Examensarbeit, 2009
50 Seiten, Note: 1
1 Einleitung
1.1 Problem- und Zielstellung der Arbeit
1.2 Hypothesen zur Stoffeinheit
2 Planung der Unterrichtseinheit
2.1 Lerngruppenanalyse
2.2 Sachanalyse
2.3 Einordnung der Unterrichtseinheit in den Stoffverteilungsplan
2.4 Didaktisch- methodische Analyse
2.5 Lernziele
3. Durchführung der Unterrichtseinheit
3.1 Darstellung der vier Stunden mit theoretischem Inhalt
3.1.1 Beschreibung
3.1.2 Lernziele
3.1.3 Reflexion
3.2 Kurzdarstellung der ersten Stunde zum Thema: Internationale Sportspielideen aus Griechenland
3.2.1 Kurzbeschreibung
3.2.2 Lernziele
3.2.3 Kurzreflexion
3.3 Kurzdarstellung der zweiten Stunde zum Thema: Internationale Sportspielideen aus China
3.3.1 Kurzbeschreibung
3.3.2 Lernziele
3.3.3 Kurzreflexion
3.4 Kurzdarstellung der dritten Stunde zum Thema: Internationale Sportspielidee aus Deutschland
3.4.1 Kurzbeschreibung
3.4.2 Lernziele
3.4.3 Kurzreflexion
3.5 Ausführliche Darstellung der vierten Stunde zum Thema: Internationale Sportspielideen aus der Türkei
3.5.1 Sachanalyse
3.5.2 Didaktische-methodische Analyse
3.5.3 Lernziele
3.5.4 Reflexion
3.6 Kurzdarstellung der fünften Stunde zum Thema: Internationale Sportspielideen aus Sierra Leone
3.6.1 Kurzbeschreibung
3.6.2 Lernziele
3.6.3 Kurzreflexion
3.7 Ausführliche Darstellung der sechsten Stunde zum Thema: Internationale Sportspielideen aus Russland
3.7.1 Sachanalyse
3.7.2 Didaktisch-methodische Analyse
3.7.3 Lernziele
3.7.4 Reflexion
4 Reflexion
4.1 Reflexion in Hinblick auf die Lernziele der Unterrichtseinheit
4.2 Reflexion in Hinblick auf die Hypothesen
4.3 Abschließende Auswertung
Das Hauptziel dieser Hausarbeit ist die Förderung des interkulturellen Dialogs zwischen den Schülerinnen und Schülern einer 6. Klasse durch die sportpraktische Umsetzung internationaler Sportspielideen. Dabei soll durch die aktive Auseinandersetzung mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen ein besseres Verständnis für die eigene und fremde Kultur entwickelt sowie die soziale Integration innerhalb der Klassengemeinschaft gestärkt werden.
2.2 Sachanalyse
Sportspiele unterscheiden sich in dieser Unterrichtseinheit in kleine Spiele und in Kleine Sportspiele. Die kleinen Spiele sind dabei eine Vorstufe zu den Kleinen Sportspielen. Döbler und Döbler bezeichnen als kleine Spiele „eine von einem bestimmten Spielgedanken beziehungsweise einer Aufgabe ausgehende Folge von freudvollen Handlungen, die durch motorische Leistung und soziale Aktivität bestimmt werden. Kleine Spiele tragen meist Wettbewerbscharakter; sie werden andererseits aber auch nur aus Freude am Miteinander gespielt, ohne die Ermittlung von Siegern“6. Der Begriff der „Kleinen Sportspiele“ versucht, die Vielfalt an Bezeichnungen für Spielsammlungen (Volks-, Jugend-, Turn-, Schul-, Hallen-, Lauf-, Neck-, Rauf-, Kraft-, Bauern-, Tummelspiele usw.) zu vereinheitlichen.7
Döbler und Döbler haben eine Systematik der Bewegungsspiele entwickelt, in der sowohl die kleinen als auch die sogenannten großen Spiele als Sportspiele bezeichnet werden. Demnach werden Bewegungsspiele durch motorische Leistung und soziale Aktivität charakterisiert. Diese Systematik unterteilt die Bewegungsspiele in volkstümliche Spiele, kleine Spiele und große Spiele.8
Kleine Spiele legen eine Grundlage für die Kleinen Sportspiele und eröffnet den Schülerinnen und Schülern eine Chance, sich Anregungen auf emotionaler, kommunikativer, kognitiver und physischer Ebene zu holen. Durch das Spiel kann das Kind ganzheitlich in seiner Persönlichkeit, Intelligenz, Kreativität, Selbstständigkeit und seinem Selbstvertrauen gestärkt werden.9 Spielen heißt, Zusammenhänge erkennen, begreifen und daraus Schlüsse für das eigene Verhalten ziehen, beim spielerischen Erproben Orientierung finden und Einstellungen entwickeln. Kleine Spiele vermitteln den Schülerinnen und Schülern unabhängig von ihrem sportlichen Leistungsvermögen Erfolgserlebnisse, Spaß, Spannung und Zufriedenheit. Es ist auch eine Vielzahl von Spielen mit offenem Ausgang, ohne Sieger und Verlierer, dabei. Somit schaffen sie Räume für Selbstständigkeit und wirken dem reinen Konkurrenz- und Erfolgsdenken entgegen. Kleine Spiele lassen sich dabei durch gemeinsame Änderung der Regeln im Interesse der Spielfreude leicht variieren. Weiterhin können die Bedeutungen von Regeln und der Regeleinhaltung durch kleine Spiele gut erarbeitet werden. Kleine Sportspiele sind hierbei geeignet, eine Brücke in einer systematischen Spielentwicklung zwischen den kleinen Spielen mit dem variablen Regelwerk zu den großen Sportspielen unter internationalen Spielregeln darzustellen.
1 Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet das Projekt "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" und begründet die Relevanz der Förderung interkulturellen Verständnisses in einer Schulklasse mit hohem Migrationsanteil.
2 Planung der Unterrichtseinheit: In diesem Kapitel werden die Lerngruppenanalyse, die theoretische Einordnung in den Stoffverteilungsplan, die didaktisch-methodische Analyse sowie die Lernziele der Unterrichtsreihe detailliert dargelegt.
3 Durchführung der Unterrichtseinheit: Hier erfolgt die ausführliche Darstellung der sechs Sportstunden zu verschiedenen Ländern (Griechenland, China, Deutschland, Türkei, Sierra Leone, Russland), jeweils ergänzt durch Beschreibung, Lernziele und Reflexion.
4 Reflexion: Dieses Kapitel wertet die Ergebnisse der Unterrichtseinheit in Bezug auf die gesetzten Lernziele und Hypothesen aus und bietet eine abschließende Auswertung des Projekterfolgs.
Interkultureller Dialog, Sportunterricht, Kleine Sportspiele, Schule ohne Rassismus, Integration, Soziale Kompetenz, Bewegungsförderung, Gruppendynamik, Interkulturelles Lernen, Sportpädagogik, Klassenklima, Migrationshintergrund, Spielverständnis, Wertvorstellungen, Toleranz.
Die Arbeit befasst sich mit der Umsetzung von internationalen Sportspielideen in einer 6. Klasse, um den interkulturellen Dialog zu fördern und das Schulklima an einer "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" nachhaltig zu verbessern.
Die zentralen Themen sind interkulturelles Lernen im Sportunterricht, die methodische Einführung kleiner Spiele und Kleiner Sportspiele aus verschiedenen Ländern sowie die Förderung sozialer Kompetenzen und der Integration.
Das Ziel ist es, durch die sportpraktische Umsetzung internationaler Spielideen das Verständnis für eigene und fremde Kulturen zu stärken und somit einen Beitrag zur gewaltfreien und demokratischen Gesellschaft an der Schule zu leisten.
Es wird ein sportpädagogischer Ansatz gewählt, der theoriegeleitete Analysen der Lerngruppe und der Sachverhalte mit praktischer Umsetzung durch Sportspiele und ergänzende Plakatgestaltung verbindet.
Der Hauptteil dokumentiert die konkrete Durchführung von sechs Sportstunden, die jeweils spezifische Länder (Griechenland, China, Deutschland, Türkei, Sierra Leone, Russland) behandeln, inklusive der Reflexion der jeweiligen Stunden.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Interkultureller Dialog, Integration, Sportspiele, Soziale Kompetenz, Schule ohne Rassismus und Sportpädagogik.
Die Türkei wurde gewählt, da eine hohe Anzahl von Schülerinnen und Schülern türkischer Herkunft an der Schule sowie konkret in der Klasse 6b vertreten ist und Staatsangehörige der Türkei die größte ausländische Personengruppe in Deutschland stellen.
Die Plakatgestaltung fand in vier Theoriestunden statt, in denen Gruppenarbeit genutzt wurde, um Informationen über das jeweilige Land, berühmte Sportler und die vorgestellten Sportspiele zu erarbeiten und visuell für die Schulgemeinschaft aufzubereiten.
Die Phantasiereise dient als ritualisiertes Einstimmungselement zu Beginn jeder Sportstunde, um die Neugier der Schülerinnen und Schüler auf das jeweilige Land zu wecken und die Motivation für die anschließende sportliche Betätigung zu steigern.
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