuler Sozialprojekte gGmbH als Fallbeispiel dient.
Die Philosophie der Menschenstärken - Grundprinzipien und Wertebasis
Empowerment ist ein Einladung an alle psychosozial Tätigen zum Perspektivenwechsel, nach eigenem Verständnis ein Gegenrezept gegen den Defizitblick-Winkel. Es ist der Abschied von traditionellen Sichtweisen auf die Klienten, die in ihren Identitätsentwürfen, in ihren lebensgeschichtlichen Erfahrungshorizonten und Bindungsnetzwerken oft nur allein in Kategorien von Mangel, Unvermögen und Schwäche wahrgenommen wurden. (vgl. Herriger 4, S. 262) Empowerment durchbricht die Überdimensionalität professioneller Hilfen und Helfer, die den Klienten oft eine eigene Hilflosigkeit anerzogen haben und fördert die meist verschütteten Selbsthilfepotentiale der Adressaten von Sozialer Arbeit.
Das Empowermentkonzept bricht mit diesem Blick auf die Defizite der Biographie der Klienten und stellt sie als kompetente Akteure dar, welche über das Vermögen verfügen, ihr Leben in eigener Regie zu gestalten und Lebenssouveränität zu gewinnen. (vgl. Herriger 4, S. 262)
Das Modell der „Philosophie der Menschenstärken“ ist grundlegend und leitend für die Empowermentpraxis der Sozialen Arbeit und umfasst folgende sechs Bausteine: Das Vertrauen in die Fähigkeit jedes einzelnen zur Selbstgestaltung und zu gelingendem Lebensmanagement, die Akzeptanz von Eigen-Sinn und der Respekt auch vor unkonventionellen Lebensentwürfen der Klienten psychosozialer Arbeit, das Respektieren der eigenen Wege und der eigenen Zeit des Klienten und der Verzicht auf strukturierte Hilfepläne und eng gefasste Zeithorizonte, der Verzicht auf entmündigende Expertenurteile über die Definition von Lebensproblemen, Problemlösungen und wünschenswerten Lebenszukünften, die Orientierung an der Lebenszukunft des Klienten sowie die Orientierung an einer „Rechte-Perspektive“ und ein parteiliches Eintreten für Selbstbestimmung und soziale Gerechtigkeit.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema Empowerment ein, erläutert die Relevanz für soziale und wirtschaftliche Kontexte und begründet die Wahl der Radebeuler Sozialprojekte gGmbH als Fallbeispiel.
2. Warum Management in Organisationen der Sozialwirtschaft? – Eine Einführung zur Notwendigkeit von Management: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung von Management im Allgemeinen und Sozialmanagement im Speziellen, eingebettet in die aktuelle Notwendigkeit der Professionalisierung sozialer Einrichtungen.
3. Einführung zum Empowerment: Hier erfolgt eine Definition des Begriffs Empowerment sowie eine Einordnung seiner historischen Wurzeln und gesellschaftlichen Relevanz in Deutschland.
4. Die Empowermentkonzepte aus den unterschiedlichen Kontexten von Sozialer Arbeit und Management im Vergleich: Dieses Kapitel vergleicht Empowermentansätze aus beiden Disziplinen, beleuchtet Methoden, Rollen sowie Hindernisse und bildet das theoretische Fundament der Arbeit.
5. Empowerment in Organisationen der Sozialwirtschaft am Beispiel der Radebeuler Sozialprojekte gGmbH...: Eine tiefgehende analytische Betrachtung, wie Empowerment bei der RaSop gGmbH als Firmenphilosophie und Managementkonzept umgesetzt wird und welche Auswirkungen dies auf die Mitarbeiter hat.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und bestätigt die Eignung von Empowerment als Managementkonzept für die Sozialwirtschaft, wobei die praktische Umsetzbarkeit am Beispiel der Radebeuler Sozialprojekte gGmbH belegt wird.
Empowerment, Sozialmanagement, Soziale Arbeit, Organisationsentwicklung, Führungskultur, Mitarbeiterpartizipation, Radebeuler Sozialprojekte gGmbH, Unternehmensphilosophie, Selbstbestimmung, Menschenstärken, Ressourcenorientierung, Teamarbeit, Managementkonzept, Sozialwirtschaft
Die Diplomarbeit untersucht die Anwendung von Empowerment als Managementkonzept in Organisationen der Sozialwirtschaft unter besonderer Berücksichtigung der Verbindung von Ansätzen der Sozialen Arbeit und der Wirtschaft.
Zentral sind die theoretische Herleitung von Empowerment, der Vergleich seiner Anwendung in sozialen und wirtschaftlichen Kontexten sowie die praktische Umsetzung in einem realen Unternehmen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Empowerment als Managementinstrument genutzt werden kann, um sowohl Effektivität zu steigern als auch die Lebensqualität der Mitarbeiter und Klienten zu fördern.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit Empowerment-Konzepten sowie einer empirischen Untersuchung (Mitarbeiterbefragung mittels Polaritätsprofil) bei der Radebeuler Sozialprojekte gGmbH.
Im Hauptteil werden die Empowermentkonzepte der Sozialen Arbeit und des Managements gegenübergestellt, Unterschiede und Gemeinsamkeiten analysiert und die Umsetzung bei der Radebeuler Sozialprojekte gGmbH detailliert ausgewertet.
Kernbegriffe sind Empowerment, Sozialmanagement, Partizipation, Organisationskultur, Ressourcenaktivierung und Selbstbestimmung.
Die RaSop gGmbH dient als Beispiel für eine erfolgreiche Verknüpfung von sozialen Idealen mit unternehmerischen Managementtechniken, wobei Empowerment als gelebte Firmenphilosophie und Arbeitsstil eingesetzt wird.
Die Arbeit benennt Hürden wie intrapersonelle Widerstände (Ängste, Gewohnheiten), Beziehungswiderstände und institutionelle Hindernisse wie starre Kontrollstrukturen oder mangelnde Ressourcen.
Die Autorin bewertet Empowerment als einen langfristigen und lohnenden Prozess, der zwar anspruchsvoll ist, aber bei konsequenter Umsetzung zu hoher Arbeitszufriedenheit und effektiverem Handeln führen kann.
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