Examensarbeit, 2007
112 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung und Problemstellung
2 Theoretische Grundlage: Das Rahmenkonstrukt „Feedback“
2.1 Begriffsbestimmung und Definition
2.2 Zwei Arten des Feedbacks
2.2.1 Intrinsisches Feedback
2.2.2 Extrinsisches Feedback
2.3 Das Forschungsfeld „motorischer Lernprozess“
2.3.1 Was ist motorisches Lernen?
2.3.2 Einflussfaktoren auf motorisches Lernen
2.3.3 Die Rolle des extrinsischen Feedbacks beim motorischen Lernen
2.4 Allgemeine Ergebnisse der Technologieforschung zum Feedback
2.4.1 Extrinsische Rückmeldung als Lernvariable
2.4.1.1 Kategorie 1: Extrinsisches Feedback ist notwendig
2.4.1.2 Kategorie 2: Extrinsisches Feedback unterstützt Lerneffekte
2.4.1.3 Kategorie 3: Extrinsisches Feedback ist redundant
2.4.1.4 Kategorie 4: Extrinsisches Feedback als Störgröße
2.4.2 Feedbackdimensionen
2.4.2.1 Präzision des Feedbacks
2.4.2.2 Zeitliche Platzierung des Feedbacks
2.4.2.3 Frequenz, Häufigkeit und Verteilung des Feedbacks
2.4.2.4 Modalität des Feedbacks
2.4.3 Ergebnisbezogene, verlaufsbezogene und präskriptive Rückmeldung
2.5 Spezielle Aspekte der Feedbackforschung
2.5.1 Videoeinsatz im Rahmen des motorischen Lernprozesses
2.5.1.1 Videoeinsatz zur Videoinstruktion
2.5.1.2 Video als Feedbackmedium
2.5.2 Forschungsergebnisse zur Feedbackwirkung im Tennis
2.5.3 Forschungsergebnisse zur Feedbackwirkung bei Kindern
2.5.4 Kommunikation in Feedbackprozessen und Trainer-Athlet-Interaktion
2.6 Zusammenfassende Bewertung und inhaltliche Folgerungen
3 Hauptuntersuchung: Rahmenbedingungen und Empirie
3.1 Beschreibung des Projektzusammenhangs
3.1.1 Die Trainingsmodule
3.1.2 Die Trainer
3.1.3 Die teilnehmenden Kinder
3.2 Beschreibung des Untersuchungsdesigns
3.2.1 Methoden der Datenerhebung
3.2.2 Ablauf der Datenerhebung
3.2.3 Lerninhalte und methodische Gestaltung im Untersuchungszeitraum
3.2.4 Ablauf der Untersuchung in den Versuchsgruppen
3.2.4.1 Station I: Interview „Eingangsbefragung“
3.2.4.2 Station II: Videoaufzeichnung: Trainingsbeobachtung
3.2.4.3 Station III: Videoaufzeichnung: Kommentiertes Videofeedback
3.2.4.4 Station IV: Interview „Feedback-Wiedergabe“
3.2.5 Ablauf der Untersuchung in den Vergleichsgruppen
3.3 Entwicklung der Arbeitshypothesen
3.3.1 Kurzfristige Veränderungen – Leistung
3.3.2 Überdauernde Veränderungen – Lernen
3.4 Methodische Grundlagen der Datenauswertung
3.4.1 Grundüberlegungen zur Bewertung beobachteter motorischer Abläufe
3.4.2 Operationalisierung der Größe „motorische Leistung“
4 Darstellung und Interpretation der gewonnenen Daten
4.1 Gesamtbeschreibung Datensatz und Auswertungsmethode
4.1.1 Komplette und unvollständige Datensätze
4.1.2 Kriteriumsaufgaben an den einzelnen Trainingstagen
4.1.3 Spezielle Aspekte der Trainingssituation
4.1.3.1 Metaphorische Sprache der Trainer
4.1.3.2 Soziales Verhältnis zwischen den Kindern und den Trainern
4.1.3.3 Zeitliche Aspekte der Trainingssituation
4.2 Auswertung der Datenreihen bezüglich der Arbeitshypothesen
4.2.1 Auswertung zu Arbeitshypothese 1
4.2.1.1 Ergebnisse der Auswertung zu Arbeitshypothese 1
4.2.1.2 Interpretation der Ergebnisse zu Arbeitshypothese 1
4.2.2 Auswertung zu Arbeitshypothese 2
4.2.2.1 Ergebnisse der Auswertung zu Arbeitshypothese 2
4.2.2.2 Interpretation der Ergebnisse zu Arbeitshypothese 2
4.2.3 Auswertung zu Arbeitshypothese 3
4.2.3.1 Ergebnisse der Auswertung zu Arbeitshypothese 3
4.2.3.2 Interpretation der Ergebnisse zu Arbeitshypothese 3
4.2.4 Auswertung zu Arbeitshypothese 4
4.2.4.1 Ergebnisse der Auswertung zu Arbeitshypothese 4
4.2.4.2 Interpretation der Ergebnisse zu Arbeitshypothese 4
4.2.5 Zusammenfassende Interpretation der Ergebnisse
5 Schlussbetrachtung und Perspektiven
6 Literaturverzeichnis
Die Arbeit untersucht, ob spezifische Merkmale der kommunikativen Interaktion zwischen Trainer und Athlet als Erklärung für die Wirksamkeit von Videofeedback im Kindertennis dienen können, wobei der Fokus auf dem motorischen Lernprozess liegt.
2.4.1 Extrinsische Rückmeldung als Lernvariable
Dass die Rückmeldung von Bewegungsergebnissen einen Einfluss auf motorisches Lernen hat, konnten experimentelle Untersuchungen schon früh zeigen. Bilodeau, Bilodeau und Schumsky (1959) wiesen in ihrer Untersuchung mittels einer linearen Positionierungsaufgabe nach, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen der Häufigkeit der Ergebnisrückmeldung und der beobachteten Leistung der Probanden gab. In einem zweiten experimentellen Schritt zeigten sie, dass die Gruppe, die zuvor bereits zwanzig Versuche ohne KR durchgeführt hatte, bei fünf weiteren Versuchen mit KR weder Vor- noch Nachteile gegenüber der Gruppe hatte, die von Anfang an mit KR übte (vgl. Bilodeau, Bilodeau & Schumsky, 1959, S. 144). Aus diesem Ergebnis entstand der Umkehrschluss, dass ohne die Gabe von KR kein Lernen möglich sei, Ergebnisrückmeldung also eine notwendige Bedingung für Lernen darstelle. Dieses Ergebnis erwies sich jedoch in seiner Pauschalität als nicht haltbar (vgl. Salmoni, Schmidt & Walter, 1984, S. 360). Vielmehr muss eine wesentlich differenziertere Betrachtung an seine Stelle treten. Eine solche Differenzierung liefert Magill (1993) in seinem Review der vorliegenden Forschungsergebnisse. Er stellt fest, dass sich die vorliegenden Erkenntnisse zu vier Hauptkategorien von Feedbackwirkung zusammenfassen lassen.
1 Einleitung und Problemstellung: Diese Einführung erläutert die Bedeutung der Trainer-Athlet-Interaktion und definiert das Ziel, die kommunikativen Faktoren von Videofeedback im Tennistraining bei Kindern zu untersuchen.
2 Theoretische Grundlage: Das Rahmenkonstrukt „Feedback“: Dieser Abschnitt bietet einen fundierten Überblick über Feedbackforschung, unterteilt in intrinsische und extrinsische Feedbackprozesse sowie spezifische Aspekte wie Videoeinsatz und Trainer-Athlet-Interaktion.
3 Hauptuntersuchung: Rahmenbedingungen und Empirie: Hier wird das Untersuchungsdesign der Beobachtungsstudie zum „Jüngstentennis Modell Göttingen“ detailliert beschrieben, inklusive der methodischen Vorgehensweise und der vier aufgestellten Arbeitshypothesen.
4 Darstellung und Interpretation der gewonnenen Daten: Dieser Teil dokumentiert die Auswertung der erhobenen Daten, interpretiert die Ergebnisse in Bezug auf die Arbeitshypothesen und diskutiert die Erkenntnisse hinsichtlich ihrer praktischen Relevanz.
5 Schlussbetrachtung und Perspektiven: Die Abschlussbetrachtung fasst die wesentlichen Ergebnisse zusammen und leitet Empfehlungen für das Training sowie Perspektiven für weiterführende Forschungen ab.
Trainer-Athlet-Kommunikation, Kindertennis, Videofeedback, motorischer Lernprozess, extrinsisches Feedback, Techniktraining, Feedbackdimensionen, Trainerfeedback, Lernwirksamkeit, Kommunikationsstruktur, sportmotorisches Lernen, Videoinstruktion, Aufmerksamkeitslenkung, Feedbackfrequenz, Feedbackpraxis.
Die Arbeit untersucht die Interaktion zwischen Trainer und Athlet im sportlichen Techniktraining, speziell am Beispiel des Kindertennis, um die lernförderliche Wirkung von Videofeedback besser zu verstehen.
Die zentralen Themen sind die Feedbackforschung im motorischen Lernen, die Rolle des Videofeedbacks als extrinsisches Feedbackmedium und der kommunikative Prozess zwischen Trainer und Kind.
Das primäre Ziel ist zu prüfen, ob sich spezifische Merkmale der kommunikativen Interaktion zwischen Trainer und Athlet benennen lassen, die die positive Wirkung von Videofeedback auf den motorischen Lernprozess bei Kindern erklären können.
Es handelt sich um eine nicht-teilnehmende, offene Beobachtungsstudie, die Daten aus Videoaufzeichnungen und Kurzinterviews mit Kindern im Projekt „Jüngstentennis Modell Göttingen“ systematisch auswertet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des Feedback-Konstrukts, die Beschreibung der Rahmenbedingungen des Untersuchungsprojekts sowie die detaillierte Darstellung und Interpretation der gesammelten empirischen Daten.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Trainer-Athlet-Kommunikation, Videofeedback, Kindertennis, motorischer Lernprozess und Feedbackdimensionen charakterisiert.
Die Untersuchung zeigt, dass der Einsatz von Videofeedback zu kürzeren Feedbackketten führt, was auf eine effizientere Vermittlung technikspezifischer Merkmale hindeutet.
Die Kommunikation des Trainers ist entscheidend, da eine positive Übereinstimmung der Feedbacksprache und eine zielgerichtete Aufmerksamkeitslenkung die kurzfristige Behaltensleistung der Kinder signifikant unterstützen können.
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